THERAPIELIEGEN/HOCKER

Therapieliegen, Praxishocker, Tische und Lagerungsmaterial bilden die Grundlage für ergonomisch ausgestattete Behandlungsräume in Physiotherapie, Massage, Rehabilitation und Praxisalltag. Das Sortiment umfasst funktionale Ausstattung für Behandlung, Untersuchung, Lagerung und Organisation – von stabilen Therapieliegen und beweglichen Praxishockern über praktische Ablageflächen bis zu komfortablen Lagerungshilfen.

Therapieliegen, Praxishocker, Tische und Lagerungsmaterial

Therapieliegen, Praxishocker, Tische und Lagerungsmaterial bilden zentrale Bestandteile professioneller Behandlungs-, Untersuchungs- und Therapieräume. Sie unterstützen unterschiedliche Arbeitsabläufe in Physiotherapie, Rehabilitation, Massage, Klinik, Praxis und weiteren medizinischen beziehungsweise therapeutischen Bereichen.

Therapieliegen stellen eine definierte Behandlungs- und Lagerungsfläche bereit. Praxishocker ermöglichen unterschiedliche Sitz- und Arbeitspositionen. Tische schaffen Ablage- und Organisationsflächen. Lagerungshilfen können Körperbereiche in bestimmten Ausgangsstellungen unterstützen.

Die geeignete Ausstattung richtet sich unter anderem nach Behandlungsart, Nutzergruppe, räumlichen Bedingungen, Verstellmöglichkeiten, zulässiger Belastung, Material, Reinigung, Bedienung und organisatorischem Ablauf.

Verbindlich für Belastbarkeit, Verstellung, Zubehör, Reinigung, Desinfektionsmittelverträglichkeit und bestimmungsgemäße Verwendung sind die Angaben der jeweiligen Produktseite und des Herstellers.

Inhalt

  • So treffen Sie die richtige Wahl
  • Behandlungsraum als Gesamtsystem planen
  • Therapieliegen nach Einsatzbereich auswählen
  • Elektrische Höhenverstellung
  • Hydraulische Höhenverstellung
  • Feste Liegen und mobile Ausführungen
  • Liegebreite, Höhe und Patientenzugang
  • Segmentierung und Verstellmöglichkeiten
  • Polsterung und Liegekomfort
  • Nasenschlitz, Kopfteil und Armablagen
  • Rollenhubsystem und sichere Standposition
  • Zulässige Belastung und Gewichtsverteilung
  • Praxishocker für unterschiedliche Arbeitspositionen
  • Rundhocker, Sattelhocker und weitere Sitzformen
  • Sitzhöhe und Verstellbereich
  • Rollen, Gleiter und Bodenbeschaffenheit
  • Tische für Ablage und Organisation
  • Mobile Gerätetische und Beistelltische
  • Lagerungsrollen und Halbrollen
  • Keile, Würfel und weitere Positionierungshilfen
  • Kopf-, Nacken- und Knielagerung
  • Patientenpositionierung und Druckstellenkontrolle
  • Raumplanung und Bewegungsflächen
  • Kabel, Fußschalter und Bedienelemente
  • Reinigung von Polstern und Bezügen
  • Desinfektionsmittel und Materialverträglichkeit
  • Reinigung von Gestellen, Rollen und Tischflächen
  • Regelmäßige Sicht- und Funktionskontrolle
  • Beschädigungen und Außerbetriebnahme
  • Produktvergleich
  • FAQ

So treffen Sie die richtige Wahl

Die Auswahl sollte mit den vorgesehenen Behandlungen, der Nutzergruppe und den räumlichen Bedingungen beginnen.

Für Therapieliegen sind unter anderem Höhenverstellung, Liegebreite, Segmentierung, zulässige Belastung, Polsterung und Bedienung relevant.

Bei Praxishockern sollten Sitzform, Sitzhöhe, Verstellbereich, Rollen beziehungsweise Gleiter und Bodenbeschaffenheit berücksichtigt werden.

Tische müssen hinsichtlich Größe, Tragfähigkeit, Mobilität, Oberflächenmaterial und Erreichbarkeit zum Behandlungsablauf passen.

