Rollen
Lagerungsrollen und Halbrollen eignen sich zur stabilen und komfortablen Unterstützung von Knie, Nacken, Rücken, Beinen oder Armen. Während runde Rollen besonders vielseitig einsetzbar sind, bieten Halbrollen durch ihre flache Unterseite eine besonders sichere Auflage auf der Therapieliege.
Lagerungsrollen für Therapieliegen, Massage und professionelle Behandlungslagerung
Lagerungsrollen dienen der runden und flächenabhängigen Unterstützung unterschiedlicher Körperbereiche auf Therapie-, Massage- und Behandlungsliegen.
Je nach Durchmesser, Länge, Festigkeit und Ausführung können sie unter Knien, Unterschenkeln, Sprunggelenken, Armen, Nacken oder weiteren geeigneten Körperbereichen eingesetzt werden.
Für die Auswahl sind Lagerungsziel, Körperregion, Rollendurchmesser, Länge, Festigkeit, Einsinkverhalten, Auflagefläche, Material, Reinigungsfähigkeit und die vorgesehene Anwendungsdauer entscheidend.
Inhalt
- So treffen Sie die richtige Wahl
- Lagerungsrollen nach Körperbereich auswählen
- Durchmesser, Länge und Festigkeit
- Knierollen für Rückenlage und Beinunterstützung
- Nackenrollen für Kopf-, Hals- und Schulterbereich
- Lagerungsrollen unter Sprunggelenken und Unterschenkeln
- Lagerungsrollen für Arme und Seitenlage
- Druckverteilung, Gelenkstellung und Hautkontrolle
- Einsatz in Massage, Physiotherapie und Rehabilitation
- Rollen mit Griff oder magnetischer Befestigung
- Material, Bezug und Hautkontakt
- Reinigung, Desinfektion und Hygiene
- Kombination mit Halbrollen, Keilen, Würfeln und Kissen
- Kontrolle bei längerer Lagerungsdauer
- Lagerung, Verschleiß und Austausch
- Wirtschaftliche und praxistaugliche Auswahl
- Produktvergleich
- FAQ
So treffen Sie die richtige Wahl
Die Auswahl sollte mit dem vorgesehenen Lagerungsziel und dem zu unterstützenden Körperbereich beginnen.
Zu klären ist, ob die Rolle eine leichte Beugestellung unterstützen, einen Körperbereich anheben, einen Zwischenraum ausgleichen oder eine bestehende Lagerung stabilisieren soll.
Der Durchmesser bestimmt wesentlich, wie stark die jeweilige Körperregion angehoben oder ein Gelenk angewinkelt wird.
Eine große Rolle ist nicht automatisch komfortabler oder therapeutisch geeigneter. Sie kann Gelenkstellung und Druckverteilung deutlich stärker verändern als eine kleinere Ausführung.
Auch Länge, Festigkeit, Einsinkverhalten, Bezug, Reinigungsmöglichkeit und Behandlungsdauer sind zu berücksichtigen.
Wichtige Auswahlkriterien: Lagerungsziel, Körperregion, Rollendurchmesser, Länge, Festigkeit, Einsinkverhalten, Auflagefläche, Hautkontakt, Bezug, Reinigung, Anwendungsdauer und Patientengruppe.
Lagerungsrollen nach Körperbereich auswählen
Lagerungsrollen können je nach Größe und Form an unterschiedlichen Körperbereichen eingesetzt werden.
Unter den Knien oder Unterschenkeln verändern sie die Stellung von Knie, Hüfte, Becken und Lendenwirbelsäule.
Unter den Sprunggelenken beeinflussen sie die Bein- und Fußposition sowie die Druckverteilung an Fersen und Achillessehnen.
Im Nackenbereich wirken bereits kleine Unterschiede bei Durchmesser und Festigkeit deutlich auf Kopf- und Halswirbelsäulenposition.
Unter Armen oder seitlich am Körper können Rollen Zwischenräume ausgleichen und eine Position ergänzen.
Eine universelle Rollenbezeichnung erlaubt deshalb keine allgemeine Aussage zur Eignung für jeden Körperbereich.
Durchmesser, Länge und Festigkeit
Der Rollendurchmesser beeinflusst die Lagerungshöhe und den entstehenden Gelenkwinkel.
