TISCHE
Tische für Therapie, Praxis und Rehabilitation bieten stabile Arbeits- und Behandlungsflächen für funktionelle Übungen, Lagerung, Schlingentherapie und spezielle therapeutische Anwendungen. Je nach Einsatzbereich unterstützen Gymnastiktische, Schlingentische und Therapietische professionelle Behandlungsabläufe in Physiotherapie, Ergotherapie, Rehabilitationseinrichtungen und Therapiezentren.
Tische für Therapie, Praxis und professionelle Behandlungseinrichtungen
Tische für Therapie und Praxis bieten je nach Ausführung stabile Arbeits-, Behandlungs-, Lagerungs- oder Aufhängungslösungen für Physiotherapie, Rehabilitation, Ergotherapie, Kindertherapie und weitere professionelle Behandlungsbereiche.
Zum Sortiment können Gymnastiktische, Vojta-Tische, Schlingentische, Standschlingengeräte, Vertikalgitter und weitere Therapietische mit unterschiedlichen konstruktiven Schwerpunkten gehören.
Für die Auswahl sind Verwendungszweck, Patientengruppe, Tisch- oder Systemmaße, Arbeitshöhe, zulässige Belastung, Stabilität, Zugänglichkeit, Befestigung, Zubehör, Reinigung, Raumplanung und Anwenderqualifikation entscheidend.
Inhalt
- So treffen Sie die richtige Wahl
- Tische nach therapeutischem Einsatzbereich auswählen
- Gymnastiktische und Vojta-Tische
- Schlingentische und fest eingerichtete Schlingentherapieplätze
- Standschlingengeräte und Vertikalgitter
- Therapietische für Arbeits- und Behandlungssituationen
- Tischgröße, Systemmaße und Raumplanung
- Arbeitshöhe und ergonomische Zugänglichkeit
- Stabilität und zulässige Belastung
- Aktive, assistive und passive Anwendungen
- Transfers, Aufstieg und Patientensicherheit
- Schlingen, Seile, Rollen und weiteres Zubehör
- Einsatz in Physiotherapie, Rehabilitation und Ergotherapie
- Kindertherapie und neurophysiologisch orientierte Behandlung
- Reinigung, Desinfektion und Hygiene
- Kontrolle, Wartung und Verschleiß
- Wirtschaftliche und praxistaugliche Auswahl
- Produktvergleich
- FAQ
So treffen Sie die richtige Wahl
Die Auswahl sollte mit den tatsächlich geplanten Behandlungs- und Arbeitsabläufen beginnen.
Zu klären ist, ob eine großflächige Lagerungs- und Übungsfläche, ein spezieller Vojta-Tisch, ein Aufhängungssystem für Schlingentherapie oder ein klassischer Therapietisch benötigt wird.
Gymnastik- und Vojta-Tische stellen andere Anforderungen an Tischfläche, Polsterung und Zugänglichkeit als Schlingentische oder freistehende Schlingengeräte.
Therapietische für sitzende, funktionelle oder ergotherapeutische Aufgaben müssen wiederum hinsichtlich Arbeitshöhe, Unterfahrbarkeit und nutzbarer Fläche beurteilt werden.
Eine allgemeine Bezeichnung wie Therapietisch oder vielseitig einsetzbar ersetzt keine Prüfung des produktspezifischen Verwendungszwecks.
Wichtige Auswahlkriterien: Therapiekonzept, Patientengruppe, Produktart, Abmessungen, Arbeitshöhe, Belastbarkeit, Stabilität, Polsterung, Befestigung, Zubehörkompatibilität, Reinigung, Raumfläche, Transfersituation und Herstellerangaben.
Tische nach therapeutischem Einsatzbereich auswählen
Unterschiedliche Tisch- und Schlingensysteme erfüllen verschiedene Aufgaben und sind nicht beliebig austauschbar.
Gymnastiktische bieten eine gepolsterte und häufig großflächige Grundlage für Lagerung, funktionelle Übungen und fachlich ausgewählte Behandlungspositionen.
Schlingentische und Schlingengeräte ergänzen die Lagerungsfläche um Aufhängungs-, Teilentlastungs- und Bewegungsführungsmöglichkeiten.
Klassische Therapietische können je nach Modell als Arbeitsfläche für sitzende, funktionelle oder ergotherapeutische Aufgaben dienen.
