Schulterkonzept

Schulterkonzept unterstützt die strukturierte Therapie und das Training von Schultergürtel, Rotatorenmanschette und Oberkörperfunktion. Die Kategorie umfasst Geräte für Druck- und Zugbewegungen, Schulterabduktion sowie Innen- und Außenrotation. Damit lassen sich Mobilität, Stabilität, Kraft und kontrollierte Bewegungsführung im Schulterbereich gezielt trainieren. Das Konzept eignet sich für Physiotherapiepraxen, Rehabilitationseinrichtungen, sporttherapeutische Bereiche und professionelle MTT-Flächen mit Schwerpunkt auf Schulterrehabilitation und funktionellem Oberkörpertraining.

Schulterkonzept für Praxis, Rehabilitation und professionelle Schultertherapie

Gerätegestützte Schulterkonzepte ermöglichen ein differenziertes Training von Schultergelenk, Schultergürtel und Oberkörper in definierten Bewegungsrichtungen. Druck- und Zugbewegungen, Schulterabduktion sowie Innen- und Außenrotation können in therapeutisch geplante KGG- und MTT-Programme integriert werden.

Die Schulterfunktion entsteht aus dem Zusammenspiel von Glenohumeralgelenk, Schulterblatt, Brustwirbelsäule, Rumpf und muskulärer Führung. Ein professionelles Konzept sollte deshalb sowohl gezielte Schulterbewegungen als auch größere Druck- und Zugmuster berücksichtigen.

Zur Kategorie gehören DAVID Brustpresse Protraktion G510 MD-A, DAVID Pull-Down G420 MD-A, DAVID Schulterabduktion G460 MD-A, DAVID Schulteraußenrotation G660 MD-A und DAVID Schulterinnenrotation G640 MD-A.

Gerätegestütztes Schultertraining ersetzt weder die medizinische Freigabe noch die individuelle Befundung und Trainingsplanung. Verbindlich für Einstellung, Bewegungsumfang, Belastung, Anwendung, Kontraindikationen, Reinigung und Wartung sind die Angaben der jeweiligen Produktseite und des Herstellers.

Inhalt

  • So treffen Sie die richtige Wahl
  • Schulterkonzept fachlich einordnen
  • Schultergelenk, Schulterblatt und Rumpf zusammendenken
  • Brustpresse mit Protraktion
  • Pull-Down und zugorientierte Bewegungen
  • Schulterabduktion
  • Schulteraußenrotation
  • Schulterinnenrotation
  • Schulterkonzept nach Therapieziel auswählen
  • Einsatz in KGG und MTT
  • Orthopädische und postoperative Rehabilitation
  • Sporttherapie und funktioneller Belastungsaufbau
  • Medizinische Freigabe und individuelle Befundung
  • Sitzposition und Geräteeinstellung
  • Fixierung und Schulterblattkontrolle
  • Bewegungsumfang und Endpositionen
  • Trainingsgewicht und Belastungsdosierung
  • Bewegungstempo, Wiederholungen und Pausen
  • Schmerz und Abbruchkriterien
  • Einweisung und betreute Erstanwendung
  • Trainingsplanung und Dokumentation
  • Gerätekombination und Progression
  • Raumplanung und Geräteabstände
  • Reinigung und hygienische Aufbereitung
  • Sicht- und Funktionskontrolle
  • Wartung und technische Prüfung
  • Störungen und Außerbetriebnahme
  • Produktvergleich
  • FAQ

So treffen Sie die richtige Wahl

Die Auswahl sollte mit Therapieziel, Bewegungsrichtung und regelmäßig betreuter Patientengruppe beginnen.

Für größere Oberkörperbewegungen stehen Brustpresse und Pull-Down zur Verfügung. Für stärker eingegrenzte Schulterbewegungen können Abduktion sowie Innen- und Außenrotation getrennt trainiert werden.

Ein einzelnes Gerät kann sinnvoll sein, wenn eine bestimmte Bewegungsrichtung im bestehenden Trainingsbereich ergänzt werden soll. Ein vollständigeres Konzept ermöglicht dagegen eine stufenweise Verbindung von isolierteren Schulterübungen mit größeren Druck- und Zugbewegungen.