Kleine Durchmesser eignen sich eher für geringe Höhenanpassungen oder kleinere Körperbereiche.
Größere Rollen können eine deutlichere Beugung oder Anhebung erzeugen, benötigen aber auch mehr Platz auf der Behandlungsliege.
Die Rollenlänge muss zur vorgesehenen Auflage passen. Für beide Beine oder einen breiteren Körperbereich ist eine ausreichend lange Ausführung erforderlich.
Weiche Rollen passen sich stärker an, können aber unter Belastung an Höhe verlieren. Formstabilere Rollen halten die Position besser, können jedoch lokal höheren Druck erzeugen.
Verbindlich sind die produktspezifischen Angaben zu Abmessungen, Material, Festigkeit und vorgesehener Verwendung.
Knierollen für Rückenlage und Beinunterstützung
Knierollen werden häufig in Rückenlage unter den Knien oder im Bereich der unteren Oberschenkel positioniert.
Dadurch werden Hüft- und Kniegelenke in eine gebeugte Stellung gebracht und die Position von Becken und Lendenwirbelsäule verändert.
Diese Lagerung kann von vielen Personen als angenehm empfunden werden, wirkt jedoch nicht bei jedem Beschwerdebild gleich.
Die Rolle sollte nicht so hoch sein, dass die Knie stark angehoben werden oder die Beine seitlich von der Rolle abrutschen.
Die Kniekehlen sollten nicht dauerhaft auf einer schmalen oder harten Kontaktlinie liegen.
Eine allgemeine Entlastung oder Schmerzlinderung kann aus der Verwendung einer Knierolle nicht für jede Person abgeleitet werden.
Nackenrollen für Kopf-, Hals- und Schulterbereich
Nackenrollen können den Raum zwischen Halswirbelsäule und Behandlungsliege ausfüllen oder eine vorhandene Kopfauflage ergänzen.
Durchmesser und Festigkeit müssen zur individuellen Halsform, Kopfposition und vorhandenen Unterlage passen.
Eine zu hohe Rolle kann den Kopf nach hinten drängen oder die Halswirbelsäule ungünstig anheben.
Eine zu niedrige oder stark nachgebende Rolle kann die vorgesehene Unterstützung nicht aufrechterhalten.
Nackenrollen sollten nicht als allgemeine Kopfkissen verwendet werden, wenn dadurch Kopf und Halswirbelsäule nicht ausreichend flächig gestützt werden.
Bei Schwindel, ausstrahlenden Beschwerden, Taubheit, Kopfschmerzen oder zunehmendem Druckgefühl ist die Position sofort zu kontrollieren.
Lagerungsrollen unter Sprunggelenken und Unterschenkeln
Unter Sprunggelenken oder Unterschenkeln können Lagerungsrollen eine erhöhte und runde Auflage schaffen.
Dabei verändern sie die Stellung von Knie, Sprunggelenk und Fuß und können die Druckverteilung an Fersen und Waden beeinflussen.
Die Rolle sollte ausreichend lang sein, damit beide Beine sicher aufliegen, sofern eine beidseitige Lagerung vorgesehen ist.
Fersen dürfen nicht unbeabsichtigt gegen die Liege oder den Rollenrand gedrückt werden.
Bei Schwellungen, Gefäßerkrankungen, frischen Verletzungen oder postoperativen Situationen ist eine fachlich abgestimmte Lagerung erforderlich.
Eine erhöhte Position erlaubt ohne weitere Beurteilung keine allgemeine Aussage zur Wirkung auf Durchblutung, Schwellung oder Beschwerden.
Lagerungsrollen für Arme und Seitenlage
Lagerungsrollen können unter Unterarmen, Ellenbogen oder Oberarmen eingesetzt werden, sofern Größe und Festigkeit zur Position passen.
Die Unterstützung darf Schulter, Ellenbogen und Handgelenk nicht in eine unangenehme oder unkontrollierte Stellung bringen.
In Seitenlage können Rollen vor oder hinter dem Körper, zwischen Armen und Rumpf oder als Ergänzung der Beinlagerung verwendet werden.
Eine runde Rolle kann jedoch leichter wegrollen als eine Halbrolle oder ein Keil.
Bei stabilisierenden Anwendungen muss deshalb geprüft werden, ob die Rollenform ausreichend sicher liegt.
