KGG Pakete
KGG-Pakete bieten eine abgestimmte Geräteausstattung für Krankengymnastik am Gerät, medizinische Trainingstherapie und professionelle Trainingsräume. Sie erleichtern die Planung neuer oder erweiterter KGG-Bereiche und schaffen eine strukturierte Grundlage für aktive Therapie- und Trainingskonzepte.
KGG-Pakete für Praxis, MTT und professionelle Trainingstherapie
KGG-Pakete bündeln mehrere Trainingsgeräte zu einer vorkonfigurierten Ausstattung für Krankengymnastik am Gerät, medizinische Trainingstherapie und professionell betreute Trainingsbereiche.
Im Mittelpunkt steht nicht die isolierte Auswahl eines einzelnen Kraftgeräts, sondern die Planung eines zusammenhängenden Gerätebereichs. Dadurch können Physiotherapiepraxen, Reha-Einrichtungen und Therapiezentren eine Grundausstattung für unterschiedliche Trainingsaufgaben aufbauen oder bestehende Flächen erweitern.
In dieser Kategorie stehen die KGG-Gerätepakete ATAMA Connect I und ATAMA Connect II zur Auswahl. Sie unterscheiden sich im vorgesehenen Umfang und können abhängig von Raum, Zielgruppe und Trainingskonzept durch weitere Geräte, Zugapparate, Trainingsbänke oder Zubehör ergänzt werden.
Ein KGG-Paket ersetzt weder die individuelle Raum- und Bedarfsplanung noch die medizinische beziehungsweise therapeutische Trainingsplanung. Verbindlich für Paketumfang, Geräteeigenschaften, Aufstellung, Anwendung, Reinigung und Wartung sind die Angaben der jeweiligen Produktseiten und Hersteller.
Inhalt
- So treffen Sie die richtige Wahl
- KGG-Pakete fachlich einordnen
- Paketlösung oder einzelne Geräte
- KGG-Pakete nach Trainingskonzept auswählen
- Krankengymnastik am Gerät
- Medizinische Trainingstherapie
- Betreutes Gesundheits- und Selbstzahlertraining
- ATAMA Connect als modulare Gerätebasis
- KGG-Gerätepaket ATAMA Connect I
- KGG-Gerätepaket ATAMA Connect II
- Paketumfang und enthaltene Geräte prüfen
- Neueröffnung eines Trainingsbereichs
- Erweiterung einer bestehenden KGG-Fläche
- Modernisierung vorhandener Trainingsräume
- Zielgruppen und therapeutische Schwerpunkte
- Trainingsziele und Geräteabdeckung
- Medizinische Freigabe und individuelle Trainingsplanung
- Geräteeinstellung und Ausgangsposition
- Belastungssteuerung und Progression
- Einweisung und betreute Erstanwendung
- Trainingsplanung und Dokumentation
- Raumgröße und Stellflächen
- Bewegungs-, Zugangs- und Betreuungsflächen
- Laufwege und Fluchtwege
- Parallelbetrieb und Auslastung
- Ergänzung durch Zugapparate und Trainingsbänke
- Ergänzung durch Cardiogeräte und Kleingeräte
- Erweiterbarkeit und spätere Nachrüstung
- Wirtschaftliche Einordnung
- Reinigung und hygienische Aufbereitung
- Sicht- und Funktionskontrolle
- Wartung und technische Prüfung
- Störungen und Außerbetriebnahme
- Produktvergleich
- FAQ
So treffen Sie die richtige Wahl
Die Auswahl eines KGG-Pakets sollte mit dem fachlichen Konzept der Einrichtung beginnen.
Zu klären ist, welche Patientinnen und Patienten beziehungsweise Trainierenden den Bereich nutzen sollen, welche Körperregionen und Trainingsziele regelmäßig abgedeckt werden müssen und wie viele Personen gleichzeitig oder nacheinander betreut werden.
Ein kompakteres Paket kann für einen neu entstehenden oder ergänzenden Gerätebereich relevant sein. Eine umfangreichere Lösung kann sinnvoll sein, wenn mehr Trainingsstationen, ein breiteres Anwendungsspektrum oder eine höhere parallele Nutzung geplant werden.
Die Paketbezeichnung allein reicht für die Auswahl nicht aus. Vor der Bestellung müssen die aktuell enthaltenen Geräte, Stellmaße, Nutzerbereiche, Trainingsfunktionen und möglichen Ergänzungen geprüft werden.
Wichtige Auswahlkriterien: Trainingskonzept, Zielgruppe, Paketumfang, Raumgröße, Zugangs- und Bewegungsflächen, geplante Auslastung, Betreuungsabläufe, Erweiterbarkeit, Reinigung, Wartung und aktuelle Produktangaben.