Ein Tisch darf nur für Liegen, Sitzen, Stehen, Aufstützen oder dynamische Belastungen verwendet werden, wenn das konkrete Produkt dafür vorgesehen ist.
Vor der Beschaffung sollten alle regelmäßigen Anwendungen und nicht nur einzelne Wunschfunktionen erfasst werden.
Gymnastiktische und Vojta-Tische
Gymnastiktische bieten eine stabile und gepolsterte Fläche für geeignete Lagerungs-, Behandlungs- und Übungssituationen.
Eine größere Tischfläche kann unterschiedliche Ausgangsstellungen und eine therapeutische Begleitung von mehreren Seiten ermöglichen.
Vojta-Tische sind für entsprechend qualifiziert durchgeführte Anwendungen im Umfeld der Vojta-Therapie und weiterer neurophysiologisch orientierter Konzepte vorgesehen.
Aus der Produktbezeichnung lässt sich jedoch keine automatische Eignung für jede Altersgruppe, Ausgangsstellung oder Behandlungsmethode ableiten.
Tischbreite, Länge, Arbeitshöhe, Polsterfestigkeit und Belastbarkeit sind anhand der technischen Angaben zu prüfen.
Ein Gymnastik- oder Vojta-Tisch ersetzt keine qualifizierte Therapieplanung und keine erforderliche personelle Sicherung.
Schlingentische und fest eingerichtete Schlingentherapieplätze
Schlingentische ermöglichen die produktspezifisch vorgesehene Aufhängung und Unterstützung einzelner Körperbereiche.
Schlingen, Seile und Verstellelemente können einen Teil des Eigengewichts aufnehmen oder eine Bewegungsrichtung beeinflussen.
Der tatsächliche Entlastungsgrad hängt von Seilrichtung, Aufhängungspunkt, Schlingenposition, Körpergewicht und Systemaufbau ab.
Schräge Züge, Umlenkungen und dynamische Bewegungen können die auftretenden Kräfte gegenüber einer rein senkrechten Belastung verändern.
Ein fest eingerichteter Schlingentherapieplatz erfordert eine geeignete Raumhöhe, tragfähige Befestigungen und ausreichend Arbeitsfläche.
Montage, Belastung und Anwendung richten sich nach Bedienungsanleitung und Herstellerfreigabe des jeweiligen Systems.
Standschlingengeräte und Vertikalgitter
Standschlingengeräte sind freistehende Konstruktionen mit produktspezifischen Aufhängungs- und Befestigungsmöglichkeiten.
Sie können eine Alternative zu fest installierten Deckensystemen darstellen, benötigen jedoch eine ausreichend große und geeignete Standfläche.
Freistehend bedeutet nicht automatisch mobil, kippsicher oder für beliebige seitliche Zugrichtungen geeignet.
Vertikalgitter können zusätzliche Befestigungs- und Übungspunkte bieten.
Nicht jeder Gitterstab oder Verbindungspunkt ist für dynamische oder vollständige Körperbelastungen ausgelegt.
Zulässige Befestigungspunkte, Zugrichtungen, Belastungen und Zubehörteile sind produktspezifisch zu prüfen.
Therapietische für Arbeits- und Behandlungssituationen
Therapietische können je nach Konstruktion stabile Arbeitsflächen für Therapie, Ergotherapie und funktionelle Aufgaben bereitstellen.
Mögliche Anwendungen hängen von Tischhöhe, Abmessungen, Belastbarkeit, Unterfahrbarkeit und Herstellerfreigabe ab.
Ein Therapietisch ist nicht automatisch als Behandlungsliege, Transferhilfe oder Trainingsplattform geeignet.
Bei sitzenden Aufgaben sind Beinfreiheit, Reichweite und die Position des Gestells zu berücksichtigen.
Bei Aufstütz- oder Gewichtsverlagerungsaufgaben muss die zulässige Belastungsart des konkreten Modells beachtet werden.
Modellbezeichnungen wie Ergo S52 oder Ergo S72 erlauben ohne technische Daten keine belastbare Aussage zu Größe, Ausstattung oder Anwendungsumfang.
Tischgröße, Systemmaße und Raumplanung
Tisch- und Systemmaße bestimmen nicht nur die nutzbare Behandlungsfläche, sondern auch den erforderlichen Arbeitsraum.
