Multifunktion

Multifunktionstrainingsgeräte bieten zahlreiche Übungsmöglichkeiten für Kraft, Mobilität, Koordination, Stabilisation, Dehnung und funktionelle Bewegungsabläufe. Sie eignen sich ideal für Physiotherapiepraxen, Reha-Einrichtungen und professionelle Trainingsräume, die mit wenigen Geräten unterschiedliche Therapie- und Trainingsziele abdecken möchten.

Multifunktionstrainingsgeräte für Therapie, Praxis und funktionelles Training

Multifunktionstrainingsgeräte ermöglichen unterschiedliche Kraft-, Mobilitäts-, Koordinations-, Stütz-, Gleichgewichts- und Bewegungsaufgaben innerhalb professioneller Therapie- und Trainingskonzepte.

Je nach Gerät können Sitz-, Stand-, Stütz-, Zug-, Dehn-, Aufsteiger-, Boden- oder Ganzkörperübungen durchgeführt werden. Das Sortiment umfasst unter anderem Trainingswürfel, Sprungkästen, Turnmatten, Dehn- und Mobilisationsgeräte, Gymboards, Trainingsstationen sowie modulare Wand- und Steckwandsysteme.

Für die Auswahl sind Trainingsziel, Patientengruppe, Ausgangsniveau, Geräteabmessungen, Belastbarkeit, Aufstellung, Montage, Sicherheitsabstände, Zubehörkompatibilität, Reinigung und die produktspezifischen Herstellerangaben entscheidend.

Inhalt

  • So treffen Sie die richtige Wahl
  • Multifunktionstrainingsgeräte in professionellen Einrichtungen
  • Trainingsziel und Ausgangsniveau bestimmen
  • Kraft, Mobilität und Körperkontrolle
  • Einsatz in Physiotherapie und Rehabilitation
  • Einsatz in medizinischer Trainingstherapie und Prävention
  • Trainingswürfel als variable Übungsplattform
  • Sprungkästen für Aufsteiger, Stütz und Sprungaufgaben
  • Turnmatten für Bodenübungen
  • Dehn- und Mobilisationsgeräte
  • Gymboard und kompakte Trainingslösungen
  • Gymtower und multifunktionelle Trainingsstationen
  • Steckwände und modulare Wandsysteme
  • Modulelemente und Systemkompatibilität
  • Progression und Anpassung der Schwierigkeit
  • Zirkeltraining und Gruppeneinsatz
  • Raumplanung, Montage und Sicherheitsabstände
  • Belastbarkeit und bestimmungsgemäße Nutzung
  • Schmerzen, Ermüdung und Abbruchkriterien
  • Material, Reinigung und Hygiene
  • Kontrolle, Wartung und Verschleiß
  • Wirtschaftliche und praxistaugliche Auswahl
  • Produktvergleich
  • FAQ

So treffen Sie die richtige Wahl

Die Auswahl sollte mit den tatsächlich geplanten Übungsformen und der vorgesehenen Nutzergruppe beginnen.

Ein Trainingswürfel kann für Sitz-, Stütz- und Aufsteigerübungen eingesetzt werden, während ein Wand- oder Steckwandsystem andere Anforderungen an Montage, Raum und Zubehör stellt.

Soll vor allem Mobilität oder Dehnung trainiert werden, kann ein spezialisiertes Dehn- oder Mobilisationsgerät zweckmäßiger sein als ein universelles Kraftelement.

Für Kraft-, Stütz- und Aufsteigerübungen sind Höhe, Standfläche, Belastungsgrenze und Rutschverhalten besonders relevant.

Bei fest installierten Systemen müssen Wandaufbau, Befestigung, Montagefläche, Bewegungsraum und zulässiges Zubehör geprüft werden.

Eine hohe Anzahl möglicher Übungen ist nur dann sinnvoll, wenn diese im Praxisalltag fachlich angeleitet, sicher durchgeführt und regelmäßig genutzt werden können.

Wichtige Auswahlkriterien: Trainingsziel, Nutzergruppe, Ausgangsniveau, Geräteart, Abmessungen, Belastbarkeit, Stand- oder Wandmontage, Bewegungsraum, Zubehör, Progression, Reinigung, Wartung und Herstellerangaben.

Multifunktionstrainingsgeräte in professionellen Einrichtungen

Multifunktionstrainingsgeräte können unterschiedliche Bewegungsaufgaben auf einer begrenzten Trainingsfläche ermöglichen.