KGG-Pakete fachlich einordnen
Ein KGG-Paket ist eine vorkonfigurierte Zusammenstellung mehrerer Trainingsgeräte für professionelle Therapie- und Trainingsbereiche.
Es kann die Geräteauswahl strukturieren und eine Ausgangsbasis für die Raumplanung schaffen. Dennoch muss geprüft werden, ob die enthaltenen Geräte tatsächlich zum fachlichen Schwerpunkt der Einrichtung passen.
Ein Paket deckt nicht automatisch sämtliche Anforderungen an Krankengymnastik am Gerät oder medizinische Trainingstherapie ab. Ergänzungen können abhängig von Zielgruppe, Raum und therapeutischem Konzept erforderlich sein.
Ebenso muss berücksichtigt werden, ob bereits vorhandene Geräte weiterhin genutzt und sinnvoll in das neue Konzept integriert werden können.
Eine vorkonfigurierte Ausstattung ersetzt keine fachliche Prüfung der einzelnen Geräte und ihrer Einsatzgrenzen.
Paketlösung oder einzelne Geräte
Eine Paketlösung ist insbesondere dann relevant, wenn mehrere Geräte gleichzeitig beschafft und als zusammenhängender Trainingsbereich geplant werden sollen.
Die Einzelgeräteauswahl bietet mehr Freiheit bei der Zusammenstellung, benötigt jedoch eine detailliertere Bedarfs-, Funktions- und Raumplanung.
Bei bestehenden Flächen kann eine individuelle Ergänzung geeigneter sein, wenn bereits mehrere wichtige Trainingsfunktionen vorhanden sind.
Bei Neueröffnungen kann ein Paket die Grundstruktur vereinfachen, sofern es zum vorgesehenen Leistungsangebot passt.
Die Paketlösung ist nicht automatisch wirtschaftlicher oder fachlich vollständiger als eine individuell geplante Ausstattung.
KGG-Pakete nach Trainingskonzept auswählen
Vor der Paketauswahl sollte feststehen, welche therapeutischen und trainingsbezogenen Aufgaben der Gerätebereich erfüllen soll.
Dazu können unter anderem gerätegestütztes Krafttraining, medizinisch geplante Belastungssteigerung, ergänzendes Ausdauertraining und langfristig betreute Trainingsprogramme gehören.
Für jede geplante Anwendung muss geprüft werden, welche Gerätefunktionen, Einstellbereiche und Betreuungsformen benötigt werden.
Nicht jedes Trainingsziel muss durch ein stationäres Kraftgerät abgebildet werden. Zugapparate, Trainingsbänke, Kleingeräte und freie Übungen können das Konzept ergänzen.
Eine große Gerätezahl garantiert kein vollständigeres oder therapeutisch geeigneteres Trainingskonzept.
Krankengymnastik am Gerät
In der Krankengymnastik am Gerät werden Übungen therapeutisch geplant, angeleitet und an den individuellen Befund angepasst.
Geräte können kontrollierbare Ausgangspositionen und reproduzierbare Belastungsstufen ermöglichen.
Einstellungen, Bewegungsausführung, Widerstand, Wiederholungszahl und Pausen müssen für die jeweilige Person festgelegt werden.
Auch bei ähnlicher Diagnose können unterschiedliche Geräte, Einstellungen und Trainingsschwerpunkte erforderlich sein.
Ein KGG-Paket ersetzt weder die therapeutische Befundung noch die individuelle Übungsauswahl.
Medizinische Trainingstherapie
In der medizinischen Trainingstherapie können KGG-Pakete die Grundlage für systematisch aufgebaute Kraft- und Belastungsprogramme bilden.
Trainingspläne können mehrere Geräte, unterschiedliche Belastungsstufen und ergänzende Übungsformen kombinieren.
Für Verlaufskontrollen sollten wichtige Einstellungen und Belastungsparameter dokumentiert werden.
Die Progression sollte nicht allein über höheres Trainingsgewicht erfolgen. Auch Bewegungsqualität, Umfang, Wiederholungen, Pausen und subjektive Reaktion sind zu berücksichtigen.
Gerätegestütztes Training garantiert keine Verbesserung von Kraft, Stabilität oder funktioneller Belastbarkeit.
Betreutes Gesundheits- und Selbstzahlertraining
KGG- und MTT-Flächen können abhängig vom Angebot der Einrichtung auch für betreute Gesundheits- oder Selbstzahlerprogramme genutzt werden.
Dafür sind klare Zugangs-, Einweisungs- und Betreuungskonzepte erforderlich.