Lagerungsmaterial sollte nach Körperregion, Ausgangsstellung, gewünschter Höhe, Festigkeit, Bezugsart und Reinigungsanforderung ausgewählt werden.

Wichtige Auswahlkriterien: Einsatzbereich, Abmessungen, Höhenverstellung, Segmentierung, zulässige Belastung, Bedienung, Rollen, Sitzform, Polsterung, Lagerungszweck, Material, Reinigung, Platzbedarf, Stromanschluss, Zubehör und Herstellerangaben.

Behandlungsraum als Gesamtsystem planen

Therapieliege, Praxishocker, Tisch und Lagerungsmaterial sollten nicht unabhängig voneinander geplant werden.

Rund um die Liege muss ausreichend Raum für Patientenzugang, Behandlung, Höhenverstellung und Positionswechsel vorhanden sein.

Hocker und mobile Tische dürfen keine Laufwege, Bedienelemente oder Bewegungsflächen blockieren.

Häufig benötigte Lagerungshilfen sollten griffbereit, aber außerhalb möglicher Stolperbereiche gelagert werden.

Eine kompakte Raumgestaltung ist nur sinnvoll, wenn Bedienung, Reinigung und sichere Bewegung weiterhin möglich bleiben.

Therapieliegen nach Einsatzbereich auswählen

Therapieliegen können für Untersuchung, Physiotherapie, Massage, manuelle Anwendungen und weitere Behandlungsformen vorgesehen sein.

Für häufig wechselnde Behandlungspositionen können mehrere verstellbare Segmente sinnvoll sein.

Bei Behandlungen mit hohem manuellen Krafteinsatz sind Stabilität und eine zur Arbeitsweise passende Liegenhöhe besonders relevant.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität kann eine niedrige Einstiegshöhe den Transfer erleichtern.

Eine Liege, die für eine bestimmte Behandlungsform geeignet ist, muss nicht automatisch alle Anforderungen anderer Fachbereiche erfüllen.

Elektrische Höhenverstellung

Elektrisch höhenverstellbare Therapieliegen werden über einen Motor und ein vorgesehenes Bedienelement verstellt.

Je nach Modell erfolgt die Bedienung über Handtaster, Fußschalter, Rundumschaltung oder weitere Systeme.

Vor jeder Höhenverstellung muss geprüft werden, ob sich Personen, Gegenstände, Kabel oder Möbel im Bewegungsbereich befinden.

Bedienelemente dürfen nicht unbeabsichtigt betätigt oder unter der Liege eingeklemmt werden.

Eine elektrische Verstellung garantiert keine ergonomisch geeignete Arbeitshöhe. Diese muss passend zur jeweiligen Tätigkeit eingestellt werden.

Hydraulische Höhenverstellung

Hydraulische Therapieliegen werden je nach Ausführung über ein Fußpedal oder einen anderen mechanisch-hydraulischen Mechanismus verstellt.

Sie benötigen für die Höhenverstellung in der Regel keinen Stromanschluss.

Der vollständige Bedienweg des Pedals muss erreichbar und frei von Hindernissen bleiben.

Auffällige Geräusche, Flüssigkeitsaustritt oder nachlassende Hubfunktion erfordern eine technische Kontrolle.

Elektrische und hydraulische Systeme sollten nicht allein nach der Verstellart, sondern nach Bedienung, Wartung und geplanter Nutzung verglichen werden.

Feste Liegen und mobile Ausführungen

Feststehende Liegen bieten eine konstante Arbeitshöhe und benötigen keine Höhenverstellmechanik.

Sie sind nur dann geeignet, wenn die feste Höhe zum Einsatzbereich und zu den behandelnden Personen passt.

Mobile oder transportable Liegen können für Hausbesuche, wechselnde Räume oder Veranstaltungen vorgesehen sein.

Bei mobilen Ausführungen sind Aufbau, Verriegelung, Standfestigkeit, Transportgewicht und zulässige Belastung zu prüfen.

Mobilität bedeutet nicht automatisch, dass eine Liege während einer Behandlung bewegt werden darf.