Eine Lagerungsrolle ersetzt keine erforderliche Sicherung gegen unbeabsichtigtes Rollen oder Herabfallen von der Behandlungsliege.
Druckverteilung, Gelenkstellung und Hautkontrolle
Durch ihre runde Form erzeugen Lagerungsrollen eine andere Auflage- und Druckverteilung als flache Kissen, Keile oder Würfel.
Je kleiner der Durchmesser und je fester das Material, desto schmaler kann die tragende Kontaktfläche ausfallen.
Eine Rolle kann Körperbereiche weicher unterstützen, verhindert Druckstellen jedoch nicht in jeder Anwendung.
Zu kontrollieren sind insbesondere Hautrötung, Druckschmerz, Taubheit, Kribbeln, Schwellung und zunehmende Beschwerden.
Nach dem Einlegen der Rolle sollte die gesamte Gelenk- und Körperposition erneut beurteilt werden.
Allgemeine Lagerungsrollen ersetzen keine für besondere Druck- oder Dekubitusrisiken vorgesehenen Spezialprodukte.
Einsatz in Massage, Physiotherapie und Rehabilitation
In der Massage können Lagerungsrollen die Position von Knien, Unterschenkeln, Sprunggelenken, Armen oder Nacken ergänzen.
Sie können das subjektive Liegegefühl verbessern, sofern Größe und Position individuell passen.
In der Physiotherapie können Rollen Ausgangsstellungen für manuelle Techniken, Mobilisationen, Atemtherapie, Lymphdrainage, Elektrotherapie oder weitere Anwendungen unterstützen.
Die Rolle sollte das Behandlungsziel unterstützen und den erforderlichen Zugang zur Körperregion nicht behindern.
In Rehabilitation und medizinisch orientierten Behandlungsbereichen sind Beweglichkeit, Hautzustand, Belastbarkeit, Sensibilität und selbstständige Positionsveränderung zusätzlich zu berücksichtigen.
Lagerungsrollen ersetzen keine individuelle Untersuchung, Diagnose oder fachliche Lagerungsentscheidung.
Rollen mit Griff oder magnetischer Befestigung
Ein Griff kann Transport, Positionierung und Entnahme der Lagerungsrolle erleichtern.
Der Griff sollte fest mit der Rolle verbunden sein und darf bei der Anwendung nicht unter einer druckbelasteten Körperstelle liegen.
Bei magnetisch befestigbaren Ausführungen richtet sich die tatsächliche Funktion nach Magnetstärke, Gegenfläche, Produktgewicht und der vorgesehenen Liegen- oder Halterungskonstruktion.
Eine Magnetfunktion dient je nach Produktausführung der Aufbewahrung oder Positionierung und ist nicht automatisch als Sicherung während der Belastung vorgesehen.
Die Rolle darf nur an dafür geeigneten und vom Hersteller vorgesehenen Flächen befestigt werden.
Magnetische Komponenten sind von empfindlichen medizinischen Geräten, Datenträgern oder anderen Gegenständen fernzuhalten, sofern entsprechende Herstellerhinweise bestehen.
Material, Bezug und Hautkontakt
Lagerungsrollen unterscheiden sich hinsichtlich Schaumstoffkern, Bezug, Oberfläche, Festigkeit und Pflegeeigenschaften.
Ein abwischbarer Bezug kann die Aufbereitung erleichtern, ist jedoch nicht automatisch mit allen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln verträglich.
Textile Bezüge können das Hautgefühl verändern, nehmen aber je nach Material Feuchtigkeit und Behandlungsmittel auf.
Nähte, Reißverschlüsse, Griffe und weitere Bauteile sollten nicht an stark druckbelasteten Körperstellen liegen.
Bei bekannten Allergien oder Materialunverträglichkeiten sind Produkt- und Pflegeangaben zu beachten.
Begriffe wie hautfreundlich, weich oder formstabil erlauben keine allgemeine Aussage zur Verträglichkeit und Eignung für jede Person.
Reinigung, Desinfektion und Hygiene
Lagerungsrollen sind entsprechend Oberflächenmaterial, Herstellerangaben und betrieblichem Hygieneplan aufzubereiten.
Hautkontakt, Schweiß, Massageöl, Lotionen und weitere Behandlungsmittel können Bezug und Oberfläche verunreinigen.