Medizinische Vorgaben aus vorherigen Behandlungen dürfen nicht automatisch auf ein langfristiges Trainingsprogramm übertragen werden.
Selbstständiges Training setzt voraus, dass Gerätebedienung, Einstellungen und Abbruchkriterien verstanden wurden.
Eine vorhandene KGG-Ausstattung allein begründet kein geeignetes oder wirtschaftlich erfolgreiches Selbstzahlerangebot.
ATAMA Connect als modulare Gerätebasis
ATAMA Connect ist für professionelle Kraft- und Trainingsbereiche vorgesehen und bildet die Grundlage der in dieser Kategorie angebotenen KGG-Pakete.
Der modulare Ansatz kann eine Erweiterung durch weitere Geräte oder ergänzende Trainingskomponenten ermöglichen.
Welche Module, Geräte und Zubehörteile tatsächlich miteinander kombiniert werden können, richtet sich nach den aktuellen Produkt- und Herstellerangaben.
Für die Raumplanung müssen die vollständigen Stellmaße und Verstellwege der jeweiligen Geräte berücksichtigt werden.
Die Bezeichnung modular bedeutet nicht, dass jede beliebige Gerätekombination technisch oder räumlich möglich ist.
KGG-Gerätepaket ATAMA Connect I
Das KGG-Gerätepaket ATAMA Connect I ist als strukturierte Grundausstattung für KGG- und MTT-Bereiche vorgesehen.
Es kann für Einrichtungen relevant sein, die einen neuen Trainingsbereich aufbauen, eine kompaktere Fläche ausstatten oder vorhandene Geräte gezielt ergänzen möchten.
Vor der Auswahl muss geprüft werden, welche Geräte in der aktuellen Paketausführung enthalten sind und welche Trainingsaufgaben damit abgedeckt werden können.
Ebenso sind vollständige Stellflächen, Zugangswege, Einstellbereiche und mögliche Ergänzungen zu berücksichtigen.
Die Bezeichnung Grundausstattung bedeutet nicht, dass alle Anforderungen eines individuellen KGG- oder MTT-Konzepts vollständig enthalten sind.
KGG-Gerätepaket ATAMA Connect II
Das KGG-Gerätepaket ATAMA Connect II ist als umfangreichere Paketlösung für professionelle Trainingsbereiche vorgesehen.
Es kann für größere Praxen, Reha-Einrichtungen, Therapiezentren oder stärker ausgebaute MTT-Flächen relevant sein.
Ein größerer Paketumfang kann zusätzliche Trainingsstationen und eine flexiblere Organisation ermöglichen. Die tatsächlichen Möglichkeiten hängen jedoch von den enthaltenen Geräten und der Raumaufteilung ab.
Vor der Auswahl müssen Paketinhalt, parallele Nutzung, Betreuung, Stellfläche und Erweiterungsbedarf geprüft werden.
Eine umfangreichere Ausstattung garantiert weder eine höhere Auslastung noch eine wirtschaftlichere Nutzung.
Paketumfang und enthaltene Geräte prüfen
Die aktuelle Produktseite ist maßgeblich für den konkreten Liefer- und Paketumfang.
Vor der Bestellung sollte eine vollständige Liste der enthaltenen Geräte, Varianten und Zubehörteile geprüft werden.
Auch Montage, Einbringung, Anschluss, Einweisung und gegebenenfalls zusätzliche Leistungen müssen separat betrachtet werden.
Produktabbildungen oder beispielhafte Raumdarstellungen müssen nicht zwingend den vollständigen Lieferumfang zeigen.
Einzelgeräte, Funktionen oder Zubehörteile dürfen nicht allein aus der Paketbezeichnung abgeleitet werden.
Neueröffnung eines Trainingsbereichs
Bei einer Neueröffnung muss die Geräteplanung mit Raum, Zielgruppe, Personal und vorgesehenem Leistungsangebot abgestimmt werden.
Neben den Geräten werden Bereiche für Einweisung, freie Übungen, Dokumentation, Reinigung und gegebenenfalls weitere Trainingsformen benötigt.
Stromanschlüsse, Bodenbeschaffenheit, Einbringungswege, Türen und mögliche bauliche Anforderungen sollten frühzeitig geprüft werden.
Die spätere Erweiterbarkeit kann bereits bei der ersten Raumaufteilung berücksichtigt werden.
Ein Gerätepaket ersetzt keine vollständige Betriebs-, Raum- oder Investitionsplanung.
Erweiterung einer bestehenden KGG-Fläche
Bei einer Erweiterung sollte zunächst ermittelt werden, welche Trainingsaufgaben durch die vorhandene Ausstattung bereits abgedeckt sind.