Liegebreite, Höhe und Patientenzugang

Die Liegebreite beeinflusst die verfügbare Lagerungsfläche und die Erreichbarkeit der behandelten Person.

Eine breitere Liege kann mehr seitliche Fläche bieten, vergrößert jedoch den Abstand zwischen Fachpersonal und Körpermitte.

Eine schmalere Liege kann den Zugang erleichtern, muss aber ausreichend Fläche für die vorgesehene Lagerung bieten.

Einstiegshöhe, seitlicher Zugang und verfügbare Haltemöglichkeiten sollten zur Mobilität der Patientinnen und Patienten passen.

Personen mit Transferbedarf dürfen nicht allein aufgrund einer niedrigen Liegenposition als selbstständig transferfähig eingeschätzt werden.

Segmentierung und Verstellmöglichkeiten

Mehrteilige Therapieliegen besitzen verstellbare Kopf-, Rücken-, Bein- oder weitere Segmente.

Die Verstellung kann mechanisch, pneumatisch oder über andere produktspezifische Systeme erfolgen.

Vor einer Verstellung müssen Körperteile, Kleidung, Gurte und Lagerungsmaterial aus möglichen Klemmstellen entfernt werden.

Ein Segment darf nur innerhalb des vorgesehenen Verstellbereichs bewegt und belastet werden.

Zusätzliche Segmente erhöhen die Positionierungsoptionen, erfordern aber auch eine eindeutige und sichere Bedienung.

Polsterung und Liegekomfort

Polsterstärke, Festigkeit und Bezugsoberfläche beeinflussen das Auflagegefühl.

Eine weichere Polsterung ist nicht automatisch für jede Behandlung oder längere Lagerung geeigneter.

Sehr nachgiebige Polster können die Stabilität bestimmter Ausgangsstellungen verändern.

Druckempfindliche Körperbereiche benötigen gegebenenfalls zusätzliche, gezielt eingesetzte Lagerungshilfen.

Begriffe wie komfortabel, formstabil oder druckentlastend erlauben ohne konkrete Produktgrundlage keine allgemeine Aussage für jede Person.

Nasenschlitz, Kopfteil und Armablagen

Ein Nasenschlitz beziehungsweise Gesichtsausschnitt kann bei Bauchlage eingesetzt werden, sofern Kopf und Hals kontrolliert gelagert sind.

Nasenschlitzkissen oder Abdeckungen müssen zur Liege und zum vorgesehenen Einsatz passen.

Verstellbare Kopfteile ermöglichen unterschiedliche Winkel, dürfen aber nicht unbeabsichtigt absinken.

Armablagen müssen sicher befestigt sein und dürfen nicht über ihre vorgesehene Belastung hinaus genutzt werden.

Gesichtsausschnitt und Kopfteil garantieren keine beschwerdefreie Bauchlage und ersetzen keine Kontrolle der Lagerungsposition.

Rollenhubsystem und sichere Standposition

Ein Rollenhubsystem kann das Verschieben einer Therapieliege im unbelasteten beziehungsweise dafür vorgesehenen Zustand erleichtern.

Vor der Behandlung muss die Liege vollständig in die vorgesehene Standposition abgesenkt und gegen unbeabsichtigtes Rollen gesichert sein.

Die Liege darf nur entsprechend der Herstellerangaben mit oder ohne Person bewegt werden.

Rollen und Hubmechanik müssen frei von Haaren, Fäden und anderen Blockierungen gehalten werden.

Ein vorhandenes Rollensystem bedeutet nicht, dass die Liege als Transportliege verwendet werden darf.

Zulässige Belastung und Gewichtsverteilung

Die angegebene Belastbarkeit darf nicht überschritten werden.

Neben dem Körpergewicht können manuelle Behandlungskräfte, Lagerungsmaterial und weitere Belastungen relevant sein.

Punktuelle Belastungen auf Kopf-, Arm- oder Beinsegmenten können anderen Grenzen unterliegen als eine gleichmäßig verteilte Belastung der gesamten Liege.

Patientinnen und Patienten dürfen nicht auf nicht dafür vorgesehenen Randbereichen oder Anbauteilen sitzen beziehungsweise stehen.