In Physiotherapiepraxen, Rehabilitationsbereichen und professionellen Trainingsräumen können sie in Einzelbehandlung, medizinische Trainingstherapie, Kleingruppen oder Zirkel integriert werden.

Dabei ist zwischen frei beweglichen Geräten, Boden- und Stützelementen, fest installierten Stationen und erweiterbaren Modulsystemen zu unterscheiden.

Jedes System stellt eigene Anforderungen an Aufstellung, Montage, Einweisung, Reinigung und regelmäßige Kontrolle.

Variabilität bedeutet nicht, dass jede denkbare Übung zulässig oder für jede Person geeignet ist.

Verwendungszweck, Belastungsgrenzen und zulässige Konfigurationen des jeweiligen Produkts bleiben verbindlich.

Trainingsziel und Ausgangsniveau bestimmen

Vor der Auswahl sollte geklärt werden, ob Kraft, Mobilität, Gleichgewicht, Stützfähigkeit, Bewegungskoordination oder eine funktionelle Alltagsbewegung im Vordergrund steht.

Ein Aufsteiger auf einen niedrigen Trainingswürfel besitzt andere Anforderungen als ein dynamischer Sprung auf einen Sprungkasten.

Eine Dehnübung an einem geführten Gerät ist anders zu dosieren als eine aktive Zug- oder Stützübung an einer Trainingswand.

Zu berücksichtigen sind Kraft, Bewegungsumfang, Gleichgewicht, Koordination, Belastbarkeit und die Fähigkeit zur sicheren Selbstkorrektur.

Auch Körpergröße, Reichweite, Griffhöhe und sichere Fußposition können die Eignung eines Geräts beeinflussen.

Die anspruchsvollere oder vielseitigere Trainingsstation ist nicht automatisch die passendere Lösung.

Kraft, Mobilität und Körperkontrolle

Multifunktionale Geräte können verschiedene körperliche Anforderungen innerhalb einer Übung verbinden.

Bei Aufsteigern arbeiten beispielsweise Beinmuskulatur, Gleichgewicht und Beinachsenkontrolle zusammen.

Stützübungen beanspruchen je nach Position Arme, Schultergürtel und Rumpf, während Zugübungen zusätzlich Griffkraft und kontrollierte Rückführung erfordern können.

Mobilisations- und Dehnübungen sollten an den vorhandenen Bewegungsumfang und die individuelle Reaktion angepasst werden.

Eine größere Bewegungsamplitude oder höhere Instabilität ist nicht automatisch wirksamer.

Trainingswirkung und Eignung ergeben sich aus Übungsauswahl, Dosierung, Ausführung und individueller Belastbarkeit und nicht allein aus dem verwendeten Gerät.

Einsatz in Physiotherapie und Rehabilitation

In Physiotherapie und Rehabilitation können multifunktionale Trainingsgeräte in aktive Aufbauprogramme eingebunden werden.

Mögliche Aufgaben sind kontrolliertes Aufstehen, Absetzen, Aufsteigen, Stützen, Ziehen, Verlagern des Körpergewichts und aktive Bewegungsübungen.

Die Übung muss zur Heilungsphase, Gelenkbelastbarkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und vorhandenen Bewegungskontrolle passen.

Dynamische Sprung-, Stütz- oder Zugaufgaben können in frühen Rehabilitationsphasen ungeeignet sein.

Eine Progression kann über niedrigere Gerätehöhen, vergrößerte Stützflächen, reduzierte Bewegungswege oder zusätzliche Sicherung erfolgen.

Multifunktionale Trainingsgeräte ersetzen keine Befunderhebung und keine fachliche Festlegung der zulässigen Belastung.

Einsatz in medizinischer Trainingstherapie und Prävention

In medizinischer Trainingstherapie und gesundheitsorientierten Angeboten können verschiedene Trainingsziele innerhalb eines strukturierten Programms kombiniert werden.

Kraft-, Mobilitäts-, Koordinations- und Stützübungen lassen sich an unterschiedlichen Stationen aufbauen.

Bei heterogenen Gruppen sollten Gerätehöhe, Widerstand, Bewegungstiefe und Unterstützung individuell angepasst werden können.

Eine hohe Übungsvielfalt kann die Programmgestaltung unterstützen, ersetzt aber keine klare Zielsetzung und nachvollziehbare Belastungssteuerung.

Präventive Wirkungen können aus der Nutzung eines bestimmten Geräts nicht pauschal abgeleitet werden.

Entscheidend ist die Einbindung in ein geeignetes Gesamtkonzept aus Belastung, Erholung, Anleitung und regelmäßiger Anpassung.