Großflächige Gymnastiktische benötigen ausreichend Abstand zu Wänden, Schränken und weiterer Praxisausstattung.
Bei Schlingengeräten sind zusätzlich Ausleger, obere Aufhängungspunkte, Seillängen und Bewegungsradien zu berücksichtigen.
Therapietische mit Rollen benötigen geeignete Fahrwege und eine sichere Abstellposition.
Laufwege, Fluchtwege, Türen und Zugänge zu weiteren Geräten dürfen nicht eingeschränkt werden.
Vor der Beschaffung sollten Außenmaße, Arbeitsbereiche und Transfersituationen im vorgesehenen Raum konkret ausgemessen werden.
Arbeitshöhe und ergonomische Zugänglichkeit
Die geeignete Arbeitshöhe richtet sich nach Behandlungstechnik, Körpergröße, Patientengruppe und Arbeitsposition.
Eine niedrige Fläche kann Aufstieg und therapeutische Arbeit unterschiedlich beeinflussen als eine höhere Tischposition.
Bei breiten Gymnastiktischen kann die Mitte der Fläche schwerer erreichbar sein.
Bei Therapietischen für sitzende Aufgaben sind Unterfahrbarkeit, Gestellposition und Beinfreiheit entscheidend.
Bei Schlingentherapie müssen Verstellelemente, Schlingen und Befestigungspunkte von den erforderlichen Seiten erreichbar sein.
Der Begriff ergonomisch ersetzt keine konkrete Beurteilung von Höhe, Reichweite, Zugänglichkeit und Arbeitsablauf.
Stabilität und zulässige Belastung
Die zulässige Belastung ist für jeden Tisch und jedes Schlingensystem einzeln zu prüfen.
Eine gleichmäßig verteilte statische Last beansprucht eine Konstruktion anders als punktuelles Aufstützen, seitliche Kräfte oder dynamische Bewegungen.
Bei Schlingensystemen müssen Grundrahmen, Aufhängungspunkt, Schlinge, Seil, Karabiner und weitere Verbindungsteile jeweils ausreichend belastbar sein.
Die Gesamtbelastbarkeit eines Systems bedeutet nicht, dass jeder einzelne Punkt mit demselben Gewicht belastet werden darf.
Rollen, Feststeller, Standfüße, Schraubverbindungen und Montagepunkte sind regelmäßig zu kontrollieren.
Allgemeine Begriffe wie robust, stabil oder belastbar ersetzen keine konkrete technische Belastungsangabe.
Aktive, assistive und passive Anwendungen
Je nach Tisch- oder Systemart können aktive, assistive oder passive Therapieformen unterstützt werden.
Gymnastiktische können geeignete Ausgangsstellungen für fachlich ausgewählte Bewegungs- und Stützaufgaben bieten.
Schlingensysteme können das Eigengewicht eines Körperbereichs teilweise aufnehmen oder eine Bewegung führen.
Therapietische können sitzende oder funktionelle Aufgaben unterstützen, wenn Konstruktion und Belastbarkeit dafür ausgelegt sind.
Bewegungsumfang, Geschwindigkeit und Belastung müssen zur individuellen Situation und zur fachlichen Freigabe passen.
Die jeweilige Ausstattung macht eine Anwendung nicht automatisch sicher, schmerzfrei oder für jede Rehabilitationsphase geeignet.
Transfers, Aufstieg und Patientensicherheit
Transfers müssen zur Tischhöhe, Konstruktion und Mobilität der Patientin oder des Patienten passen.
Tischkanten, Polsterflächen oder Schlingengeräte dürfen nicht als Haltegriff oder Aufstehhilfe genutzt werden, wenn dies nicht ausdrücklich vorgesehen ist.
Rollen und Feststeller müssen vor Patientenanwendungen sicher positioniert und kontrolliert werden.
Bei Gymnastik- und Vojta-Tischen besteht ohne geeignete Sicherung ein Absturzrisiko, insbesondere bei Kindern oder Personen mit eingeschränkter Rumpfkontrolle.
Bei Schlingensystemen darf die Aufhängung erst belastet werden, wenn alle Verbindungen geschlossen und kontrolliert sind.