Doppelungen können sinnvoll sein, wenn häufig Wartezeiten entstehen oder mehrere Personen parallel trainieren. Sie sind jedoch nicht automatisch erforderlich.
Bedienlogik, Einstellbereiche und Wartungsprozesse neuer Geräte sollten mit den vorhandenen Abläufen abgestimmt werden.
Auch der verbleibende Raum für freie Übungen und Betreuung darf durch die Erweiterung nicht unangemessen eingeschränkt werden.
Mehr Geräte bedeuten nicht automatisch ein größeres nutzbares Trainingsangebot.
Modernisierung vorhandener Trainingsräume
Bei einer Modernisierung sollte geprüft werden, welche vorhandenen Geräte weiterhin fachlich und technisch genutzt werden können.
Neben Alter und optischem Zustand sind Wartung, Ersatzteilversorgung, Einstellbereiche und tatsächliche Nutzung relevant.
Eine Paketlösung kann mehrere ältere Geräte gleichzeitig ersetzen oder einen neuen Schwerpunkt im Trainingsraum schaffen.
Vorhandene Trainingspläne und Einweisungsunterlagen müssen gegebenenfalls an die neue Ausstattung angepasst werden.
Eine modernere Geräteausstattung garantiert keine verbesserte Therapiequalität oder höhere Nutzung.
Zielgruppen und therapeutische Schwerpunkte
Die Paketauswahl sollte sich an den tatsächlichen Zielgruppen der Einrichtung orientieren.
Körpergröße, Beweglichkeit, Belastbarkeit, Transferfähigkeit und mögliche medizinische Einschränkungen beeinflussen die Nutzbarkeit einzelner Geräte.
Orthopädische, postoperative, neurologische, geriatrische oder gesundheitsorientierte Angebote können unterschiedliche Anforderungen an Positionierung, Widerstand und Betreuung stellen.
Ein breiter Nutzerkreis kann größere Verstellbereiche und ergänzende Trainingsmöglichkeiten erforderlich machen.
Eine allgemeine Zielgruppenbezeichnung ersetzt keine individuelle Eignungsprüfung am jeweiligen Gerät.
Trainingsziele und Geräteabdeckung
Vor der Bestellung sollte eine Matrix aus Trainingszielen und vorhandenen beziehungsweise geplanten Geräten erstellt werden.
Dadurch lässt sich erkennen, welche Bewegungsrichtungen, Körperregionen und Belastungsformen bereits abgedeckt sind.
Nicht jedes Ziel benötigt ein eigenes Gerät. Ein Gerät kann abhängig von Einstellung und Übung mehrere Aufgaben übernehmen.
Umgekehrt kann ein Gerät eine bestimmte freie oder alltagsnahe Bewegung nicht vollständig ersetzen.
Die Anzahl der Geräte erlaubt keine alleinige Aussage über die fachliche Breite eines Trainingsbereichs.
Medizinische Freigabe und individuelle Trainingsplanung
Vor der Nutzung müssen medizinische und therapeutische Vorgaben berücksichtigt werden.
Relevante Faktoren sind unter anderem Operationen, Schmerzen, Schwellungen, Bewegungseinschränkungen, neurologische Symptome und Kreislaufbelastbarkeit.
Bewegungsumfang, Ausgangsposition, Widerstand und Wiederholungszahl müssen zur jeweiligen Person passen.
Bei veränderten Beschwerden oder neuen ärztlichen Vorgaben muss die Trainingsplanung überprüft werden.
Eine technisch mögliche Geräteeinstellung oder Gewichtsstufe ist nicht automatisch medizinisch geeignet.
Geräteeinstellung und Ausgangsposition
Sitz, Rückenlehne, Polster, Hebel, Griffe, Fußauflagen und Bewegungsbegrenzungen müssen entsprechend dem jeweiligen Gerät eingestellt werden.
Die Ausgangsposition sollte die vorgesehene Bewegung kontrolliert ermöglichen, ohne unnötigen Druck, starkes Ausweichen oder unsicheren Kontakt.
Nach größeren Verstellungen sollte die Bewegung zunächst mit geringer Belastung geprüft werden.
Bei wechselnden Nutzerinnen und Nutzern sind dokumentierte Einstellwerte hilfreich.
Allgemeine Einstellregeln ersetzen keine individuelle Bewegungs- und Beschwerdekontrolle.
Belastungssteuerung und Progression
Die Anfangsbelastung sollte eine kontrollierte Bewegung ohne deutliches Pressen oder nachlassende Position ermöglichen.
Trainingsgewicht, Wiederholungszahl, Bewegungstempo, Bewegungsumfang, Satzanzahl und Pausen müssen gemeinsam geplant werden.