Trainingswürfel als variable Übungsplattform

Trainingswürfel können je nach Ausführung als Sitz-, Auflage-, Stütz- oder Aufstiegselement verwendet werden.

Der ARTZT Vintage Cube kann in unterschiedliche funktionelle Übungen eingebunden werden, sofern Belastungsgrenze und vorgesehene Nutzung beachtet werden.

Vor Aufsteiger- und Stützübungen muss geprüft werden, ob der Würfel vollflächig und rutscharm auf dem Boden steht.

Bei Sitzübungen sollten Höhe, Auflagefläche und die Fähigkeit zum kontrollierten Aufstehen und Hinsetzen berücksichtigt werden.

Ein Trainingswürfel darf nicht als unbeaufsichtigtes Kletter- oder Spielelement genutzt werden.

Ob Sprünge oder dynamische Landungen zulässig sind, richtet sich ausschließlich nach der konkreten Produktausführung.

Sprungkästen für Aufsteiger, Stütz und Sprungaufgaben

Sprungkästen können für Aufsteiger, Stützübungen, kontrollierte Überstiege und produktspezifisch vorgesehene Sprungaufgaben eingesetzt werden.

Der ARTZT Vintage Sprungkasten sollte entsprechend Aufbau, Abmessungen, Standfläche und Belastungsgrenze genutzt werden.

Bei modular aufgebauten Kästen müssen alle Elemente korrekt verbunden und gegen unbeabsichtigtes Verschieben gesichert sein.

Die gewählte Höhe muss zur Körpergröße, Kraft, Beweglichkeit und sicheren Fußplatzierung passen.

Vor Sprungaufgaben sollten Landekontrolle und Abbremsfähigkeit auf niedrigerem Niveau ausreichend vorhanden sein.

Sprungfreigabe, zulässige Aufstellvarianten und Belastbarkeit sind den Angaben des konkreten Produkts zu entnehmen.

Turnmatten für Bodenübungen

Turnmatten schaffen eine definierte Unterlage für Bodenübungen, Gymnastik, Mobilisation und geeignete Stütz- oder Lagerungsaufgaben.

Die ARTZT Vintage Turnmatte ist hinsichtlich Abmessungen, Material, Polsterung, Rutschverhalten und vorgesehener Nutzung zu beurteilen.

Eine Matte kann den Bodenkontakt verändern, bietet aber keinen allgemeinen Schutz vor Stürzen aus größerer Höhe.

Sie sollte eben liegen und keine aufstehenden Kanten, Falten oder verrutschenden Übergänge bilden.

Bei mehreren Matten sollten Stoßkanten und Zwischenräume so gestaltet sein, dass kein erhöhtes Stolperrisiko entsteht.

Die Eignung für Sprung-, Fall- oder Turnübungen richtet sich nach Mattentyp und Herstellerfreigabe.

Dehn- und Mobilisationsgeräte

Dehn- und Mobilisationsgeräte können vorgegebene Ausgangspositionen oder Bewegungsrichtungen für geeignete Beweglichkeitsübungen bereitstellen.

Das Duo-Stretch Trainingsgerät ist anhand seiner Einstellmöglichkeiten, Zielbereiche und vorgesehenen Anwendung zu beurteilen.

Eine geführte Position verhindert nicht automatisch eine zu hohe Dehnintensität oder eine ungeeignete Gelenkstellung.

Dehnpositionen sollten langsam eingenommen und ohne ruckartige Bewegung verlassen werden.

Ausgeprägte Schmerzen, Taubheit oder zunehmende Beschwerden sollten nicht als normaler Dehnreiz eingeordnet werden.

Beweglichkeitsverbesserung und therapeutische Wirkung können nicht allein durch die Nutzung des Geräts zugesichert werden.

Gymboard und kompakte Trainingslösungen

Ein Gymboard kann je nach Ausführung unterschiedliche Stütz-, Gleichgewichts-, Mobilitäts- oder Kraftaufgaben ermöglichen.

Kompakte Trainingslösungen sind insbesondere dann interessant, wenn der verfügbare Raum begrenzt ist.

Entscheidend ist jedoch nicht nur die Stellfläche des Geräts, sondern auch der Bewegungsraum für die vorgesehenen Übungen.

Vor der Nutzung sind Stand, Griff- oder Auflageflächen und gegebenenfalls verstellbare Elemente zu kontrollieren.

Die möglichen Übungen und Belastungsrichtungen richten sich nach der konkreten Konstruktion.

