KONZEPTE

KGG- und MTT-Konzepte unterstützen Praxen, Rehabilitationseinrichtungen und Therapiezentren bei der strukturierten Ausstattung professioneller Trainings- und Therapiebereiche. Die Kategorie umfasst spezialisierte Konzeptlösungen für Hüfte, Knie, Schulter und Wirbelsäule. Sie richtet sich an Einrichtungen, die gerätegestützte Therapie, medizinische Trainingstherapie und funktionelles Aufbautraining gezielt planen oder bestehende Trainingsflächen fachlich erweitern möchten. Je nach Schwerpunkt lassen sich einzelne Körperregionen differenziert abdecken oder mehrere Konzepte zu einem umfassenden KGG- und MTT-Bereich kombinieren.

KGG- und MTT-Konzepte für Praxis, Therapie und professionelle Rehabilitation

KGG- und MTT-Konzepte unterstützen die strukturierte Planung gerätegestützter Therapie- und Trainingsbereiche. Die Geräte werden dabei nicht nur einzeln, sondern nach Körperregion, Bewegungsrichtung, Zielgruppe und therapeutischer Aufgabenstellung betrachtet.

Zur Kategorie gehören das König Hüftkonzept, das Hüft- und Kniekonzept, das Schulterkonzept und das Wirbelsäulenkonzept. Die Bereiche unterscheiden sich hinsichtlich Produkttypen, Bewegungsaufgaben, Platzbedarf und möglicher Einbindung in Krankengymnastik am Gerät, medizinische Trainingstherapie und Rehabilitation.

Ein Konzept kann als spezialisierter Teilbereich oder als Baustein einer umfassenderen Trainingsfläche geplant werden. Entscheidend ist, dass Geräteauswahl, Raumplanung, Mitarbeiterschulung und tatsächlicher Versorgungsbedarf zusammenpassen.

KGG- und MTT-Konzepte ersetzen weder die individuelle Befundung noch die medizinische Freigabe und fachliche Trainingsplanung. Verbindlich für Geräteausstattung, Anwendung, Belastung, Kontraindikationen, Reinigung und Wartung sind die Angaben der jeweiligen Produktseite und des Herstellers.

Inhalt

  • So treffen Sie die richtige Wahl
  • KGG und MTT fachlich einordnen
  • Konzept statt einzelner Geräteauswahl
  • Bedarf und Therapieschwerpunkt ermitteln
  • König Hüftkonzept
  • Hüft- und Kniekonzept
  • Schulterkonzept
  • Wirbelsäulenkonzept
  • Kompaktes Spezialkonzept oder umfassender Gerätebereich
  • Einsatz in Physiotherapiepraxen
  • Einsatz in Rehabilitation und Therapiezentren
  • Prävention und betreutes Gesundheitstraining
  • Medizinische Freigabe und individuelle Befundung
  • Belastungssteuerung und Trainingsprogression
  • Geräteeinstellung und Einweisung
  • Trainingsplanung und Dokumentation
  • Raumplanung und Geräteabstände
  • Zugang und barrierearme Nutzung
  • Personalbedarf und Mitarbeiterschulung
  • Auslastung und organisatorische Einbindung
  • Reinigung und hygienische Aufbereitung
  • Sicht- und Funktionskontrolle
  • Wartung und technische Prüfung
  • Störungen und Außerbetriebnahme
  • Konzeptvergleich
  • FAQ

So treffen Sie die richtige Wahl

Die Auswahl sollte mit dem tatsächlichen Therapie- und Trainingsbedarf der Einrichtung beginnen.

Regelmäßig behandelte Körperregionen, Patientengruppen, vorhandene Verordnungen, Selbstzahlerangebote und bestehende Geräte sollten gemeinsam betrachtet werden.

Ein König Hüftkonzept kann sinnvoll sein, wenn hüftbezogene Bewegungs- und Positionierungsaufgaben im Mittelpunkt stehen. Das Hüft- und Kniekonzept deckt mehrere Bewegungen der unteren Extremität ab. Schulter- und Wirbelsäulenkonzepte richten sich an spezialisierte gerätegestützte Programme für Oberkörper, HWS und Rumpf.