Mehrere Belastungsparameter sollten nicht gleichzeitig deutlich erhöht werden.
Bei Schmerzen, zunehmenden Ausweichbewegungen oder deutlichem Kontrollverlust ist die Belastung anzupassen beziehungsweise die Übung zu beenden.
Höhere Gewichte oder mehr Wiederholungen sind kein alleiniger Nachweis für therapeutischen Fortschritt.
Einweisung und betreute Erstanwendung
Vor der ersten Nutzung müssen Zugang, Einstellung, Bewegungsablauf, Belastungsänderung und Übungsende erklärt werden.
Die erste Anwendung sollte mit geringer Belastung und direkter Beobachtung erfolgen.
Auch der Umgang mit Verstellmechanismen, Sicherungen, Steckgewichten oder weiterem Zubehör muss vermittelt werden.
Selbstständiges Training sollte erst erfolgen, wenn Bedienung, Ausgangsposition und Abbruchkriterien verstanden wurden.
Eine einmalige Einweisung ersetzt keine erneute Kontrolle bei geändertem Gerät, Trainingsplan oder Gesundheitszustand.
Trainingsplanung und Dokumentation
Für nachvollziehbare Trainingsverläufe sollten Gerät, Einstellungen, Belastung, Wiederholungen, Sätze und Pausen dokumentiert werden.
Auch Bewegungsumfang, subjektive Anstrengung, Schmerzen, besondere Hilfestellungen und Abweichungen können relevant sein.
Vergleichseinheiten sollten unter möglichst ähnlichen Bedingungen stattfinden.
Dokumentierte Einstellungen müssen vor der Nutzung dennoch kontrolliert werden, da Geräte oder Positionen verändert worden sein können.
Trainingsdaten sind nur im Zusammenhang mit Ausführung, Befund und individueller Reaktion aussagekräftig.
Raumgröße und Stellflächen
Für die Raumplanung sind die vollständigen Gerätemaße der aktuellen Paketausführung erforderlich.
Zur reinen Stellfläche kommen Verstellwege, Zugang, Bewegungsraum und Betreuungspositionen hinzu.
Türen, Fenster, Heizkörper, Säulen, Steckdosen und weitere bauliche Elemente können die Aufstellung beeinflussen.
Die Geräte sollten so angeordnet werden, dass Einstellungen und Wartungsbereiche erreichbar bleiben.
Die Summe der Geräteabmessungen entspricht nicht dem vollständigen Flächenbedarf eines KGG-Bereichs.
Bewegungs-, Zugangs- und Betreuungsflächen
Geräte benötigen ausreichend Raum für Ein- und Ausstieg sowie für alle vorgesehenen Bewegungen.
Bewegliche Hebel, Gewichtsarme, Sitzverstellungen und Zugkomponenten dürfen nicht mit benachbarten Geräten kollidieren.
Therapeutinnen und Therapeuten müssen die trainierende Person beobachten und bei Bedarf erreichen können.
Auch für Gehhilfen, Rollatoren oder andere Hilfsmittel kann zusätzliche Fläche erforderlich sein.
Engere Aufstellung erhöht nicht automatisch die nutzbare Kapazität des Trainingsraums.
Laufwege und Fluchtwege
Lauf- und Fluchtwege müssen bei der Geräteaufstellung frei bleiben.
Trainierende Personen dürfen bei Zugang oder Gerätewechsel nicht durch bewegliche Bauteile anderer Geräte geführt werden.
Kabel, Matten, Zubehör und mobile Bänke dürfen keine Stolperstellen bilden.
Im Notfall müssen Raum und Gerätebereich zügig verlassen werden können.
Eine optisch klare Raumaufteilung ersetzt keine Prüfung der betrieblichen und baulichen Anforderungen.
Parallelbetrieb und Auslastung
Die geplante Zahl gleichzeitig trainierender Personen beeinflusst Geräteanzahl, Raumaufteilung und Betreuungsbedarf.
Engpässe entstehen nicht nur durch fehlende Geräte, sondern auch durch lange Einstellzeiten oder häufig benötigte Betreuung.
Unterschiedliche Geräte können in einem Zirkel kombiniert werden, sofern Wechselwege und Trainingslogik passen.
Wartung, Reinigung oder technische Störungen können die verfügbare Kapazität zeitweise reduzieren.
Eine höhere Gerätezahl garantiert keine höhere Auslastung oder effizientere Betreuung.
Ergänzung durch Zugapparate und Trainingsbänke
Zugapparate können zusätzliche Bewegungsrichtungen und freier geführte Übungen ermöglichen.