Abwischbare Rollen sollten mit geeigneten und materialverträglichen Verfahren gereinigt werden.
Nicht jeder Bezug ist für alkoholhaltige Desinfektionsmittel, Sprühdesinfektion, vollständiges Eintauchen oder maschinelle Aufbereitung geeignet.
Flüssigkeit darf nicht durch offene Nähte, beschädigte Verschlüsse oder Risse in den Schaumstoffkern gelangen.
Abnehmbare Bezüge sind entsprechend ihrer Pflegekennzeichnung zu reinigen und vor der erneuten Nutzung vollständig zu trocknen.
Ein Bezug ersetzt keine Kontrolle und gegebenenfalls erforderliche Reinigung der darunterliegenden Rolle.
Kombination mit Halbrollen, Keilen, Würfeln und Kissen
Lagerungsrollen können mit Halbrollen, Keilen, Lagerungswürfeln und Kissen kombiniert werden.
Halbrollen bieten durch ihre flache Unterseite eine stabilere Auflage, während Keile eine definierte Schräge und Würfel eine feste Höhe ermöglichen.
Kissen können kleinere Zwischenräume ausgleichen oder eine Kontaktstelle zusätzlich polstern.
Mehrere lose übereinandergelegte Rollen oder Kissen können verrutschen und eine schwer kontrollierbare Lagerungshöhe erzeugen.
Wenn eine definierte Höhe oder stabile Auflage erforderlich ist, sollte eine dafür passende einzelne Lagerungshilfe bevorzugt werden.
Die gesamte Position ist nach jeder Ergänzung erneut auf Stabilität, Gelenkstellung und Druckverteilung zu prüfen.
Kontrolle bei längerer Lagerungsdauer
Je länger eine Lagerungsrolle verwendet wird, desto wichtiger sind wiederholte Kontrollen.
Hautrötung, Druckschmerz, Taubheit, Kribbeln, Schwellung, zunehmende Beschwerden oder Unruhe können auf eine ungeeignete Position hinweisen.
Die Rolle kann unter Belastung einsinken, sich drehen oder auf der Behandlungsliege verschieben.
Auch Gelenkstellung, Atmung, Kreislauf und die Möglichkeit zur selbstständigen Positionsveränderung sind zu berücksichtigen.
Bei eingeschränkter Sensibilität, Mobilität oder Kommunikationsfähigkeit sollte die Lagerung enger kontrolliert werden.
Bei auffälligen Reaktionen ist die Rolle neu zu positionieren, auszutauschen oder die Lagerung zu beenden.
Lagerung, Verschleiß und Austausch
Lagerungsrollen sollten sauber, trocken und ohne dauerhafte Verformung aufbewahrt werden.
Schwere Gegenstände dürfen nicht langfristig auf der Rolle gelagert werden, wenn dadurch Kern oder Bezug zusammengedrückt werden.
Rollen sollten so gelagert werden, dass sie nicht unkontrolliert herunterrollen oder Laufwege blockieren.
Regelmäßig zu kontrollieren sind Form, Festigkeit, Nähte, Bezug, Verschlüsse, Griff, Magnetelemente und Oberfläche.
Dauerhafte Verformung, offene Nähte, poröse Bezüge, defekte Griffe oder nachlassende Formstabilität können einen Austausch erforderlich machen.
Beschädigte Rollen sollten nicht durch provisorische Abdeckungen dauerhaft weiterverwendet werden.
Wirtschaftliche und praxistaugliche Auswahl
Zur wirtschaftlichen Bewertung gehören Anschaffungspreis, Haltbarkeit, Formstabilität, Reinigungsaufwand, Bezugskosten, Lagerplatz und Nutzungshäufigkeit.
Mehrere Rollendurchmesser und Längen erhöhen die Anpassungsmöglichkeiten, verursachen jedoch zusätzlichen Lager- und Sortieraufwand.
Kombinierte Knie- und Nackenrollen sind nur dann vielseitig, wenn ihre Abmessungen für beide Anwendungen tatsächlich geeignet sind.
Griffe oder magnetische Befestigungen sind vor allem dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn sie im bestehenden Raum- und Liegenkonzept regelmäßig genutzt werden.
Einheitliche Bezugssysteme und klar gekennzeichnete Rollengrößen können Reinigung, Lagerung und Nachbestellung vereinfachen.