Vor der Auswahl sollten außerdem Raumgröße, Gerätezugänge, Personalqualifikation, Einweisungsaufwand, Dokumentationsbedarf, Wartung und erwartete Nutzungshäufigkeit geprüft werden.

Wichtige Auswahlkriterien: Therapieschwerpunkt, Zielregion, Patientengruppen, medizinische Freigaben, vorhandene Geräte, Bewegungsrichtungen, Raum, Zugänglichkeit, Personal, Dokumentation, Auslastung, Reinigung, Wartung und Herstellerangaben.

KGG und MTT fachlich einordnen

Krankengymnastik am Gerät und medizinische Trainingstherapie umfassen fachlich geplante aktive Übungen mit dosierbarer Belastung.

Geräte können definierte Bewegungen und Belastungen ermöglichen, ersetzen jedoch keine individuelle Auswahl, Anleitung und Verlaufskontrolle.

Je nach Therapieziel können gerätegestützte Übungen mit freien Übungen, Koordination, Ausdauer, Gangtraining oder funktionellen Aufgaben kombiniert werden.

Die Bezeichnungen KGG und MTT erlauben keine pauschale Aussage darüber, welche Geräte für eine bestimmte Person geeignet oder verordnungsfähig sind.

Verbindlich sind die fachlichen, medizinischen und gegebenenfalls abrechnungsbezogenen Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereichs.

Konzept statt einzelner Geräteauswahl

Eine konzeptionelle Planung betrachtet Geräte als zusammenhängenden Teil eines Therapie- und Trainingsprozesses.

Dabei werden Bewegungsrichtungen, Zielregionen, mögliche Übungsreihenfolgen und organisatorische Abläufe aufeinander abgestimmt.

Ein Konzept kann Überschneidungen vermeiden und zeigen, welche Funktionen bereits durch vorhandene Geräte abgedeckt werden.

Gleichzeitig sollte nicht jedes verfügbare Gerät allein zur Vervollständigung einer Produktreihe angeschafft werden.

Ein vollständiger Produktumfang ist nicht automatisch das wirtschaftlich oder therapeutisch passende Konzept für jede Einrichtung.

Bedarf und Therapieschwerpunkt ermitteln

Vor der Geräteauswahl sollte analysiert werden, welche Diagnosen, Körperregionen und Trainingsziele regelmäßig auftreten.

Auch durchschnittliche Körpermaße, Mobilität, notwendige Unterstützung und mögliche postoperative Einschränkungen der Zielgruppen sind relevant.

Die Häufigkeit geplanter Anwendungen beeinflusst, ob ein spezialisiertes Einzelkonzept oder ein breiterer Gerätebereich sinnvoll ist.

Bestehende Geräte, Kabelzüge, freie Trainingsflächen und Ausdauergeräte sollten in die Planung einbezogen werden.

Die Bedarfsermittlung sollte vor einer Festlegung auf Hersteller, Geräteserie oder vollständige Ausstattung erfolgen.

König Hüftkonzept

Das König Hüftkonzept ist ein spezialisierter Konzeptbereich für hüftbezogene Bewegungs-, Positionierungs- und Trainingsaufgaben.

Zum Konzept gehören König HIP-FLEX, König HIP-EX, König HIP-FIX und das König HIP-SET.

Die Produkte verfolgen unterschiedliche Aufgaben und dürfen nicht ohne Prüfung als austauschbare Hüfttrainingsgeräte betrachtet werden.

Je nach Produktausführung können Bewegungsführung, Fixierung oder eine kombinierte Anwendung innerhalb des Hüftkonzepts im Vordergrund stehen.

Der konkrete Einsatzzweck, die zulässige Zielgruppe und die therapeutische Anwendung müssen anhand der aktuellen Produkt- und Herstellerangaben geprüft werden.