Tische und Schlingengeräte ersetzen keine erforderliche Transferhilfe, personelle Sicherung oder individuelle Sturzprävention.
Schlingen, Seile, Rollen und weiteres Zubehör
Zubehör muss eindeutig zum jeweiligen Tisch- oder Schlingensystem passen.
Schlingen unterscheiden sich hinsichtlich Form, Breite, Material, Polsterung und vorgesehener Körperregion.
Seile, Karabiner, Rollenblöcke und Versteller müssen hinsichtlich Belastbarkeit und Verbindung kompatibel sein.
Drehkranzgelenkrollen oder anderes Rollenzubehör für Therapietische sind nur zu verwenden, wenn sie für das konkrete Modell vorgesehen sind.
Nicht freigegebene Karabiner, improvisierte Verlängerungen, provisorische Knoten oder ungeeignete Rollen können die sichere Funktion beeinträchtigen.
Beschädigtes oder nicht eindeutig zuordenbares Zubehör sollte nicht weiterverwendet werden.
Einsatz in Physiotherapie, Rehabilitation und Ergotherapie
In der Physiotherapie können unterschiedliche Tischsysteme Lagerungs-, Bewegungs-, Mobilisations- und Übungssituationen unterstützen.
In der Rehabilitation sind Belastbarkeit, Operations- und Heilungsverlauf, Bewegungsfreigabe sowie selbstständige Positionskontrolle zu berücksichtigen.
In der Ergotherapie stehen häufig Arbeitshöhe, Unterfahrbarkeit, Reichweite und die Anordnung von Arbeitsmaterialien im Vordergrund.
Schlingensysteme können fachlich ausgewählte assistive oder teilentlastete Bewegungen ermöglichen.
Gymnastiktische können verschiedene geeignete Ausgangsstellungen und eine großflächige therapeutische Arbeit unterstützen.
Das jeweilige Produkt ersetzt keine Untersuchung, Therapieplanung oder qualifizierte Anwendungsentscheidung.
Kindertherapie und neurophysiologisch orientierte Behandlung
In der Kindertherapie sind spontane Bewegungen, schnelle Positionswechsel und ein erhöhtes Absturzrisiko zu berücksichtigen.
Kinder dürfen auf erhöhten Tischflächen nicht unbeaufsichtigt bleiben.
Bei neurophysiologisch orientierten Behandlungskonzepten sind definierte Ausgangsstellungen, therapeutische Kontaktbereiche und eine gute Erreichbarkeit relevant.
Ein entsprechend bezeichneter Tisch stellt lediglich die Arbeits- und Lagerungsfläche bereit.
Aus dem Produktnamen kann keine automatische Wirkung auf Bewegungsentwicklung, Haltung, Muskeltonus oder neurologische Funktionen abgeleitet werden.
Auswahl und Durchführung der Therapie gehören in die Verantwortung entsprechend qualifizierter Fachpersonen.
Reinigung, Desinfektion und Hygiene
Tische, Polster, Schlingen, Seile, Griffe, Rollen und weitere Kontaktflächen sind entsprechend Herstellerangaben und betrieblichem Hygieneplan aufzubereiten.
Hautkontakt, Schweiß, Haare, Speichel, Kosmetikprodukte und Behandlungsmittel können Oberflächen und Textilien verunreinigen.
Reinigungs- und Desinfektionsmittel müssen für Bezug, Polster, Metall, Kunststoff, Seile und weitere Materialien geeignet sein.
Flüssigkeit darf nicht unkontrolliert in offene Nähte, Polsterkerne, Lager, Rollen oder Befestigungen eindringen.
Textile Schlingen und Gurte sind nur entsprechend Pflegekennzeichnung zu reinigen und vollständig zu trocknen.
Einmalauflagen ersetzen keine Reinigung sichtbar verschmutzter oder kontaminierter Flächen.
Vor der erneuten Nutzung sollten alle Komponenten sauber, trocken und frei von sichtbaren Rückständen sein.
Kontrolle, Wartung und Verschleiß
Alle Tisch- und Schlingensysteme sollten regelmäßig einer Sicht- und Funktionskontrolle unterzogen werden.
Zu kontrollieren sind unter anderem Gestell, Standfüße, Verbindungen, Tischplatte, Polsterung, Bezug, Rollen, Feststeller und Befestigungspunkte.