Eine hohe maximale Belastbarkeit ist keine allgemeine Aussage über dynamische, einseitige oder punktuelle Belastungen.

Praxishocker für unterschiedliche Arbeitspositionen

Praxishocker können bei sitzenden und wechselnden Tätigkeiten am Behandlungsplatz eingesetzt werden.

Sitzhöhe und Position sollten so gewählt werden, dass Füße beziehungsweise vorgesehene Stützpunkte sicher belastet werden können.

Der Hocker muss vor dem Hinsetzen stabil stehen. Seitliches Aufsteigen oder Sitzen auf dem Rand kann die Kippsicherheit beeinträchtigen.

Rollbewegungen sollten kontrolliert und nur auf einem geeigneten Boden erfolgen.

Ein Praxishocker garantiert keine ergonomische oder beschwerdefreie Arbeitshaltung.

Rundhocker, Sattelhocker und weitere Sitzformen

Rundhocker bieten eine gleichmäßig geformte Sitzfläche und können für unterschiedliche Arbeitsrichtungen genutzt werden.

Sattelhocker besitzen eine anders geformte Sitzfläche und verändern Sitzwinkel sowie Position von Beinen und Becken.

Die Eignung einer Sitzform hängt von Körpergröße, Arbeitsaufgabe, Sitzdauer und individuellem Empfinden ab.

Eine neue Sitzform sollte zunächst über begrenzte Zeit erprobt und passend eingestellt werden.

Aussagen wie aufrechte Sitzhaltung oder Rückenentlastung sind nicht für jede Person und jede Arbeitssituation allgemein übertragbar.

Sitzhöhe und Verstellbereich

Der Verstellbereich sollte zu Körpergröße, Liegenhöhe und vorgesehenen Tätigkeiten passen.

Eine zu hohe Einstellung kann den sicheren Bodenkontakt beeinträchtigen.

Eine zu niedrige Position kann Knie-, Hüft- und Oberkörperwinkel verändern.

Die Höhenverstellung sollte nur entsprechend der Bedienungsanleitung und möglichst ohne einseitige Belastung erfolgen.

Die optimale Sitzhöhe hängt von der konkreten Tätigkeit und nicht allein von der Körpergröße ab.

Rollen, Gleiter und Bodenbeschaffenheit

Rollen müssen zum Bodenbelag und zum vorgesehenen Einsatz passen.

Weiche und harte Rollen können sich auf verschiedenen Böden unterschiedlich verhalten.

Staub, Haare und Fäden können Rollen blockieren oder die Laufeigenschaften verändern.

Hocker mit Gleitern dürfen nur auf Böden verwendet werden, auf denen eine ausreichende Standfestigkeit besteht.

Leichtgängige Rollen sind kein Ersatz für eine kontrollierte Sitz- und Bewegungsweise.

Tische für Ablage und Organisation

Praxistische und Beistelltische können Verbrauchsmaterial, Dokumentation, Instrumente oder Therapiezubehör aufnehmen.

Die Tischgröße sollte zum tatsächlichen Materialbedarf und zum verfügbaren Raum passen.

Häufig benötigte Gegenstände sollten erreichbar sein, ohne dass sich das Fachpersonal weit über die Liege oder andere Hindernisse beugen muss.

Die zulässige Belastung von Tischplatte, Schubladen und Ablageflächen darf nicht überschritten werden.

Tische dürfen nicht als Sitz-, Steh- oder Transferhilfe verwendet werden, sofern dies nicht ausdrücklich vorgesehen ist.

Mobile Gerätetische und Beistelltische

Mobile Tische können zwischen unterschiedlichen Arbeitspositionen oder Räumen bewegt werden.

Rollen müssen zum Bodenbelag passen und gegebenenfalls feststellbar sein.

Kabel, Schläuche und angeschlossene Geräte dürfen beim Verschieben nicht gezogen oder eingeklemmt werden.

Schwere Gegenstände sollten entsprechend der Konstruktion verteilt und nicht einseitig auf den Rand gestellt werden.

Ein Gerätetisch darf nur für Produkte und Lasten verwendet werden, für die er vorgesehen ist.