Trainingsbänke können für sitzende, liegende oder abgestützte Übungen eingesetzt werden, sofern Belastbarkeit und Verwendung freigegeben sind.
Für beide Produktgruppen müssen Bewegungsraum, Zubehörlagerung und Betreuungspositionen berücksichtigt werden.
Mobile Komponenten sollten nach der Nutzung einen definierten Abstellplatz haben.
Zusätzliche Geräte sind nur dann sinnvoll, wenn sie ein konkret geplantes Trainingsziel oder einen erkennbaren Kapazitätsbedarf abdecken.
Ergänzung durch Cardiogeräte und Kleingeräte
Cardiogeräte können Warm-up, Ausdauertraining und kontrollierten Belastungsaufbau ergänzen.
Kleingeräte können freie Kraft-, Koordinations- und Beweglichkeitsübungen ermöglichen.
Beide Bereiche benötigen zusätzliche Stell-, Bewegungs- und Lagerflächen.
Die Ergänzungen sollten in den Trainingsablauf integriert und nicht lediglich aufgrund verfügbarer Restfläche ausgewählt werden.
Ein größerer Produktmix garantiert kein ausgewogeneres oder wirksameres Trainingskonzept.
Erweiterbarkeit und spätere Nachrüstung
Bei der Erstplanung sollte berücksichtigt werden, ob später weitere Geräte oder Zubehörteile ergänzt werden sollen.
Dafür können freie Stellflächen, geeignete Stromanschlüsse und anpassbare Laufwege relevant sein.
Die Kompatibilität späterer Ergänzungen muss anhand der dann aktuellen Produkt- und Herstellerangaben geprüft werden.
Auch neue Geräte erfordern Einweisung, Reinigungsprozesse, technische Kontrolle und gegebenenfalls angepasste Trainingsunterlagen.
Erweiterbar bedeutet nicht, dass jede spätere Ergänzung ohne Veränderung der Raumaufteilung möglich ist.
Wirtschaftliche Einordnung
Für die wirtschaftliche Bewertung sollten neben dem Anschaffungspreis auch Einbringung, Aufstellung, Wartung, Reparaturen, Reinigung und mögliche Ergänzungen betrachtet werden.
Relevant ist außerdem, wie häufig die einzelnen Geräte voraussichtlich genutzt werden und ob sie zum tatsächlichen Leistungsangebot passen.
Eine paketweise Beschaffung kann die Investitionsplanung strukturieren. Daraus folgt jedoch nicht automatisch ein wirtschaftlicher Vorteil gegenüber einer Einzelzusammenstellung.
Personalbedarf, Einweisungszeiten, Raumkosten und mögliche Ausfallzeiten sollten in die Betrachtung einbezogen werden.
Weder ATAMA Connect I noch ATAMA Connect II garantiert eine bestimmte Auslastung, Amortisation oder Umsatzentwicklung.
Reinigung und hygienische Aufbereitung
Sitze, Rückenlehnen, Polster, Griffe, Hebel, Fußauflagen und weitere Kontaktflächen müssen entsprechend Material und Herstellerangaben gereinigt werden.
Flüssigkeit darf nicht in Lager, Gewichtsführungen, Verstellmechanismen, Elektronik oder andere empfindliche Komponenten gelangen.
Nach feuchter Reinigung müssen Kontakt- und Trittflächen vollständig trocknen.
Reinigungsintervalle sollten an Nutzungshäufigkeit und betriebliche Hygienevorgaben angepasst werden.
Abwaschbar oder desinfizierbar bedeutet nicht, dass jedes Reinigungs- beziehungsweise Desinfektionsmittel geeignet ist.
Sicht- und Funktionskontrolle
Vor jeder Nutzung sollten Polster, Griffe, Fußauflagen, Verstellungen, Steckgewichte, Seile, Rollen und sichtbare Befestigungen kontrolliert werden.
Einstellmechanismen müssen vollständig einrasten und dürfen sich während des Trainings nicht unbeabsichtigt lösen.
Bewegliche Bauteile müssen gleichmäßig und ohne Blockieren, ungewöhnliche Geräusche oder übermäßiges Spiel funktionieren.
Beschädigte Polster, Seile, Gurte oder Sicherungselemente müssen vor weiterer Nutzung geprüft werden.
Ein äußerlich sauberer Zustand bestätigt nicht automatisch die vollständige technische Funktionsfähigkeit.
Wartung und technische Prüfung
Wartungs- und Prüffristen richten sich nach Herstellerangaben, Nutzungshäufigkeit und betrieblichen Vorgaben.
Führungen, Gelenke, Rollen, Seile, Befestigungen, Gewichtsaufnahmen, Polster und Verstellmechanismen müssen im vorgesehenen Umfang geprüft werden.