Bei Schlingensystemen sind zusätzlich Seile, Schlingen, Karabiner, Rollenblöcke, Nähte und Versteller zu prüfen.
Risse, offene Nähte, ausgefranste Seile, lockere Verbindungen, Verformungen oder ein instabiler Stand können sicherheitsrelevant sein.
Beschädigte Teile dürfen nicht provisorisch geklebt, geknotet oder mit nicht freigegebenen Komponenten ersetzt werden.
Wartungs-, Prüf- und Austauschintervalle richten sich nach Herstellerangaben, Nutzungshäufigkeit und betrieblichen Vorgaben.
Wirtschaftliche und praxistaugliche Auswahl
Zur wirtschaftlichen Bewertung gehören Anschaffungspreis, Raumverbrauch, Montage, Zubehör, Reinigung, Wartung, Prüfungen und tatsächliche Nutzungshäufigkeit.
Ein großflächiger Gymnastiktisch ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die zusätzliche Behandlungsfläche regelmäßig benötigt wird.
Ein Schlingensystem ist wirtschaftlich, wenn die entsprechenden Anwendungen fachlich etabliert sind und das Zubehör regelmäßig eingesetzt wird.
Mobile oder rollbare Therapietische können die Raumnutzung erleichtern, verursachen jedoch zusätzlichen Wartungs- und Kontrollbedarf.
Einheitliche Materialien und kompatible Zubehörsysteme können Aufbereitung, Unterweisung und Ersatzbeschaffung vereinfachen.
Beschädigte oder nicht mehr sicher aufbereitbare Produkte sollten unabhängig von ihrem Anschaffungspreis instand gesetzt oder ersetzt werden.
Hinweis: Therapie-, Gymnastik- und Schlingentische unterstützen produktspezifisch vorgesehene Arbeits-, Lagerungs-, Bewegungs- und Aufhängungssituationen. Sie ersetzen keine qualifizierte Therapieplanung, keine Belastungskontrolle und keine erforderliche personelle Sicherung.
Produktvergleich: Tische für Therapie und Praxis
Die Übersicht ordnet zentrale Tisch- und Schlingensysteme nach Funktion, typischem Einsatz und Auswahlkriterien ein.
| Produkt oder Produkttyp | Typischer Einsatz | Zentrale Eigenschaften | Vor der Auswahl prüfen |
|---|---|---|---|
| Gymnastiktische | Lagerung, funktionelle Übungsbehandlung und geeignete aktive, assistive oder passive Anwendungen | Großflächige und gepolsterte Arbeits- beziehungsweise Behandlungsfläche | Tischmaße, Höhe, Belastbarkeit, Polsterung, Zugänglichkeit, Absturzrisiko, Reinigung und Raumfläche |
| SCHUPP Tedavi Vojta | Produktspezifisch vorgesehene Vojta- und neurophysiologisch orientierte Anwendungen | Modellbezogene Tischkonstruktion und gepolsterte Arbeitsfläche | Technische Daten, Patientengruppe, Abmessungen, Arbeitshöhe, Belastbarkeit, Polsterung, Reinigung und vorgesehener Verwendungszweck |
| Schlingentische | Aufhängung, Teilentlastung, Lagerung und Bewegungsführung einzelner Körperbereiche | Fest definierter Therapiebereich mit mehreren Aufhängungs- und Befestigungspunkten | Belastbarkeit, Raumhöhe, Befestigung, Schlingen, Seile, Zubehör, Montage, Arbeitsraum und Wartung |
| Standschlingengerät | Freistehende Schlingen- und Aufhängungsanwendungen entsprechend der Systemfreigabe | Eigenständige Rahmenkonstruktion mit produktspezifischen Aufhängungspunkten | Stellfläche, Kippsicherheit, Boden, Belastungsrichtung, Eigengewicht, Montage, Zubehör und Arbeitsbereich |
| Vertikalgitter für Schlingengerät | Ergänzende Befestigungs-, Positionierungs- und Übungsmöglichkeiten | Vertikale Gitterstruktur mit mehreren produktspezifischen Ansatzpunkten | Systemkompatibilität, Befestigung, freigegebene Punkte, Zugrichtung, Belastbarkeit, Zubehör und Wartung |