Hüft- und Kniekonzept

Das Hüft- und Kniekonzept umfasst Geräte für Kniebeugung, Kniestreckung, mehrgelenkige Druckbewegungen sowie Hüftabduktion, Hüftadduktion und Hüftextension.

Zum Konzept gehören DAVID Beinbeuger G300 MD-A, DAVID Beinstrecker G200 MD-A, DAVID Funktionsstemme G210 MD-A, DAVID Funktionsstemme G250 MD-A, DAVID Hüftabduktion G310 MD-A, DAVID Hüftadduktion G320 MD-A und DAVID Hüftstrecker G260 MD-A.

Stärker eingegrenzte Knie- und Hüftbewegungen können mit mehrgelenkigen Übungen kombiniert werden.

Die Auswahl richtet sich nach Befund, Belastungsfreigabe, Trainingsphase und notwendigem Bewegungsumfang.

Das Konzept garantiert keine Verbesserung von Gang, Beinachse, Stabilität oder Beschwerden.

Schulterkonzept

Das Schulterkonzept umfasst druck- und zugorientierte Oberkörperbewegungen sowie Schulterabduktion, Innenrotation und Außenrotation.

Zum Konzept gehören DAVID Brustpresse Protraktion G510 MD-A, DAVID Pull-Down G420 MD-A, DAVID Schulterabduktion G460 MD-A, DAVID Schulteraußenrotation G660 MD-A und DAVID Schulterinnenrotation G640 MD-A.

Die Geräte ermöglichen unterschiedliche Schulter- und Oberkörperbewegungen innerhalb definierter Bewegungswege.

Schultergelenk, Schulterblatt, Brustwirbelsäule und Rumpf sollten bei der Trainingsplanung gemeinsam betrachtet werden.

Das Konzept garantiert keine Gelenkzentrierung, Stabilisation, Haltungskorrektur oder Beschwerdeverbesserung.

Wirbelsäulenkonzept

Das Wirbelsäulenkonzept umfasst Geräte für Halswirbelsäule und Rumpf in mehreren Bewegungsrichtungen.

Zum Konzept gehören DAVID HWS Extension/Lateralflexion G140 MD-A, DAVID HWS Rotation G160 MD-A, DAVID Rumpfextension G110 MD-A, DAVID Rumpfflexion G130 MD-A, DAVID Rumpflateralflexion G150 MD-A und DAVID Rumpfrotation G120 MD-A.

HWS- und Rumpfgeräte unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Bewegungsweg, Belastung und notwendiger Einstellung.

Besonders HWS-Übungen erfordern eine sorgfältige Positionierung und dosierte Belastungssteigerung.

Das Konzept garantiert keine Verbesserung von Haltung, Rückenschmerzen, Nackenbeschwerden oder allgemeiner Wirbelsäulenfunktion.

Kompaktes Spezialkonzept oder umfassender Gerätebereich

Ein kompaktes Spezialkonzept kann sinnvoll sein, wenn eine Körperregion regelmäßig behandelt wird und bereits weitere Trainingsmöglichkeiten vorhanden sind.

Ein umfassender Gerätebereich kann mehrere Körperregionen und Trainingsphasen abdecken, benötigt jedoch mehr Fläche, Kapital, Wartung und organisatorische Betreuung.

Nicht jede Einrichtung benötigt gleichzeitig ein vollständiges Hüft-, Knie-, Schulter- und Wirbelsäulenkonzept.

Eine schrittweise Erweiterung kann sinnvoll sein, wenn Nutzung und Versorgungsbedarf zunächst beobachtet werden sollen.

Die größte Gerätezahl ist nicht automatisch die fachlich oder wirtschaftlich beste Lösung.

Einsatz in Physiotherapiepraxen

In Physiotherapiepraxen können Konzepte aktive Therapieangebote und Krankengymnastik am Gerät ergänzen.

Geräte sollten in bestehende Termin-, Einweisungs- und Dokumentationsprozesse eingebunden werden.