Lagerungsrollen und Halbrollen

Lagerungsrollen können unter Knie, Unterschenkel, Nacken oder weitere Körperbereiche positioniert werden.

Halbrollen besitzen eine flachere Auflagefläche und können dadurch in bestimmten Positionen weniger leicht wegrollen.

Durchmesser, Länge und Festigkeit bestimmen, wie stark ein Körperbereich angehoben oder unterstützt wird.

Rollen dürfen keine unkontrollierbare Überstreckung, Verdrehung oder Druckbelastung erzeugen.

Eine Lagerungsrolle garantiert keine Entlastung oder Beschwerdereduktion.

Keile, Würfel und weitere Positionierungshilfen

Lagerungskeile ermöglichen eine schräge Auflage oder Anhebung bestimmter Körperbereiche.

Lagerungswürfel stellen eine definierte Höhe und größere Auflagefläche bereit.

Die ausgewählte Höhe muss zur Körpergröße, Gelenkstellung und Behandlungsposition passen.

Mehrere Lagerungselemente dürfen nicht instabil gestapelt oder so kombiniert werden, dass sie leicht verrutschen.

Eine höhere Lagerung ist nicht automatisch komfortabler oder therapeutisch geeigneter.

Kopf-, Nacken- und Knielagerung

Kopf- und Nackenkissen sollten die vorgesehene Position unterstützen, ohne Atmung oder Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Bei Bauchlage muss der Gesichtsbereich frei bleiben und die Halsposition kontrolliert werden.

Knierollen können in Rückenlage unter den Kniegelenken beziehungsweise Unterschenkeln positioniert werden.

Druckstellen, Taubheit oder zunehmendes Unbehagen erfordern eine Änderung der Lagerung.

Lagerungskissen ersetzen keine regelmäßige Kontrolle der Position und des Befindens.

Patientenpositionierung und Druckstellenkontrolle

Die gewählte Lagerung sollte stabil, nachvollziehbar und jederzeit veränderbar sein.

Körperbereiche dürfen nicht unkontrolliert über Liegenkante, Rollen oder Keile hinausragen.

Bei längeren Lagerungszeiten sollten Kontaktstellen und Befinden regelmäßig kontrolliert werden.

Besonders bei eingeschränkter Wahrnehmung oder Kommunikation ist eine erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich.

Bequemes subjektives Empfinden zu Beginn schließt spätere Druckstellen oder Beschwerden nicht aus.

Raumplanung und Bewegungsflächen

Rund um die Therapieliege muss ausreichend Platz für Zugang, Behandlung, Reinigung und technische Kontrolle vorhanden sein.

Türen, Fenster, Heizkörper, Schränke und weitere Geräte dürfen die Höhen- oder Segmentverstellung nicht behindern.

Hocker und mobile Tische benötigen definierte Stellplätze, wenn sie nicht verwendet werden.

Lagerungsmaterial darf nicht ungesichert auf der Liege oder in Laufwegen aufbewahrt werden.

Die Ausstattung darf Fluchtwege und notwendige Bewegungsflächen nicht einschränken.

Kabel, Fußschalter und Bedienelemente

Netzkabel und Bedienelemente müssen so geführt werden, dass sie keine Stolper- oder Quetschstellen bilden.

Kabel dürfen nicht unter Rollen, Liegenfüßen oder mobilen Tischen liegen.

Fußschalter sollten erreichbar sein, ohne dass sie unbeabsichtigt während eines Transfers betätigt werden.

Beschädigte Kabel, Stecker oder Bedienelemente dürfen nicht provisorisch repariert oder weiterverwendet werden.

Elektrische Komponenten müssen entsprechend den Herstellerangaben und betrieblichen Vorgaben kontrolliert werden.

Reinigung von Polstern und Bezügen

Polster und Bezüge sollten entsprechend Material und Herstellerangaben gereinigt werden.

Verschmutzungen sollten möglichst zeitnah entfernt werden, ohne die Oberfläche durch starkes Scheuern oder ungeeignete Mittel zu beschädigen.

Flüssigkeit darf nicht dauerhaft in Nähte, Öffnungen, Scharniere oder beschädigte Bezugstellen eindringen.