Neben der Geräteauswahl sind Einstellbereiche, zulässige Körpermaße, Griffpositionen, Fixierungen, Belastungsdosierung, Platzbedarf und erwartete Auslastung zu berücksichtigen.

Wichtige Auswahlkriterien: Therapieziel, Bewegungsrichtung, Patientengruppe, medizinische Freigabe, Einstellbereiche, Griff- und Armposition, Belastungsdosierung, Bedienung, Platzbedarf, Dokumentation, Reinigung, Wartung und Herstellerangaben.

Schulterkonzept fachlich einordnen

Ein Schulterkonzept ist eine Zusammenstellung spezialisierter Trainingsgeräte für definierte Schulter- und Oberkörperbewegungen.

Das Konzept kann aktive Therapie, Krankengymnastik am Gerät, medizinische Trainingstherapie und längerfristige Trainingsprogramme ergänzen.

Eine Geräteübung bildet immer nur einen bestimmten Ausschnitt der Schulterfunktion ab. Beweglichkeit, Koordination, Schulterblattbewegung, Rumpfkontrolle und alltags- beziehungsweise sportbezogene Anforderungen können zusätzliche Übungen erfordern.

Schulterbeschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Die Auswahl eines Geräts darf deshalb nicht allein anhand der Schmerzregion erfolgen.

Ein Schulterkonzept ist kein eigenständiges Diagnose- oder Behandlungssystem und garantiert keine Veränderung von Beschwerden oder Funktion.

Schultergelenk, Schulterblatt und Rumpf zusammendenken

Armbewegungen entstehen durch das Zusammenspiel mehrerer Gelenke und Körperabschnitte.

Neben dem Schultergelenk beeinflussen Schulterblatt, Brustwirbelsäule und Rumpfposition den Bewegungsablauf.

Bei gerätegestützten Übungen sollte beobachtet werden, ob die vorgesehene Bewegung kontrolliert erfolgt oder durch übermäßiges Hochziehen der Schulter, Rumpfrotation oder Ausweichbewegungen kompensiert wird.

Eine vollständige Immobilisierung des Schulterblatts ist nicht bei jeder Übung sinnvoll. Entscheidend ist der vorgesehene Bewegungsablauf des jeweiligen Geräts.

Eine technisch abgeschlossene Wiederholung bestätigt keine optimale Schultermechanik.

Brustpresse mit Protraktion

DAVID Brustpresse Protraktion G510 MD-A ist für druckorientierte Oberkörperbewegungen mit einer gerätespezifischen Protraktionskomponente vorgesehen.

Sitzhöhe, Rückenposition, Griffhöhe und Ausgangsstellung müssen an Körpermaße, Schulterbeweglichkeit und Belastungsfreigabe angepasst werden.

Die Druckbewegung sollte kontrolliert erfolgen, ohne ruckartiges Durchdrücken oder unkontrolliertes Abheben des Rumpfes von der vorgesehenen Position.

Die Protraktionsbewegung darf nur im vorgesehenen Bewegungsablauf und ohne erzwungene Endposition durchgeführt werden.

Das Gerät garantiert keine Verbesserung von Schulterblattkontrolle, Kraft oder funktioneller Belastbarkeit.

Pull-Down und zugorientierte Bewegungen

DAVID Pull-Down G420 MD-A ist für geführte zugorientierte Bewegungen des Oberkörpers vorgesehen.

Griff, Sitzposition, Bewegungsweg und Schulterstellung müssen so gewählt werden, dass die Übung kontrolliert durchgeführt werden kann.

Der Zug sollte nicht durch starkes Zurücklehnen, Schwung oder eine unkontrollierte Rumpfbewegung erzeugt werden.

Bei eingeschränkter Schulterbeweglichkeit kann ein reduzierter Bewegungsweg oder eine andere Griffposition erforderlich sein, sofern das Gerät diese Einstellung vorsieht.

Ein Pull-Down bildet nicht automatisch alle funktionellen Zugbewegungen aus Alltag, Beruf oder Sport ab.

Schulterabduktion

DAVID Schulterabduktion G460 MD-A ist für kontrollierte Übungen der seitlichen Armhebung vorgesehen.

Sitzhöhe, Armauflagen, Bewegungsachse und Ausgangswinkel müssen entsprechend Körpermaßen und therapeutischer Vorgabe eingestellt werden.