Der Begriff kompakt bedeutet nicht, dass das Gerät ohne ausreichenden Sicherheitsabstand genutzt werden kann.

Gymtower und multifunktionelle Trainingsstationen

Multifunktionelle Trainingsstationen können mehrere Trainingspositionen und Bewegungsrichtungen an einem festen Gerät zusammenfassen.

Der Gymtower kann je nach Ausstattung für unterschiedliche Kraft-, Stütz-, Mobilitäts- und Koordinationsaufgaben vorgesehen sein.

Vor der Anschaffung sollten die tatsächlich verfügbaren Funktionen, zulässigen Zubehörteile und Einstellbereiche geprüft werden.

Feste Trainingsstationen benötigen ausreichend Raum für Nutzung, Einstellen, Einsteigen, Verlassen und gegebenenfalls Wartung.

Bewegliche Griffe, Seile, Schlaufen oder Module müssen vor jeder Nutzung korrekt befestigt sein.

Eine hohe Anzahl an Übungsoptionen ersetzt keine Einweisung in Einstellung, Belastungsrichtung und sichere Anwendung.

Steckwände und modulare Wandsysteme

Steckwand- und Wandsysteme können feste Trainingspunkte für Zug-, Stütz-, Mobilitäts- und Koordinationsübungen bereitstellen.

Die Gymwall Steckwand B2 Erweiterung ist als Teil eines kompatiblen Gesamtsystems zu betrachten.

Wandaufbau, Befestigungsmittel und Montageposition müssen die beim Training entstehenden statischen und dynamischen Kräfte aufnehmen können.

Eine Montage an nicht tragfähigen, ungeprüften oder ungeeigneten Wandkonstruktionen ist zu vermeiden.

Vor jedem Einsatz sollten Steckverbindungen, Halterungen und belastete Kontaktpunkte auf festen Sitz kontrolliert werden.

Erweiterungsmodule dürfen nur in der dafür vorgesehenen Kombination und entsprechend den Systemvorgaben verwendet werden.

Modulelemente und Systemkompatibilität

Modulelemente dienen der produktspezifischen Erweiterung eines bestehenden Trainingssystems.

Das Modulelement M1 Multifunktionstrainer und das Modulelement M2 Multifunktionstrainer können unterschiedliche Funktionen oder Trainingspositionen ergänzen.

Vor der Bestellung ist zu prüfen, mit welchem Grundsystem, welcher Ausführung und welchem Bauzustand das jeweilige Element kompatibel ist.

Ähnliches Aussehen oder eine vergleichbare Bezeichnung stellt keine ausreichende Kompatibilitätsbestätigung dar.

Verbindungspunkte, Verschraubungen, Steckelemente und Sicherheitskomponenten müssen vollständig montiert und regelmäßig kontrolliert werden.

Eigenmächtige Kombinationen oder bauliche Veränderungen können Funktion und Belastbarkeit des Systems beeinflussen.

Progression und Anpassung der Schwierigkeit

Die Schwierigkeit kann je nach Gerät über Höhe, Bewegungsumfang, Geschwindigkeit, Widerstand, Stützfläche oder Aufgabenkomplexität angepasst werden.

Eine Progression sollte erst erfolgen, wenn die Ausgangsübung kontrolliert und ohne deutliche Ausweichbewegungen ausgeführt werden kann.

Bei Aufsteigern kann zunächst die Gerätehöhe angepasst werden, bevor zusätzliche Geschwindigkeit oder Gewichte eingesetzt werden.

Bei Zug- und Stützübungen können Griffposition, Körperwinkel und Bewegungsweg verändert werden.

Mehrere Belastungsparameter sollten nicht gleichzeitig stark erhöht werden.

Anspruchsvollere Varianten sind nur dann sinnvoll, wenn Bewegungsqualität, Kontrolle und Belastungsverträglichkeit erhalten bleiben.

Zirkeltraining und Gruppeneinsatz

Multifunktionstrainingsgeräte können in Einzeltraining, Kleingruppen und Stationstraining eingesetzt werden.

Ein Zirkel kann beispielsweise Bodenübungen, Aufsteiger, Zugaufgaben, Mobilisation und Stützübungen kombinieren.

Jede Station sollte eine eindeutige Aufgabe, Belastungsdauer, Wechselregel und gegebenenfalls eine einfachere Alternative besitzen.

Bewegungsbereiche der Stationen dürfen sich nicht unkontrolliert überschneiden.

Bei fest installierten Wandsystemen und frei stehenden Geräten sind unterschiedliche Sicherheitsabstände erforderlich.