Nach der Reinigung müssen alle Auflage- und Kontaktflächen vollständig trocknen.

Pflegeleicht oder hygienisch bedeutet nicht, dass jede Reinigungsmethode geeignet ist.

Desinfektionsmittel und Materialverträglichkeit

Desinfektionsmittel dürfen nur verwendet werden, wenn sie für den jeweiligen Bezug beziehungsweise die Oberfläche geeignet sind.

Alkohol, Lösungsmittel, Öle oder andere Inhaltsstoffe können Kunstleder, Kunststoff, Lackierung, Klebstoffe und Dichtungen verändern.

Konzentration, Einwirkzeit und Nachbehandlung richten sich nach Mittel und Herstellerangaben.

Bei regelmäßig notwendiger Desinfektion sollte die Materialverträglichkeit bereits vor der Produktauswahl berücksichtigt werden.

Desinfektionsmittelbeständig oder desinfizierbar erlaubt keine uneingeschränkte Verwendung beliebiger Mittel.

Reinigung von Gestellen, Rollen und Tischflächen

Gestelle und Tischflächen sollten mit materialverträglichen Verfahren gereinigt werden.

Rollen benötigen eine regelmäßige Entfernung von Haaren, Fäden, Staub und weiteren Blockierungen.

Flüssigkeit darf nicht unkontrolliert in Motoren, Hubmechanik, Lager, Rollen oder elektrische Bauteile gelangen.

Tischflächen müssen vor dem erneuten Auflegen von Material trocken und frei von Rückständen sein.

Korrosive oder abrasive Mittel können Metall-, Kunststoff- und Beschichtungsoberflächen beeinträchtigen.

Regelmäßige Sicht- und Funktionskontrolle

Therapieliegen sollten regelmäßig auf festen Stand, Verstellung, Bedienelemente, Kabel, Polster und Bezug kontrolliert werden.

Praxishocker benötigen eine Kontrolle von Sitzbefestigung, Höhenverstellung, Fußkreuz, Rollen beziehungsweise Gleitern.

Bei Tischen sind Gestell, Tischplatte, Rollen, Bremsen und Ablageflächen zu prüfen.

Lagerungsmaterial ist auf offene Nähte, beschädigte Bezüge, Verformungen und veränderte Festigkeit zu kontrollieren.

Prüffristen und Prüfumfang richten sich nach Produkt, Nutzungshäufigkeit, Herstellerangaben und betrieblichen Vorgaben.

Beschädigungen und Außerbetriebnahme

Bei instabiler Liege, fehlerhafter Höhenverstellung, beschädigtem Kabel oder auffälligen Geräuschen ist die Nutzung zu unterbrechen.

Eingerissene Bezüge, offene Polsterbereiche und scharfe Kanten können eine sichere beziehungsweise hygienische Nutzung beeinträchtigen.

Hocker mit lockerem Sitz, defekter Gasfeder, beschädigtem Fußkreuz oder blockierten Rollen dürfen nicht weiterverwendet werden.

Provisorische Reparaturen mit Klebeband, ungeeigneten Schrauben oder nicht freigegebenen Bauteilen sind ungeeignet.

Beschädigte Produkte müssen eindeutig gekennzeichnet und bis zur fachgerechten Reparatur beziehungsweise zum Austausch außer Betrieb genommen werden.

Produktvergleich: Therapieliegen, Praxishocker, Tische und Lagerungsmaterial

Die Übersicht ordnet die zentralen Produktgruppen nach typischem Einsatz und wichtigen Auswahlkriterien ein.