Es muss festgelegt sein, welche Mitarbeitenden Geräte einstellen, Trainingspläne erstellen und selbstständige Einheiten freigeben dürfen.

Die tatsächliche Nutzung hängt von Patientenzahl, Raumbelegung, Behandlungsstruktur und Personalverfügbarkeit ab.

Ein Konzept führt nicht automatisch zu höherer Auslastung oder effizienteren Praxisabläufen.

Einsatz in Rehabilitation und Therapiezentren

Reha-Einrichtungen und Therapiezentren können mehrere Konzepte nach Indikation und Behandlungsphase kombinieren.

Eine klare räumliche und organisatorische Struktur kann die Zuordnung von Geräten und Trainingsplänen erleichtern.

Bei größeren Trainingsflächen sind einheitliche Einweisungs-, Dokumentations- und Kontrollstandards erforderlich.

Unterschiedliche Fachbereiche sollten klären, wer für Gerätefreigabe, Wartungsmeldungen und Trainingsanpassungen verantwortlich ist.

Eine umfangreiche Ausstattung ersetzt keine abgestimmten Behandlungs- und Kommunikationsprozesse.

Prävention und betreutes Gesundheitstraining

Gerätebereiche können auch in betreute Präventions- und Gesundheitstrainingsangebote eingebunden werden.

Übungen und Belastungen müssen weiterhin an Ausgangssituation, Beschwerden und Trainingsziele angepasst werden.

Selbstzahlerangebote sollten einen nachvollziehbaren fachlichen Inhalt, geregelte Betreuung und transparente Leistungsbeschreibung besitzen.

Langfristige Programme können Kraftgeräte mit Ausdauer, Beweglichkeit, Gleichgewicht und freien Übungen verbinden.

Gerätegestütztes Gesundheitstraining garantiert keine Beschwerdefreiheit oder Vermeidung späterer Erkrankungen.

Medizinische Freigabe und individuelle Befundung

Vor dem Training muss geklärt sein, welche Bewegungen, Winkel und Belastungen zulässig sind.

Diagnose, Operationen, Heilungsphase, Schmerz, neurologische Symptome, Beweglichkeit und Belastungsverträglichkeit können die Geräteauswahl beeinflussen.

Postoperative Freigaben können sich je nach Körperregion, Bewegungsrichtung und verwendetem Gerät unterscheiden.

Bei Veränderungen der Beschwerden muss der Trainingsplan erneut überprüft werden.

Eine am Gerät mögliche Einstellung ist nicht automatisch medizinisch oder therapeutisch freigegeben.

Belastungssteuerung und Trainingsprogression

Belastung umfasst nicht nur das Trainingsgewicht, sondern auch Bewegungsumfang, Wiederholungen, Sätze, Tempo und Pausen.

Die Anfangsbelastung sollte eine kontrollierte Bewegung ohne deutliche Ausweichbewegungen ermöglichen.

Mehrere Belastungsparameter sollten nicht gleichzeitig deutlich erhöht werden.

Progression kann auch durch größere Bewegungswege, komplexere Übungen oder den Übergang zu mehrgelenkigen Bewegungen erfolgen.

Ein höheres Trainingsgewicht ist kein allgemeiner Nachweis für Therapieerfolg oder vollständige funktionelle Belastbarkeit.

Geräteeinstellung und Einweisung

Sitz, Polster, Griffe, Beinauflagen, Bewegungsachsen und Ausgangspositionen müssen an die jeweilige Person angepasst werden.

Vor der ersten Belastung sollte ein gering belasteter Probelauf durchgeführt werden.

Die trainierende Person muss Bewegungsrichtung, Start- und Endposition sowie Abbruchmöglichkeiten verstehen.

Selbstständiges Training sollte erst nach geeigneter Einweisung und Freigabe erfolgen.

Eine einmalige Einweisung ersetzt keine erneute Kontrolle bei geänderten Einstellungen, Beschwerden oder Trainingszielen.