Gruppeneinsatz setzt voraus, dass Aufsicht, Gerätezahl, Raum und Leistungsniveau eine kontrollierte Durchführung erlauben.

Raumplanung, Montage und Sicherheitsabstände

Der tatsächliche Platzbedarf ergibt sich aus Gerätemaßen, Übungsrichtung, Ein- und Ausstieg sowie den erforderlichen Bewegungswegen.

Sprungkästen benötigen ausreichend Raum für Aufstieg, Landung und kontrolliertes Absteigen.

Wandsysteme benötigen vor dem Gerät eine freie Trainingsfläche und gegebenenfalls seitliche Abstände für Zug- oder Rotationsbewegungen.

Turnmatten dürfen keine Laufwege blockieren oder stolpergefährdende Übergänge bilden.

Bei der Montage sind Wandbeschaffenheit, Befestigungsmittel, Leitungen und die vom Hersteller vorgesehenen Montagepunkte zu berücksichtigen.

Vor der Bestellung sollten Raummaße, Montagefläche, Boden und Sicherheitsbereiche mit den technischen Produktangaben abgeglichen werden.

Belastbarkeit und bestimmungsgemäße Nutzung

Die maximale Belastbarkeit des jeweiligen Geräts und seiner einzelnen Komponenten darf nicht überschritten werden.

Statische Sitz- oder Stützbelastungen können sich von dynamischen Sprung-, Zug- und Landebelastungen unterscheiden.

Bei modularen Systemen können Grundelement, Erweiterung, Griff und Verbindung jeweils eigene Belastungsgrenzen besitzen.

Trainingsgeräte dürfen nicht als unbeaufsichtigte Kletter-, Spiel-, Sitz- oder Ablageelemente zweckentfremdet werden.

Auf Geräten oder Komponenten darf nur in den dafür vorgesehenen Bereichen gestanden, gesessen oder gestützt werden.

Verbindlich sind die Belastungsgrenzen, zulässigen Bewegungsformen und Montagevorgaben des konkreten Produkts.

Schmerzen, Ermüdung und Abbruchkriterien

Training sollte nicht unkontrolliert über neue oder deutlich zunehmende Beschwerden hinaus fortgesetzt werden.

Schmerzen, Schwindel, Atemprobleme, Koordinationsverlust oder zunehmende Unsicherheit können eine Anpassung oder Unterbrechung erforderlich machen.

Bei Aufsteigern und Sprüngen zeigt eine nachlassende Fußplatzierung oder Landekontrolle, dass Höhe oder Umfang reduziert werden sollten.

Bei Stütz- und Zugübungen können unkontrollierte Schulterbewegungen, Griffverlust oder starke Rumpfkompensation auf Ermüdung hinweisen.

Auch die Reaktion nach der Trainingseinheit sollte bei der weiteren Dosierung berücksichtigt werden.

Bei akuten oder unklaren Beschwerden sollte die vorgesehene Belastung fachlich beurteilt werden.

Material, Reinigung und Hygiene

Multifunktionstrainingsgeräte können aus Holz, Kunstleder, Schaumstoff, Kunststoff, Metall, Textilien und weiteren Materialien bestehen.

Die Reinigung muss auf die jeweilige Oberfläche und Konstruktion abgestimmt sein.

Nicht jedes Material darf durchnässt, mit alkoholhaltigen Mitteln behandelt oder maschinell gereinigt werden.

Griffbereiche, Mattenoberflächen, Sitz- und Stützflächen sowie häufig berührte Module sollten im Hygieneplan berücksichtigt werden.

Flüssigkeit darf nicht unkontrolliert in Polster, Holzverbindungen, Lager, Befestigungen oder Hohlräume eindringen.

Feucht gereinigte Geräte und Matten sollten vor der Nutzung beziehungsweise Lagerung vollständig trocknen.

Pflegeleicht oder abwischbar bedeutet nicht, dass jedes Reinigungs- und Desinfektionsverfahren zulässig ist.

Kontrolle, Wartung und Verschleiß

Trainingsgeräte sollten regelmäßig auf Oberflächen, Polster, Nähte, Griffe, Standflächen, Befestigungen und Verbindungselemente kontrolliert werden.

Bei Wand- und Modulsystemen sind zusätzlich Schraubverbindungen, Steckelemente, Halterungen und Montagepunkte zu prüfen.

Sprungkästen und Würfel dürfen keine instabilen Verformungen, offenen Nähte, scharfen Kanten oder gelösten Standflächen aufweisen.