Wartungsarbeiten dürfen nur durch entsprechend qualifizierte beziehungsweise autorisierte Personen durchgeführt werden.
Wartungen, Reparaturen, Austauschkomponenten und technische Störungen sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.
Ein äußerlich unbeschädigtes Gerät ist nicht automatisch technisch vollständig funktionsfähig.
Störungen und Außerbetriebnahme
Bei beschädigten Polstern, Griffen, Seilen, Rollen, Verstellungen, Sicherungen oder Befestigungen darf das Gerät nicht ungeprüft weiterverwendet werden.
Blockierende Bewegungen, ungewöhnliche Geräusche oder instabile Bauteile erfordern eine technische Prüfung.
Provisorische Reparaturen mit Klebeband, fremden Schrauben, Seilen oder nicht freigegebenen Ersatzteilen sind ungeeignet.
Das betroffene Gerät muss eindeutig gekennzeichnet und gegen weitere Nutzung gesichert werden.
Eine Wiederfreigabe darf erst nach fachgerechter Prüfung, Reparatur oder Austausch erfolgen.
Produktvergleich: KGG-Pakete für professionelle Trainingsbereiche
Die Übersicht ordnet die beiden im Ausgangstext genannten Paketlösungen nach möglichem Einsatz und zentralen Auswahlkriterien ein. Der konkrete Inhalt muss der jeweiligen Produktseite entnommen werden.
| Produkt | Einordnung | Möglicher Einsatz | Besonders relevant für | Vor der Auswahl prüfen |
|---|---|---|---|---|
| KGG-Gerätepaket ATAMA Connect I | Strukturierte Grundausstattung für einen KGG- beziehungsweise MTT-Bereich | Einstieg in einen gerätegestützten Trainingsbereich, Praxiserweiterung oder Ergänzung vorhandener Geräte | Physiotherapiepraxen, kompaktere KGG-Flächen, MTT-Räume und Therapieeinrichtungen | Aktueller Paketinhalt, Trainingsziele, Stellflächen, Nutzerbereiche, Einstellwege, vorhandene Geräte, Erweiterungen, Montage und Herstellerangaben |
| KGG-Gerätepaket ATAMA Connect II | Umfangreichere Paketlösung für professionell ausgebaute Trainingsbereiche | Größere KGG- und MTT-Flächen, zusätzliche Trainingsstationen und differenziertere Raumkonzepte | Größere Praxen, Reha-Einrichtungen, Therapiezentren und professionelle MTT-Bereiche | Aktueller Paketinhalt, tatsächliche Mehrfunktionen, Raumgröße, parallele Nutzung, Betreuung, Erweiterbarkeit, Investitionsrahmen und Herstellerangaben |
Hinweis: Begriffe wie komplett, abgestimmt, vielseitig, funktional, sicher, wirtschaftlich oder für eine bestimmte Einrichtungsgröße geeignet erlauben keine abschließende Aussage über den individuellen Bedarf. Maßgeblich sind der aktuelle Paketinhalt, die tatsächlichen Geräteeigenschaften, die Raum- und Bedarfsplanung sowie die Produkt- und Herstellerangaben.
Häufig gestellte Fragen zu KGG-Paketen
Was ist ein KGG-Paket?
Eine vorkonfigurierte Zusammenstellung mehrerer Trainingsgeräte für Krankengymnastik am Gerät, medizinische Trainingstherapie und professionelle Trainingsbereiche.
Wann ist ein KGG-Paket sinnvoll?
Wenn mehrere Geräte gemeinsam für eine Neueröffnung, Erweiterung oder Modernisierung eines Trainingsbereichs beschafft werden sollen.
Ist ein Paket immer besser als eine Einzelzusammenstellung?
Nein. Die geeignete Lösung hängt von vorhandenen Geräten, Trainingskonzept, Raum und benötigten Funktionen ab.
Was ist der Unterschied zwischen ATAMA Connect I und II?
ATAMA Connect I ist als kompaktere Grundausstattung eingeordnet. ATAMA Connect II ist als umfangreichere Paketlösung vorgesehen. Die konkreten Unterschiede ergeben sich aus den aktuellen Produktseiten.
Welche Geräte sind in den Paketen enthalten?
Der verbindliche Inhalt ist der jeweiligen aktuellen Produktseite zu entnehmen. Aus der Paketbezeichnung allein sollte keine Geräteliste abgeleitet werden.
Für welche Einrichtungen eignen sich KGG-Pakete?
Für Physiotherapiepraxen, Reha-Einrichtungen, Therapiezentren und professionelle KGG- beziehungsweise MTT-Bereiche, sofern Umfang und Raum zum Konzept passen.