| Therapietische | Arbeits-, Behandlungs- und funktionelle Aufgaben entsprechend dem jeweiligen Modell | Tischplatte und Gestell in produktspezifischer Ausführung | Verwendungszweck, Abmessungen, Arbeitshöhe, Belastbarkeit, Unterfahrbarkeit, Stabilität, Reinigung und Raumplanung |
| Therapietisch Ergo S52 | Produktspezifisch vorgesehene Therapie- und Arbeitsanwendungen | Modellbezogene Abmessungen, Konstruktion und Ausstattung | Technische Daten, Tischgröße, Höhe, Belastbarkeit, Unterfahrbarkeit, Rollenkompatibilität und vorgesehene Nutzung |
| Therapietisch Ergo S72 | Produktspezifisch vorgesehene Therapie- und Arbeitsanwendungen | Modellbezogene Abmessungen, Konstruktion und Ausstattung | Technische Daten, Tischgröße, Höhe, Belastbarkeit, Unterfahrbarkeit, Rollenkompatibilität und vorgesehene Nutzung |
| Drehkranzgelenkrollen | Produktspezifische mobile Positionierung kompatibler Therapietische | Drehbare Rollen mit modellabhängiger Befestigung und Feststellung | Modellkompatibilität, Tragfähigkeit, Feststeller, Montage, Boden, zusätzliche Höhe und Wartung |
Hinweis: Bezeichnungen wie Therapietisch, Gymnastiktisch, Vojta-Tisch, Schlingentisch, stabil, belastbar, ergonomisch oder vielseitig erlauben keine abschließende Aussage über Maße, Belastbarkeit, Befestigung oder zugelassene Anwendungen. Verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Produktseite und des Herstellers.
Häufig gestellte Fragen zu Tischen für Therapie und Praxis
Welche Tische eignen sich für Physiotherapiepraxen?
Das richtet sich nach Behandlungsschwerpunkt, Patientengruppe und Raumkonzept. Möglich sind unter anderem Gymnastiktische, Schlingentische und produktspezifische Therapietische.
Was ist der Unterschied zwischen Gymnastiktisch und Therapietisch?
Gymnastiktische besitzen häufig eine großflächige gepolsterte Arbeitsfläche. Therapietische können je nach Modell stärker auf sitzende, funktionelle oder ergotherapeutische Aufgaben ausgerichtet sein.
Was unterscheidet einen Gymnastiktisch von einer Behandlungsliege?
Gymnastiktische bieten häufig mehr Fläche. Behandlungsliegen sind je nach Modell stärker auf klassische liegende Behandlungen und Verstellfunktionen ausgelegt.
Wofür wird ein Vojta-Tisch eingesetzt?
Er stellt eine geeignete Arbeits- und Lagerungsfläche für fachlich durchgeführte Vojta- und weitere neurophysiologisch orientierte Anwendungen bereit.
Eignet sich jeder Gymnastiktisch für Vojta-Therapie?
Nein. Maße, Höhe, Polsterung, Zugänglichkeit und vorgesehener Verwendungszweck müssen zur Anwendung passen.
Wann ist ein Schlingentisch sinnvoll?
Wenn fachlich ausgewählte Aufhängungs-, Teilentlastungs-, Lagerungs- oder Bewegungsführungsanwendungen regelmäßig durchgeführt werden.
Bedeutet Schlingentherapie eine vollständige Entlastung?
Nicht automatisch. Der Entlastungsgrad hängt von Aufhängungspunkt, Seilrichtung, Schlingenposition und Körpergewicht ab.
Reduziert ein Schlingentisch automatisch Schmerzen?
Nein. Die individuelle Reaktion hängt von Ursache, Position, Belastung, Bewegungsumfang und therapeutischer Auswahl ab.
Was ist ein Standschlingengerät?
Es ist ein freistehendes System mit produktspezifischen Aufhängungs- und Befestigungsmöglichkeiten.
Ist ein Standschlingengerät automatisch mobil?
Nein. Ob das Gerät bewegt werden darf und welche Montage oder Sicherung erforderlich ist, richtet sich nach den Herstellerangaben.
Wofür wird ein Vertikalgitter verwendet?
Es kann je nach System zusätzliche Befestigungs-, Positionierungs- oder Übungsmöglichkeiten bieten.
Darf jeder Punkt eines Vertikalgitters belastet werden?