Trainingsplanung und Dokumentation

Für nachvollziehbare Trainingsverläufe sollten Gerät, Einstellungen, Gewicht, Bewegungsumfang, Wiederholungen und Beschwerden dokumentiert werden.

Bei Vergleichseinheiten müssen wesentliche Bedingungen möglichst übereinstimmen.

Veränderungen sollten nicht ausschließlich anhand des bewegten Gewichts bewertet werden.

Bewegungsqualität, Verträglichkeit und funktionelle Entwicklung bleiben eigenständige Beurteilungsbereiche.

Ein gespeicherter Trainingswert ist nur im Zusammenhang mit Gerät, Einstellung und Test- beziehungsweise Trainingsbedingungen aussagekräftig.

Raumplanung und Geräteabstände

Zur reinen Stellfläche kommen Gerätezugang, Verstellwege, Betreuungsfläche und notwendige Laufwege hinzu.

Bewegliche Hebel, Fußplatten, Gewichtsstapel und Einstellelemente dürfen nicht mit Wänden oder Nachbargeräten kollidieren.

Fluchtwege, Türen und Zugänge zu anderen Therapiebereichen müssen frei bleiben.

Vor einer vollständigen Konzeptplanung sollten genaue Produktabmessungen und notwendige Bedienabstände geprüft werden.

Die Summe der Geräteabmessungen entspricht nicht automatisch dem tatsächlich benötigten Raum.

Zugang und barrierearme Nutzung

Bei der Raumplanung sollten Personen mit eingeschränkter Mobilität und gegebenenfalls Gehhilfen berücksichtigt werden.

Ausreichend breite Zugänge und freie Flächen können Ein- und Ausstieg sowie Hilfestellung erleichtern.

Nicht jedes Gerät ist für jede Körpergröße, Mobilität oder Transferfähigkeit geeignet.

Vor der Auswahl sollten Einstiegsposition, Sitzhöhe, Verstellbereich und notwendige Unterstützung geprüft werden.

Barrierearm bedeutet nicht automatisch uneingeschränkt für alle Nutzergruppen geeignet.

Personalbedarf und Mitarbeiterschulung

Mitarbeitende müssen in Geräteeinstellung, Einweisung, Belastungssteuerung, Reinigung und Abbruchkriterien geschult sein.

Bei mehreren Konzeptbereichen sollte ein einheitlicher Standard für Dokumentation und Funktionskontrolle bestehen.

Neue Geräte, geänderte Software oder technische Anpassungen können zusätzliche Schulungen erfordern.

Verantwortlichkeiten für Wartungsmeldungen und Außerbetriebnahmen müssen klar geregelt sein.

Eine Produktschulung ersetzt keine therapeutische Fachqualifikation.

Auslastung und organisatorische Einbindung

Vor der Anschaffung sollte geprüft werden, wie häufig die Geräte voraussichtlich genutzt werden.

Terminplanung, Behandlungsdauer, Einweisungszeit und mögliche Parallelnutzung beeinflussen die tatsächliche Kapazität.

Ein Gerät kann trotz hoher therapeutischer Relevanz nur eingeschränkt ausgelastet sein, wenn die Zielgruppe selten vorkommt.

Wartung, Reinigung, Raumkosten und gegebenenfalls Finanzierung sollten in der Gesamtbetrachtung berücksichtigt werden.

Eine konzeptionelle Geräteauswahl garantiert keine bestimmte Auslastung, Wirtschaftlichkeit oder Umsatzentwicklung.

Reinigung und hygienische Aufbereitung

Polster, Griffe, Gurte, Arm- und Beinauflagen sowie weitere Kontaktflächen müssen entsprechend Material und Herstellerangaben gereinigt werden.

Flüssigkeit darf nicht in Lager, Gewichtsstapel, Verstellmechanismen oder elektrische Komponenten eindringen.

Nach feuchter Reinigung müssen Kontaktflächen und Boden vollständig trocknen.