Eignen sich die Pakete für Krankengymnastik am Gerät?
Sie können eine Gerätebasis für KGG bilden, wenn die Ausstattung fachlich geplant und individuell eingesetzt wird.
Eignen sich die Pakete für MTT?
Ja, sofern die enthaltenen Geräte zum medizinischen Trainingskonzept und zur jeweiligen Zielgruppe passen.
Deckt ein KGG-Paket alle Trainingsziele ab?
Nicht zwingend. Abhängig vom Konzept können Zugapparate, Bänke, Cardiogeräte, Kleingeräte oder weitere Kraftgeräte erforderlich sein.
Können die Pakete erweitert werden?
Je nach Raum, Produktkompatibilität und aktuellem Sortiment können weitere Geräte oder Zubehörteile ergänzt werden.
Kann ein bestehender Trainingsraum mit einem Paket ergänzt werden?
Ja, wenn vorhandene Geräte, freie Flächen und fehlende Trainingsfunktionen vorab geprüft werden.
Welches Paket ist für eine kleinere Praxis geeignet?
ATAMA Connect I kann als kompaktere Lösung relevant sein. Entscheidend bleiben Paketinhalt, Raum und Trainingskonzept.
Welches Paket ist für einen größeren MTT-Bereich geeignet?
ATAMA Connect II kann aufgrund der umfangreicheren Einordnung relevant sein. Die konkrete Eignung muss anhand des aktuellen Inhalts und der Nutzung geprüft werden.
Wie wird der Platzbedarf berechnet?
Aus Gerätemaßen, Verstellwegen, Bewegungsflächen, Zugang, Betreuung, Laufwegen und gegebenenfalls freien Übungsflächen.
Reicht die Summe der Geräteabmessungen für die Raumplanung?
Nein. Zusätzlich müssen Zugangs-, Bewegungs-, Betreuungs- und Sicherheitsflächen berücksichtigt werden.
Können mehrere Personen gleichzeitig trainieren?
Abhängig von Gerätezahl, Raum, Aufsicht und Trainingsorganisation kann ein Parallelbetrieb möglich sein.
Garantiert ein größeres Paket eine höhere Auslastung?
Nein. Die Auslastung hängt unter anderem von Angebot, Zielgruppe, Personal, Terminplanung und tatsächlichem Bedarf ab.
Sind KGG-Pakete automatisch wirtschaftlicher?
Nicht zwingend. Anschaffung, Nutzung, Raum, Wartung, Personal und mögliche Ergänzungen müssen gemeinsam bewertet werden.
Müssen Nutzerinnen und Nutzer eingewiesen werden?
Ja. Zugang, Einstellungen, Bewegungsausführung, Belastungsänderung und Abbruchkriterien müssen erklärt werden.
Können Patientinnen und Patienten selbstständig trainieren?
Nur nach geeigneter Einweisung, individueller Freigabe und bei ausreichendem Verständnis von Bedienung und Trainingsplan.
Welche Trainingswerte sollten dokumentiert werden?
Gerät, Einstellungen, Belastung, Wiederholungen, Sätze, Pausen, Bewegungsumfang, Beschwerden und besondere Hilfestellungen.
Wie werden die Geräte gereinigt?
Entsprechend Material und Herstellerangaben, ohne Flüssigkeit in Führungen, Lager, Verstellungen oder elektrische Komponenten einzubringen.
Kann jedes Desinfektionsmittel verwendet werden?
Nein. Das Mittel muss mit Polstern, Griffen, Lackierungen, Kunststoffen und weiteren Materialien verträglich sein.
Was sollte vor jeder Nutzung kontrolliert werden?
Polster, Griffe, Fußauflagen, Verstellungen, Gewichtsstecker, Seile, Rollen, Sicherungen und freie Gerätebewegung.
Wann muss ein Gerät außer Betrieb genommen werden?
Bei beschädigten oder gelösten Bauteilen, blockierenden Bewegungen, ungewöhnlichen Geräuschen oder defekten Sicherungen.
Dürfen Schäden provisorisch repariert werden?
Nein. Nicht freigegebene Reparaturen können Funktion und Belastbarkeit des Geräts beeinträchtigen.
Was gehört zu einem professionellen KGG-Paket-Konzept?
Eine fachlich begründete Paketauswahl, Prüfung des aktuellen Inhalts, Raum- und Wegeplanung, individuelle Trainingsfreigabe, korrekte Geräteeinstellungen, geschulte Mitarbeitende, dokumentierte Belastungssteuerung, hygienische Aufbereitung, Wartung und regelmäßige technische Kontrollen.