Nein. Zubehör darf nur an den ausdrücklich vorgesehenen und freigegebenen Punkten befestigt werden.
Kann jeder Therapietisch als Behandlungsliege genutzt werden?
Nein. Liegen und Behandlungen auf der Tischfläche sind nur zulässig, wenn das konkrete Modell dafür vorgesehen ist.
Darf auf einem Gymnastik- oder Therapietisch gestanden werden?
Nur wenn das konkrete Modell ausdrücklich für diese Belastungsart und Anwendung freigegeben ist.
Wie wird die passende Tischgröße ausgewählt?
Entscheidend sind Patientengruppe, Ausgangsstellungen, benötigte Arbeitsfläche, Erreichbarkeit und verfügbarer Raum.
Welche Arbeitshöhe ist geeignet?
Das hängt von Therapieform, Körpergröße, Patientengruppe, Reichweite und bevorzugter Arbeitsposition ab.
Wie hoch darf ein Therapietisch belastet werden?
Ausschließlich bis zur vom Hersteller angegebenen Belastungsgrenze und unter den dort beschriebenen Bedingungen.
Sind punktuelle und gleichmäßige Belastungen identisch?
Nein. Eine konzentrierte oder dynamische Belastung kann Tisch und System anders beanspruchen als eine gleichmäßig verteilte Last.
Können Therapietische mit Rollen ausgestattet werden?
Das ist modellabhängig. Rollen und Befestigungen müssen für den konkreten Tisch vorgesehen sein.
Dürfen rollbare Tische mit einer Person darauf bewegt werden?
Nur wenn der Hersteller dies ausdrücklich zulässt. Andernfalls ist der Tisch ohne Patientin oder Patienten umzustellen.
Können Schlingentische mit beliebigem Zubehör erweitert werden?
Nein. Schlingen, Seile, Karabiner und weitere Komponenten müssen für das jeweilige System und die Belastung geeignet sein.
Können Tische in der Kindertherapie eingesetzt werden?
Ja, sofern Produktart, Tischhöhe, Fläche, Belastbarkeit und personelle Sicherung zur Anwendung passen.
Dürfen Kinder auf einem Gymnastiktisch unbeaufsichtigt bleiben?
Nein. Kinder und andere absturzgefährdete Personen müssen entsprechend der Situation beaufsichtigt und gesichert werden.
Eignen sich Tische für Reha-Einrichtungen?
Ja, wenn Verwendungszweck, Patientengruppe, Belastbarkeit, Raumplanung und Therapiekonzept zueinander passen.
Was ist der Unterschied zwischen Ergo S52 und Ergo S72?
Die Unterschiede müssen anhand der jeweiligen technischen Produktdaten verglichen werden. Aus der Modellbezeichnung allein lassen sie sich nicht verlässlich ableiten.
Wie werden Therapie- und Gymnastiktische gereinigt?
Die Aufbereitung richtet sich nach Oberfläche, Bezug, Gestell, Herstellerangaben und betrieblichem Hygieneplan.
Wie werden Schlingen und Seile gereinigt?
Die Aufbereitung richtet sich nach Material, Pflegekennzeichnung, Herstellerangaben und betrieblichem Hygieneplan.
Kann jedes Desinfektionsmittel verwendet werden?
Nein. Das Mittel muss mit Polster, Bezug, Tischplatte, Gestell, Seilen, Schlingen und weiteren Materialien verträglich sein.
Was sollte regelmäßig kontrolliert werden?
Gestell, Stand, Verbindungen, Tischfläche, Polsterung, Rollen, Feststeller, Befestigungen sowie alle tragenden Schlingen- und Seilkomponenten sollten kontrolliert werden.
Wann darf ein Tisch oder Schlingensystem nicht weiterverwendet werden?
Bei instabilem Stand, lockeren Verbindungen, Rissen, ausgefransten Seilen, offenen Nähten oder anderen sicherheitsrelevanten Mängeln sollte die Nutzung beendet werden.
Wie wird die passende Tischlösung ausgewählt?
Entscheidend sind Therapiekonzept, Patientengruppe, Produktart, Abmessungen, Arbeitshöhe, Belastbarkeit, Stabilität, Befestigung, Zubehör, Reinigung, Transfersituation und Raumplanung.