Beschädigte Polster oder offene Nähte können die hygienische Aufbereitung beeinträchtigen.

Pflegeleicht oder desinfizierbar bedeutet nicht, dass jedes Reinigungs- beziehungsweise Desinfektionsmittel geeignet ist.

Sicht- und Funktionskontrolle

Vor jeder Nutzung sollten Polster, Griffe, Auflagen, Gurte, Einstellhebel und Verriegelungen kontrolliert werden.

Gewichtsstapel, Steckstifte, Führungselemente und bewegliche Bauteile müssen vollständig und korrekt positioniert sein.

Ein gering belasteter Probelauf kann ungewöhnliche Geräusche, Spiel oder blockierende Bewegungen erkennbar machen.

Markierungen und Einstellskalen müssen lesbar sein.

Bei unklarer Funktion darf das Gerät nicht ungeprüft verwendet werden.

Wartung und technische Prüfung

Wartungs- und Prüffristen richten sich nach Herstellerangaben, Nutzungshäufigkeit und betrieblichen Vorgaben.

Schraubverbindungen, Lager, Seile, Riemen, Gewichtsstapel, Anschläge und Sicherheitskomponenten müssen im vorgesehenen Umfang geprüft werden.

Wartungsarbeiten dürfen nur von entsprechend qualifizierten beziehungsweise autorisierten Personen durchgeführt werden.

Prüfungen, Störungen und Reparaturen sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.

Ein äußerlich unbeschädigtes Gerät ist nicht automatisch technisch vollständig funktionsfähig.

Störungen und Außerbetriebnahme

Bei beschädigten Polstern, Gurten, Griffen, Auflagen, Verriegelungen oder Gewichtsstapeln darf ein Gerät nicht ungeprüft weiterverwendet werden.

Ungewöhnliche Geräusche, ruckartige Bewegungen, blockierende Mechanik oder übermäßiges Spiel erfordern eine technische Kontrolle.

Provisorische Reparaturen mit Klebeband, Kabelbindern, fremden Schrauben oder nicht freigegebenen Bauteilen sind ungeeignet.

Das betroffene Gerät muss eindeutig gekennzeichnet und gegen weitere Nutzung gesichert werden.

Eine Wiederfreigabe darf erst nach fachgerechter Prüfung, Reparatur oder Austausch erfolgen.

Konzeptvergleich: KGG und MTT für professionelle Therapieeinrichtungen

Die Übersicht ordnet die Konzeptbereiche nach Schwerpunkt, enthaltenen Produkten und wichtigen Auswahlkriterien ein.

Konzept Schwerpunkt Enthaltene Produkte Typische Einbindung Vor der Auswahl prüfen
König Hüftkonzept Spezialisierte hüftbezogene Bewegungs-, Positionierungs- und Anwendungskonzepte König HIP-FLEX, König HIP-EX, König HIP-FIX und König HIP-SET Spezialisierter Baustein innerhalb von Hüfttherapie, Rehabilitation und funktionellen Konzepten Konkrete Produktfunktion, Zielgruppe, Anwendung, Bewegungsfreigabe, Platzbedarf, Einweisung und Herstellerangaben
Hüft- und Kniekonzept Kniebeugung, Kniestreckung, mehrgelenkige Druckbewegung sowie Abduktion, Adduktion und Hüftextension DAVID G300, G200, G210, G250, G310, G320 und G260 MD-A KGG, MTT, orthopädische und postoperative Rehabilitation sowie Training der unteren Extremität Bewegungsrichtungen, Winkelbereiche, ein- oder beidseitige Anwendung, Fixierung, Zugänglichkeit, Raum und Belastungsfreigabe
Schulterkonzept Druck, Zug, Schulterabduktion sowie Innen- und Außenrotation DAVID G510, G420, G460, G660 und G640 MD-A Schulterrehabilitation, KGG, MTT, Oberkörpertraining und sporttherapeutischer Belastungsaufbau Arm- und Griffposition, Bewegungsumfang, Schulterblattbewegung, postoperative Freigabe, Belastung, Raum und Betreuung
Wirbelsäulenkonzept HWS-Extension, HWS-Lateralflexion, HWS-Rotation sowie Rumpfextension, Rumpfflexion, Lateralflexion und Rotation DAVID G140, G160, G110, G130, G150 und G120 MD-A HWS- und Rumpftraining, Rückentherapie, KGG, MTT und orthopädische Rehabilitation HWS- und Rumpfbefund, Bewegungsrichtung, Fixierung, Belastung, neurologische Warnzeichen, Raum, Einweisung und Herstellerangaben