Matten mit Rissen, starkem Materialabbau oder dauerhaft aufstehenden Kanten können die sichere Nutzung beeinträchtigen.

Beschädigte Komponenten dürfen nicht provisorisch verklebt, verschnürt oder durch ungeprüfte Teile ersetzt werden.

Bei sicherheitsrelevanten Mängeln sollte das Gerät bis zur Klärung oder Instandsetzung nicht weiterverwendet werden.

Wirtschaftliche und praxistaugliche Auswahl

Zur wirtschaftlichen Bewertung gehören Anschaffungspreis, Nutzungshäufigkeit, Raumbelegung, Montage, Zubehör, Reinigung, Wartung und voraussichtliche Nutzungsdauer.

Ein multifunktionales Gerät kann zweckmäßig sein, wenn mehrere seiner Funktionen regelmäßig in Therapie und Training genutzt werden.

Ein umfangreiches Modulsystem ist dagegen nicht automatisch wirtschaftlicher, wenn nur ein kleiner Teil der Funktionen benötigt wird.

Bei fest montierten Systemen sind Montagekosten, mögliche bauliche Voraussetzungen und eine spätere Umgestaltung des Raums einzubeziehen.

Frei bewegliche Geräte benötigen geeignete Lagerflächen und müssen vor jeder Nutzung korrekt positioniert werden.

Aus der Vielseitigkeit eines Geräts kann kein bestimmter therapeutischer oder wirtschaftlicher Erfolg abgeleitet werden.

Hinweis: Multifunktionstrainingsgeräte unterstützen produktspezifisch vorgesehene Kraft-, Mobilitäts-, Koordinations- und Bewegungsaufgaben. Sie ersetzen keine fachliche Beurteilung der Belastbarkeit, keine erforderliche Sicherung und keine Prüfung von Montage, Aufstellung und zulässiger Gerätekonfiguration.

Produktvergleich: Multifunktionstrainingsgeräte

Die Übersicht ordnet ausgewählte Produkte nach typischem Einsatz, möglichen Trainingsschwerpunkten und wichtigen Auswahlkriterien ein.

Produkt oder Produkttyp Typischer Einsatz Mögliche Trainingsschwerpunkte Vor der Auswahl prüfen
ARTZT Vintage Cube Funktionelles Training, Sitz-, Stütz-, Aufsteiger- und Koordinationsübungen Beinaktivität, Stützfähigkeit, Rumpfkontrolle, Aufstehen, Hinsetzen und Gewichtsverlagerung Abmessungen, Belastbarkeit, Standfläche, Rutschverhalten, zulässige Nutzungsseiten, Sprungeignung, Reinigung und Lagerung
ARTZT Vintage Sprungkasten Aufsteiger, Stützübungen, Überstiege und produktspezifisch vorgesehene Sprungaufgaben Beinkraft, Koordination, Stützkraft, Fußplatzierung und kontrollierte Belastungsprogression Aufbau, Elementverbindung, Höhe, Stand, Belastungsgrenze, Sprungfreigabe, Sicherheitsraum und Untergrund
ARTZT Vintage Turnmatte Bodenübungen, Gymnastik, Mobilisation, Stützpositionen und Gruppentraining Beweglichkeit, Rumpfkontrolle, Bodenübergänge, Körperwahrnehmung und Kräftigungsübungen Mattenstärke, Fläche, Rutschverhalten, Kanten, Fall- oder Sprungeignung, Material, Reinigung und Lagerung
Duo-Stretch Trainingsgerät Beweglichkeits-, Mobilisations- und Dehnübungen Geführte Ausgangspositionen, Bewegungsumfang, Körperkontrolle und aktive beziehungsweise gehaltene Dehnaufgaben Zielbereiche, Einstellbereich, Körpergröße, Beweglichkeit, Belastungsgrenzen, Ein- und Ausstieg sowie Herstellerangaben
Gymboard Kompakte funktionelle Trainings-, Stütz- und Koordinationsaufgaben Kraft, Rumpfkontrolle, Gleichgewicht, Mobilität und produktspezifisch vorgesehene Bewegungsaufgaben Gerätefunktion, Stand, Abmessungen, Belastbarkeit, Griff- und Auflageflächen, Bewegungsraum und Zubehör
Gymtower Medizinische Trainingstherapie, funktionelles Ganzkörpertraining und professionelle Trainingsbereiche Zug-, Stütz-, Mobilitäts-, Koordinations- und Kraftübungen gemäß Ausstattung Funktionen, Abmessungen, Montage oder Stand, Belastbarkeit, Zubehör, Einstellbereiche, Sicherheitsraum und Wartung
Gymwall Steckwand B2 Erweiterung Erweiterung eines kompatiblen Wand- oder Steckwandsystems Zug-, Stütz-, Mobilitäts-, Dehn- und koordinative Aufgaben in abhängiger Systemkonfiguration Grundsystem, Kompatibilität, Wandaufbau, Befestigung, Montagehöhe, Belastung, Zubehör und Sicherheitsabstände
Modulelement M1 Multifunktionstrainer Erweiterung modularer Therapie- und Trainingssysteme Produktspezifische Kraft-, Mobilitäts-, Stütz- oder Koordinationsaufgaben Systemzuordnung, Schnittstellen, Montage, Belastungsgrenzen, Zubehör, Platzbedarf und zulässige Konfiguration
Modulelement M2 Multifunktionstrainer Ergänzung multifunktioneller Trainingsflächen und modularer Praxissysteme Ganzkörperaufgaben, Kraft, Mobilität, Koordination und funktionelle Progression gemäß Modulaufbau Kompatibles Grundsystem, Abmessungen, Befestigung, Belastbarkeit, Einstellmöglichkeiten, Zubehör und Herstellerfreigabe