Kategorie Typischer Einsatz Mögliche Ausführungen Geeignete Bereiche Vor der Auswahl prüfen
Therapieliegen Behandlung, Untersuchung, Massage, Physiotherapie und Rehabilitation Elektrisch, hydraulisch oder feststehend, ein- oder mehrteilig, mit unterschiedlichen Polster- und Bedienvarianten Physiotherapiepraxen, Reha-Einrichtungen, Kliniken, Massage- und Behandlungsbereiche Höhenbereich, Liegebreite, Segmentierung, Belastbarkeit, Bedienung, Rollenhub, Polster, Bezug, Reinigung und Stromanschluss
Praxishocker Sitzende und wechselnde Arbeitspositionen am Behandlungsplatz Rundhocker, Sattelhocker und weitere Sitzformen mit Rollen oder Gleitern Therapie, Massage, Untersuchung, Praxisorganisation und weitere Behandlungsbereiche Sitzform, Sitzhöhe, Verstellbereich, Belastbarkeit, Rollen, Boden, Bezug, Standfestigkeit und Reinigung
Tische Ablage, Materialbereitstellung, Dokumentation und Geräteorganisation Beistelltische, Ablagetische, Gerätetische und mobile Ausführungen Behandlungsräume, Funktionsräume, Praxen, Therapie- und Untersuchungsbereiche Abmessungen, Tragfähigkeit, Rollen, Bremsen, Ablageflächen, Material, Gerätekompatibilität, Kabel und Reinigung
Lagerungsmaterial Unterstützung, Positionierung und Stabilisierung ausgewählter Körperbereiche Rollen, Halbrollen, Keile, Würfel, Kopf- und Nackenkissen sowie weitere Positionierungshilfen Physiotherapie, Rehabilitation, Massage, Pflege und Untersuchung Form, Größe, Höhe, Festigkeit, Bezug, Lagerungsziel, Druckstellenrisiko, Reinigung und Materialzustand

Hinweis: Begriffe wie ergonomisch, komfortabel, robust, hygienisch, belastbar, formstabil, rückenschonend oder für den professionellen Dauereinsatz geeignet erlauben keine abschließende Aussage über individuelle Eignung, Nutzungsdauer oder Materialverträglichkeit. Verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Produktseite und des Herstellers.

Häufig gestellte Fragen zu Therapieliegen, Praxishockern und Lagerungsmaterial

Welche Produkte gehören zu dieser Kategorie?

Therapieliegen, Praxishocker, Praxis- und Gerätetische sowie Lagerungsrollen, Keile, Kissen und weitere Positionierungshilfen.

Für welche Einrichtungen eignet sich die Ausstattung?

Für Physiotherapiepraxen, Reha-Einrichtungen, Kliniken, Massagebereiche, Arztpraxen und weitere professionelle Behandlungsräume.

Worauf sollte man bei einer Therapieliege achten?

Auf Höhenbereich, Liegebreite, Segmentierung, zulässige Belastung, Bedienung, Polsterung, Bezug, Reinigung und den geplanten Einsatzbereich.

Was ist der Unterschied zwischen elektrischer und hydraulischer Höhenverstellung?

Elektrische Liegen werden motorisch verstellt. Hydraulische Systeme nutzen eine mechanisch-hydraulische Bedienung und benötigen dafür in der Regel keinen Stromanschluss.

Ist eine elektrische Therapieliege grundsätzlich besser?

Nein. Die geeignete Verstellung hängt von Nutzung, Bedienkonzept, Wartung, Stromversorgung und individuellen Anforderungen ab.

Welche Liegebreite ist geeignet?

Die geeignete Breite hängt von Lagerungsfläche, Behandlungstechnik, Patientengruppe und Erreichbarkeit der behandelten Person ab.

Warum ist eine niedrige Einstiegshöhe wichtig?

Sie kann den Zugang erleichtern. Ob ein Transfer selbstständig möglich ist, muss dennoch individuell beurteilt werden.

Wozu dienen mehrere Liegensegmente?

Sie ermöglichen unterschiedliche Kopf-, Rücken-, Bein- und Lagerungspositionen entsprechend der Produktausführung.

Ist eine dickere Polsterung immer komfortabler?

Nein. Das Auflagegefühl hängt von Polsterstärke, Festigkeit, Körperposition und individueller Empfindlichkeit ab.

Wofür dient ein Nasenschlitz?

Für die Gesichtsposition in Bauchlage, sofern Kopf, Hals und Atmung dabei kontrolliert gelagert werden können.

Darf eine Therapieliege mit einer Person darauf verschoben werden?

Nur wenn die konkrete Liege und das vorhandene Rollensystem ausdrücklich dafür vorgesehen sind.

Was bedeutet die maximale Belastbarkeit einer Liege?