Hinweis: Begriffe wie stabilisierend, mobilisierend, funktionell, gelenkführend, haltungsverbessernd, präventiv oder für postoperative Anwendungen geeignet erlauben keine abschließende Aussage über individuelle Eignung oder therapeutische Wirkung. Verbindlich sind medizinische Freigabe, fachliche Trainingsplanung sowie die aktuellen Produkt-, Sicherheits- und Herstellerangaben.

Häufig gestellte Fragen zu KGG- und MTT-Konzepten

Was ist ein KGG- oder MTT-Konzept?

Eine strukturierte Zusammenstellung von Geräten und Produkttypen für einen bestimmten therapeutischen Schwerpunkt oder Körperbereich.

Was ist der Unterschied zu einem einzelnen Trainingsgerät?

Ein Konzept betrachtet mehrere Bewegungsrichtungen, Geräte und Arbeitsabläufe als zusammenhängenden Therapie- und Trainingsbereich.

Welche Konzepte gehören zu dieser Kategorie?

Das König Hüftkonzept, das Hüft- und Kniekonzept, das Schulterkonzept und das Wirbelsäulenkonzept.

Für welche Einrichtungen eignen sich die Konzepte?

Für Physiotherapiepraxen, Reha-Einrichtungen, Therapiezentren sowie professionelle KGG-, MTT- und sporttherapeutische Bereiche.

Wann ist ein Konzept sinnvoll?

Wenn ein Körper- oder Funktionsbereich systematisch aufgebaut beziehungsweise erweitert und nicht nur ein einzelnes Gerät ergänzt werden soll.

Muss immer ein vollständiges Konzept angeschafft werden?

Nein. Die Auswahl kann nach Bedarf, vorhandener Ausstattung, Raum und Zielgruppe schrittweise erfolgen.

Was gehört zum König Hüftkonzept?

König HIP-FLEX, König HIP-EX, König HIP-FIX und das König HIP-SET.

Was ist der Unterschied zwischen König Hüftkonzept und Hüft- und Kniekonzept?

Das König Hüftkonzept ist auf spezialisierte hüftbezogene Anwendungen ausgerichtet. Das Hüft- und Kniekonzept umfasst mehrere belastungsbezogene Geräte für die gesamte untere Extremität.

Welche Geräte gehören zum Hüft- und Kniekonzept?

Beinbeuger, Beinstrecker, zwei Funktionsstemmen sowie Geräte für Hüftabduktion, Hüftadduktion und Hüftstreckung.

Welche Geräte gehören zum Schulterkonzept?

Brustpresse Protraktion, Pull-Down, Schulterabduktion, Schulteraußenrotation und Schulterinnenrotation.

Welche Geräte gehören zum Wirbelsäulenkonzept?

Geräte für HWS-Extension und Lateralflexion, HWS-Rotation sowie Rumpfextension, Rumpfflexion, Rumpflateralflexion und Rumpfrotation.

Können mehrere Konzepte kombiniert werden?

Ja. Die Kombination sollte sich nach Therapiebedarf, vorhandener Fläche, Personal und tatsächlicher Nutzung richten.

Sind die Konzepte für Krankengymnastik am Gerät geeignet?

Sie können in KGG-Bereiche integriert werden, sofern fachliche, räumliche und gegebenenfalls abrechnungsbezogene Anforderungen erfüllt sind.