Hinweis: Bezeichnungen wie Multifunktionstrainer, Reha-Gerät, Sprungkasten, Turnmatte, Dehngerät oder modulares Trainingssystem erlauben keine abschließende Aussage über Belastbarkeit, Patienteneignung oder zulässige Übungen. Verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Produktseite und des Herstellers.

Häufig gestellte Fragen zu Multifunktionstrainingsgeräten

Was sind Multifunktionstrainingsgeräte?

Multifunktionstrainingsgeräte sind Geräte oder Systeme, die mehrere produktspezifisch vorgesehene Kraft-, Mobilitäts-, Koordinations- oder Bewegungsaufgaben ermöglichen.

Für welche Einrichtungen eignen sich multifunktionale Trainingsgeräte?

Sie können in Physiotherapiepraxen, Rehabilitationsbereichen, medizinischer Trainingstherapie und professionellen Trainingsräumen eingesetzt werden.

Welche Vorteile bieten Multifunktionstrainingsgeräte?

Sie können mehrere Übungsformen auf einer begrenzten Fläche ermöglichen. Der tatsächliche Nutzen hängt von Ausstattung und regelmäßiger Verwendung ab.

Sind Multifunktionstrainingsgeräte für Rehabilitation geeignet?

Sie können für geeignete Rehabilitationsaufgaben eingesetzt werden, wenn Bewegung, Belastung und Schwierigkeitsgrad zur jeweiligen Phase passen.

Welche Trainingsziele lassen sich abdecken?

Je nach Gerät können Kraft, Mobilität, Stützfähigkeit, Gleichgewicht, Koordination und funktionelle Bewegungsaufgaben trainiert werden.

Wie wird das passende Gerät ausgewählt?

Entscheidend sind Trainingsziel, Nutzergruppe, Ausgangsniveau, Belastbarkeit, Geräteart, Raum, Montage, Zubehör und Herstellerangaben.

Wofür eignet sich ein Trainingswürfel?

Ein Trainingswürfel kann je nach Produkt für Sitz-, Stütz-, Aufsteiger- und Koordinationsübungen genutzt werden.

Darf auf einen Trainingswürfel gesprungen werden?

Nur wenn die konkrete Ausführung und die Herstellerangaben Sprungübungen ausdrücklich zulassen.

Wofür wird ein Sprungkasten eingesetzt?

Er kann für Aufsteiger, Stützübungen, Überstiege und produktspezifisch vorgesehene Sprungaufgaben genutzt werden.

Was ist bei einem modularen Sprungkasten zu beachten?

Alle Kastenelemente müssen korrekt verbunden sein. Höhe, Belastbarkeit, Stand und zulässige Übungen sind zu prüfen.

Eignet sich eine Turnmatte als Fallschutz?

Nicht automatisch. Die Eignung für Fall- und Sprungaufgaben richtet sich nach Mattentyp, Stärke und Herstellerfreigabe.

Worauf ist bei Turnmatten zu achten?

Relevant sind Abmessungen, Material, Polsterstärke, Rutschverhalten, Kanten, Reinigung und vorgesehene Nutzung.

Wofür eignet sich ein Dehn- oder Mobilisationsgerät?