Sie beschreibt eine produktspezifische Belastungsgrenze. Punktuelle, dynamische oder einseitige Belastungen können zusätzlichen Einschränkungen unterliegen.

Warum sind Praxishocker sinnvoll?

Sie ermöglichen unterschiedliche sitzende Arbeitspositionen und kurze Bewegungen am Behandlungsplatz.

Was ist der Unterschied zwischen Rundhocker und Sattelhocker?

Sie unterscheiden sich in der Form der Sitzfläche und damit in Sitzwinkel, Beinposition und subjektivem Sitzgefühl.

Ist ein Sattelhocker automatisch rückenschonend?

Nein. Die Wirkung hängt von Einstellung, Arbeitsaufgabe, Sitzdauer und individueller Eignung ab.

Welche Rollen eignen sich für einen Praxishocker?

Rollen, die zum vorhandenen Bodenbelag, zur vorgesehenen Beweglichkeit und zum konkreten Hockermodell passen.

Welche Tische eignen sich für Therapieräume?

Stabile und ausreichend dimensionierte Tische, deren Oberfläche, Mobilität und Tragfähigkeit zum vorgesehenen Material beziehungsweise Gerät passen.

Dürfen Praxistische als Sitzfläche genutzt werden?

Nur wenn das konkrete Produkt ausdrücklich dafür vorgesehen ist. Übliche Ablage- und Gerätetische sind keine Sitzmöbel.

Wofür wird Lagerungsmaterial eingesetzt?

Zur Unterstützung und Positionierung von Kopf, Nacken, Rumpf, Knien, Beinen und weiteren Körperbereichen.

Was ist der Unterschied zwischen Rolle und Halbrolle?

Eine Rolle besitzt einen runden Querschnitt. Eine Halbrolle hat eine flache Unterseite und kann dadurch in bestimmten Positionen stabiler liegen.

Wie wählt man die richtige Lagerungshöhe?

Nach Körperregion, Körpergröße, Gelenkstellung, Behandlungsziel und subjektiver Verträglichkeit.

Können mehrere Lagerungshilfen kombiniert werden?

Ja, sofern die Kombination stabil bleibt und keine störenden Kanten, Druckstellen oder unkontrollierten Höhenunterschiede entstehen.

Wie werden Therapieliegen gereinigt?

Entsprechend Bezug, Polster, Gestell und Herstellerangaben mit einem geeigneten Verfahren und anschließender vollständiger Trocknung.

Kann jedes Desinfektionsmittel verwendet werden?

Nein. Das Mittel muss mit Bezug, Kunststoff, Metall, Lackierung, Klebstoffen und weiteren Materialien verträglich sein.

Wie wird Lagerungsmaterial gereinigt?

Entsprechend Bezugs- und Füllmaterial. Flüssigkeit darf nicht in beschädigte Bezüge oder offene Nähte eindringen.

Was sollte an einer Therapieliege regelmäßig kontrolliert werden?

Standfestigkeit, Höhenverstellung, Segmente, Bedienelemente, Kabel, Rollen, Polster, Bezüge und alle Befestigungen.

Wann muss eine Therapieliege außer Betrieb genommen werden?

Bei instabilem Stand, fehlerhafter Verstellung, beschädigten Kabeln, offenen Polsterbereichen oder anderen sicherheitsrelevanten Mängeln.

Wann muss ein Praxishocker außer Betrieb genommen werden?

Bei lockerem Sitz, defekter Höhenverstellung, beschädigtem Fußkreuz, instabilem Stand oder nicht funktionsfähigen Rollen.

Wann sollte Lagerungsmaterial ausgetauscht werden?

Bei offenen Nähten, eingerissenen Bezügen, dauerhaft verformter Füllung oder anderen Veränderungen, die eine sichere beziehungsweise hygienische Nutzung beeinträchtigen.

Was gehört zu einem professionell ausgestatteten Behandlungsraum?

Eine zum Einsatz passende Therapieliege, geeignete Sitz- und Ablagemöglichkeiten, ausreichend Lagerungsmaterial, freie Bewegungsflächen, klare Reinigungsabläufe und regelmäßige technische beziehungsweise optische Kontrollen.