Verschlissene oder hygienisch nicht mehr sicher aufbereitbare Rollen sollten unabhängig von ihrem Anschaffungspreis ausgetauscht werden.
Hinweis: Lagerungsrollen unterstützen definierte und komfortorientierte Behandlungspositionen. Sie ersetzen jedoch keine individuelle Lagerungsentscheidung, keine Kontrolle von Gelenkstellung und Druckbelastung sowie keine für besondere Risiken vorgesehenen Spezialprodukte.
Produktvergleich: Lagerungsrollen
Die Übersicht ordnet zentrale Rollenarten nach Anwendung, Eigenschaften und Auswahlkriterien ein.
| Produkt oder Produkttyp | Typischer Einsatz | Zentrale Eigenschaften | Vor der Auswahl prüfen |
|---|---|---|---|
| Lagerungsrolle | Runde Unterstützung von Knien, Beinen, Armen, Nacken oder weiteren geeigneten Körperbereichen | Zylindrische Form mit produktspezifischem Durchmesser, Länge und Festigkeit | Körperregion, Durchmesser, Länge, Festigkeit, Einsinkverhalten, Auflagefläche, Bezug und Reinigung |
| Knierolle | Unterstützung der Knie und unteren Oberschenkel in Rückenlage | Runde Unterlage zur Herstellung einer produktspezifischen Knie- und Hüftbeugung | Durchmesser, Beinlänge, Kniekehle, Gelenkstellung, Beckenposition, Rollenlänge und Druckverteilung |
| Nackenrolle | Ergänzende Unterstützung im Hals- und Nackenbereich | Kompaktere Rolle mit produktspezifischem Durchmesser und Festigkeit | Halsform, Kopfposition, vorhandene Kopfauflage, Durchmesser, Festigkeit, Hautkontakt und Behandlungsdauer |
| Kombinierte Knie- und Nackenrolle | Flexible Verwendung an unterschiedlichen Körperbereichen | Rollenformat, das je nach Abmessungen für mehrere Lagerungsaufgaben vorgesehen sein kann | Eignung für beide Körperbereiche, Durchmesser, Länge, Festigkeit, Hygienemanagement und individuelle Anpassung |
| Lange Lagerungsrolle | Gemeinsame Unterstützung beider Beine oder breiterer Körperbereiche | Vergrößerte Rollenlänge mit breiter nutzbarer Auflage | Liegenbreite, Beinabstand, Transport, Lagerplatz, Gewicht, Formstabilität und sichere Positionierung |
| Lagerungsrolle mit Griff | Häufiges Positionieren, Transportieren oder Umsetzen im Behandlungsraum | Integrierter Griff als produktspezifische Handhabungshilfe | Griffbefestigung, Position, Belastbarkeit, Druckkontakt, Reinigung und sichere Aufbewahrung |
| Lagerungsrolle mit Magnetfunktion | Produktspezifische Befestigung oder Aufbewahrung an dafür geeigneten Flächen | Integriertes magnetisches Element je nach Rollen- und Ausstattungskonzept | Kompatible Gegenfläche, Magnetstärke, vorgesehene Funktion, Produktgewicht, Herstellerfreigabe und Abstand zu empfindlichen Geräten |
Hinweis: Bezeichnungen wie Lagerungsrolle, Knierolle, Nackenrolle, formstabil, entlastend oder magnetisch erlauben keine abschließende Aussage über Abmessungen, Festigkeit, Magnetfunktion, Belastbarkeit oder Eignung für eine bestimmte Person. Verbindlich sind die Angaben der jeweiligen Produktseite und des Herstellers.
Häufig gestellte Fragen zu Lagerungsrollen
Wofür werden Lagerungsrollen verwendet?
Sie dienen der runden Unterstützung unterschiedlicher Körperbereiche und können Behandlungs- und Liegepositionen ergänzen.
Was ist der Unterschied zwischen Lagerungsrolle und Halbrolle?
Eine Lagerungsrolle ist rund und kann leichter rollen. Eine Halbrolle besitzt eine flache Unterseite und liegt dadurch meist stabiler.
Wie wird der passende Rollendurchmesser ausgewählt?
Der Durchmesser richtet sich nach Körperregion, gewünschter Lagerungshöhe, Gelenkstellung, Körpergröße und individueller Verträglichkeit.