Sind die Konzepte für medizinische Trainingstherapie geeignet?

Sie können Teil medizinisch beziehungsweise therapeutisch geplanter Trainingsprogramme sein.

Eignen sich die Geräte nach Operationen?

Nur wenn Gerät, Bewegungsrichtung, Bewegungsumfang und Belastung medizinisch beziehungsweise therapeutisch freigegeben sind.

Ersetzen die Konzepte freie Übungen?

Nein. Freie, funktionelle, koordinative und alltagsbezogene Übungen können weiterhin erforderlich sein.

Verbessert ein vollständiges Konzept automatisch die Therapiequalität?

Nein. Geräteauswahl, Befundung, Einweisung, Trainingsplanung und Betreuung bleiben entscheidend.

Muss vor dem Training eine Befundung erfolgen?

Im therapeutischen Kontext müssen geeignete Geräte, Bewegungsrichtungen und Belastungen fachlich beurteilt werden.

Wie wird die Belastung gesteigert?

Über Trainingsgewicht, Bewegungsumfang, Wiederholungen, Sätze, Tempo oder komplexere Übungen entsprechend dem individuellen Verlauf.

Können Einstellungen für mehrere Personen übernommen werden?

Nicht ungeprüft. Einstellungen müssen an Körpermaße, Beweglichkeit, Beschwerden und Belastungsfreigabe angepasst werden.

Müssen Patientinnen und Patienten eingewiesen werden?

Ja. Einstellung, Bewegungsrichtung, Belastung und Abbruchkriterien müssen verstanden werden.

Können Patientinnen und Patienten selbstständig trainieren?

Nur nach geeigneter Einweisung, fachlicher Freigabe und bei ausreichendem Verständnis der Gerätebedienung.

Müssen Trainingsdaten dokumentiert werden?

Für nachvollziehbare Verlaufskontrollen sind Geräte, Einstellungen, Belastung, Wiederholungen und Reaktionen sinnvoll zu dokumentieren.

Wie viel Platz benötigt ein Konzept?

Das hängt von Gerätezahl, Abmessungen, Verstellwegen, Zugängen, Betreuungsfläche und notwendigen Sicherheitsabständen ab.

Sind alle Geräte barrierearm zugänglich?

Nicht automatisch. Einstieg, Sitzhöhe, Verstellbereiche und notwendige Hilfestellung müssen produktspezifisch geprüft werden.

Führt ein Konzept automatisch zu hoher Auslastung?

Nein. Die Auslastung hängt von Bedarf, Terminstruktur, Personal, Zielgruppen und organisatorischer Einbindung ab.

Wie werden die Geräte gereinigt?

Entsprechend Material und Herstellerangaben, ohne Flüssigkeit in mechanische oder elektrische Komponenten einzubringen.

Kann jedes Desinfektionsmittel verwendet werden?

Nein. Das Mittel muss mit Polstern, Griffen, Gurten, Auflagen, Beschichtungen und weiteren Materialien verträglich sein.

Was sollte vor jeder Nutzung kontrolliert werden?

Polster, Griffe, Gurte, Auflagen, Verstellhebel, Verriegelungen, Gewichtsstapel, Steckstifte und freie Gerätebewegung.

Wann muss ein Gerät außer Betrieb genommen werden?

Bei beschädigten Komponenten, unklaren Verriegelungen, ungewöhnlichen Geräuschen, blockierender Mechanik oder übermäßigem Spiel.

Dürfen Schäden provisorisch repariert werden?

Nein. Nicht freigegebene Reparaturen können Funktion, Belastbarkeit und Nutzung beeinträchtigen.

Was gehört zu einem professionellen KGG- und MTT-Konzept?

Bedarfsanalyse, fachlich begründete Geräteauswahl, individuelle Befundung, medizinische Freigabe, geeignete Raumplanung, korrekte Einstellungen, geschulte Mitarbeitende, dokumentierte Trainingsabläufe, hygienische Aufbereitung und regelmäßige technische Kontrollen.