Es kann produktspezifisch vorgesehene Ausgangspositionen für Beweglichkeits-, Mobilisations- und Dehnübungen bereitstellen.

Darf eine Dehnung schmerzhaft sein?

Ausgeprägte oder zunehmende Schmerzen sollten nicht ignoriert werden. Position und Intensität sind gegebenenfalls anzupassen.

Was ist ein Gymboard?

Ein Gymboard ist eine kompakte Trainingslösung für produktspezifisch vorgesehene funktionelle, stabilisierende oder koordinative Übungen.

Was ist ein Gymtower?

Ein Gymtower ist eine multifunktionelle Trainingsstation, deren genaue Übungsmöglichkeiten von Ausstattung und Zubehör abhängen.

Wann sind Wand- und Steckwandsysteme sinnvoll?

Sie können sinnvoll sein, wenn feste Trainingspunkte und erweiterbare Übungsmöglichkeiten in einem dauerhaft vorgesehenen Raum benötigt werden.

Kann ein Wandsystem an jeder Wand montiert werden?

Nein. Wandaufbau, Befestigungsmittel und Montage müssen die vorgesehenen Belastungen sicher aufnehmen können.

Was ist bei Erweiterungsmodulen zu beachten?

Grundsystem, Modell, Schnittstellen, Montagepunkte, Belastungsgrenzen und Herstellerfreigabe müssen zusammenpassen.

Sind Modulelemente verschiedener Systeme kompatibel?

Das kann nicht vorausgesetzt werden. Kompatibilität muss anhand der konkreten System- und Produktangaben bestätigt sein.

Wie wird eine Übung gesteigert?

Möglich sind Anpassungen von Höhe, Bewegungsumfang, Widerstand, Geschwindigkeit, Stützfläche und Aufgabenkomplexität.

Ist eine schwierigere Übung automatisch besser?

Nein. Eine Steigerung ist nur sinnvoll, wenn Bewegungsqualität, Kontrolle und Belastungsverträglichkeit erhalten bleiben.

Eignen sich Multifunktionstrainingsgeräte für Gruppen?

Ja, wenn Gerätezahl, Raum, Sicherheitsabstände, Aufsicht und Übungsvarianten zur Gruppe passen.

Wie viel Platz wird benötigt?

Neben den Gerätemaßen sind Bewegungsrichtung, Ein- und Ausstieg, Trainingswege, Sicherheitsabstände und Wartungszugang zu berücksichtigen.

Auf welchem Untergrund sollten Trainingsgeräte stehen?

Der Boden sollte eben, tragfähig, trocken und für die vorgesehene Bewegung ausreichend rutschhemmend sein.

Wie hoch dürfen Multifunktionstrainingsgeräte belastet werden?

Ausschließlich bis zur angegebenen Belastungsgrenze und in den vom Hersteller vorgesehenen Belastungsrichtungen.

Dürfen Trainingsgeräte als Spielgeräte genutzt werden?

Nur wenn dies ausdrücklich zum Verwendungszweck gehört. Professionelle Trainingsgeräte sind nicht automatisch als Spielgeräte vorgesehen.

Wie werden die Geräte gereinigt?

Die Reinigung richtet sich nach Material, Konstruktion, Herstellerangaben und betrieblichem Hygieneplan.

Kann jedes Desinfektionsmittel verwendet werden?

Nein. Das Mittel muss mit Holz, Kunstleder, Schaumstoff, Kunststoff, Metall und weiteren Materialien verträglich sein.

Was sollte regelmäßig kontrolliert werden?

Oberflächen, Polster, Nähte, Griffe, Standflächen, Schrauben, Steckverbindungen, Wandbefestigungen und weitere belastete Komponenten.

Wann darf ein Trainingsgerät nicht weiterverwendet werden?

Bei instabilen Verbindungen, Rissen, Verformungen, scharfen Kanten, gelösten Befestigungen oder anderen sicherheitsrelevanten Mängeln.

Sind multifunktionale Geräte wirtschaftlich?

Sie können wirtschaftlich sein, wenn mehrere Funktionen regelmäßig genutzt werden und Gerät, Raum und Behandlungskonzept zusammenpassen.

Ist ein großes Modulsystem immer sinnvoller?

Nein. Umfang und Ausstattung sollten sich nach dem tatsächlichen Übungsbedarf und dem vorhandenen Raum richten.

Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Entscheidend sind Trainingsziel, Nutzergruppe, Ausgangsniveau, Gerätefunktion, Belastbarkeit, Montage, Sicherheitsraum, Zubehör, Reinigung, Wartung und Herstellerangaben.