Ist eine größere Rolle immer komfortabler?
Nein. Eine größere Rolle hebt den Körperbereich stärker an und kann Gelenkstellung und Druckverteilung ungünstig verändern.
Wofür wird eine Knierolle eingesetzt?
Sie wird häufig unter den Knien oder unteren Oberschenkeln eingesetzt, um eine gebeugte Beinposition in Rückenlage herzustellen.
Entlastet eine Knierolle immer den unteren Rücken?
Nein. Die Wirkung auf das Liegegefühl und die Lendenwirbelsäule hängt von Person, Rollenmaß, Position und Beschwerdebild ab.
Kann eine Knierolle auch als Nackenrolle verwendet werden?
Nur wenn Durchmesser, Länge und Festigkeit für die konkrete Nackenposition geeignet sind und das Produkt für diese Nutzung vorgesehen ist.
Wie sollte eine Nackenrolle positioniert werden?
Sie sollte den Halsbereich passend unterstützen, ohne den Kopf stark anzuheben, nach hinten zu drängen oder seitlich zu verschieben.
Eignen sich Lagerungsrollen für die Sprunggelenklagerung?
Ja, sofern Durchmesser, Auflage und Position zu Bein- und Fußstellung passen und keine ungünstigen Druckstellen entstehen.
Können Lagerungsrollen Druckstellen verhindern?
Sie können die Auflage verändern und Körperbereiche unterstützen, verhindern Druckstellen aber nicht in jeder Situation.
Eignen sich Lagerungsrollen zur Dekubitusprophylaxe?
Allgemeine Lagerungsrollen ersetzen keine dafür vorgesehenen Spezialprodukte und kein professionelles Prophylaxe- oder Lagerungskonzept.
Eignen sich Lagerungsrollen für Massagebehandlungen?
Ja. Sie können die Position von Knien, Beinen, Armen oder Nacken ergänzen, sofern die Rolle zur jeweiligen Person und Anwendung passt.
Können Lagerungsrollen in der Physiotherapie eingesetzt werden?
Ja. Sie können fachlich ausgewählte Ausgangsstellungen und unterschiedliche Behandlungspositionen unterstützen.
Welchen Vorteil bietet ein Griff?
Ein Griff kann Transport und Positionierung erleichtern, darf aber weder die Lagerung noch die Reinigung beeinträchtigen.
Wofür dient eine Magnetfunktion?
Sie kann je nach Produktausführung der Befestigung oder Aufbewahrung an einer geeigneten Gegenfläche dienen. Die genaue Funktion ist den Herstellerangaben zu entnehmen.
Hält eine magnetische Rolle an jeder Therapieliege?
Nein. Die Funktion hängt von Gegenmaterial, Konstruktion, Magnetstärke und Herstellerfreigabe ab.
Lassen sich Rollen mit Keilen und Kissen kombinieren?
Ja. Die Kombination muss jedoch stabil bleiben und als gesamte Lagerungsposition beurteilt werden.
Dürfen mehrere Rollen übereinandergelegt werden?
Nur wenn die Kombination sicher liegt und nicht verrutschen kann. Eine passend dimensionierte Einzelhilfe ist meist besser kontrollierbar.
Wie werden Lagerungsrollen gereinigt?
Die Aufbereitung richtet sich nach Oberfläche, Bezug, Herstellerangaben und betrieblichem Hygieneplan.
Kann jede Lagerungsrolle desinfiziert werden?
Nein. Material und Konstruktion können die geeigneten Reinigungs- und Desinfektionsverfahren begrenzen.
Was sollte bei längerer Nutzung kontrolliert werden?
Hautzustand, Druckgefühl, Gelenkstellung, Sensibilität, Kreislauf und mögliches Verrutschen sollten kontrolliert werden.
Wann sollte eine Lagerungsrolle ausgetauscht werden?
Bei Rissen, offenen Nähten, dauerhafter Verformung, defekten Griffen, nachlassender Formstabilität oder nicht mehr sicherer Aufbereitung sollte die Nutzung beendet werden.
Wie wird die passende Lagerungsrolle ausgewählt?
Entscheidend sind Lagerungsziel, Körperregion, Durchmesser, Länge, Festigkeit, Einsinkverhalten, Gelenkstellung, Material, Reinigung und Anwendungsdauer.