Der Bewegungsumfang sollte nur so weit gewählt werden, wie die Bewegung kontrolliert und entsprechend der Belastungsfreigabe durchgeführt werden kann.

Ausweichbewegungen wie deutliches Hochziehen des Schultergürtels, Seitneigung des Rumpfes oder Schwung können auf eine zu hohe Belastung oder einen ungeeigneten Bewegungsweg hinweisen.

Ein größerer Abduktionswinkel ist nicht automatisch therapeutisch geeigneter.

Schulteraußenrotation

DAVID Schulteraußenrotation G660 MD-A ist für belastungsbezogene Übungen in Außenrotation vorgesehen.

Oberarmposition, Ellenbogenwinkel, Griff- beziehungsweise Kontaktposition und Bewegungsumfang müssen entsprechend der Herstelleranleitung eingestellt werden.

Der Rumpf sollte nicht unkontrolliert mitdrehen, um den vorgesehenen Bewegungsablauf zu ersetzen.

Außenrotation kann Bestandteil eines Rotatorenmanschettenprogramms sein, ersetzt aber keine umfassende Beurteilung der Schulterfunktion.

Das Gerät garantiert keine Gelenkzentrierung, Stabilisierung oder Beschwerdeverbesserung.

Schulterinnenrotation

DAVID Schulterinnenrotation G640 MD-A ist für belastungsbezogene Übungen in Innenrotation vorgesehen.

Die Einstellung sollte so erfolgen, dass Armposition und Bewegungsachse zum vorgesehenen Test- beziehungsweise Trainingsaufbau passen.

Die Bewegung sollte ohne ruckartiges Beschleunigen und ohne deutliche Ausweichbewegung des Rumpfes durchgeführt werden.

Innen- und Außenrotation sollten nicht allein anhand identischer Gewichte oder Wiederholungszahlen miteinander verglichen werden.

Ein ausgeglichenes Verhältnis beider Trainingsgewichte ist kein allgemeines medizinisches oder funktionelles Ziel.

Schulterkonzept nach Therapieziel auswählen

Die Geräteauswahl sollte auf einem klar definierten Therapieziel beruhen.

Möglich sind beispielsweise die kontrollierte Wiederaufnahme einer Bewegungsrichtung, belastungsbezogenes Rotationstraining, seitliche Armhebung oder der Übergang zu größeren Druck- und Zugmustern.

Nicht jede Person benötigt alle vorhandenen Geräte innerhalb derselben Trainingsphase.

Die Übungsauswahl sollte überprüft werden, wenn sich Schmerzen, Bewegungsumfang, Kraft oder medizinische Freigaben verändern.

Gerätevielfalt allein führt nicht automatisch zu einem geeigneten oder differenzierten Schulterprogramm.

Einsatz in KGG und MTT

DAVID-Schultergeräte können als spezialisierte Trainingsstationen in Krankengymnastik am Gerät und medizinischer Trainingstherapie eingesetzt werden.

Sie können freie Übungen, Seilzugtraining, sensomotorische Aufgaben und weitere funktionelle Bewegungen ergänzen.

Jede Station sollte einem nachvollziehbaren Trainingsziel zugeordnet und mit Einstellungen, Belastung, Bewegungsumfang, Wiederholungen und Pausen dokumentiert werden.

Ein allgemeiner Gerätezirkel darf nicht ungeprüft übernommen werden, wenn individuelle Schulterbefunde oder Belastungsfreigaben abweichen.

Ein Schulterkonzept ersetzt kein umfassendes KGG- oder MTT-Programm.

Orthopädische und postoperative Rehabilitation

Nach Operationen oder Verletzungen darf gerätegestütztes Schultertraining nur entsprechend der aktuellen medizinischen und therapeutischen Freigabe durchgeführt werden.

Operationsverfahren, Heilungsphase, Wundstatus, Schmerz, Bewegungsgrenzen und zulässige Belastung müssen berücksichtigt werden.

Druck-, Zug-, Abduktions- und Rotationsbewegungen können zu unterschiedlichen Zeitpunkten freigegeben sein.

Frühere Geräteeinstellungen dürfen bei veränderter Befundlage oder nach längeren Trainingspausen nicht ungeprüft übernommen werden.

Die allgemeine Bezeichnung für postoperative Rehabilitation geeignet ersetzt keine konkrete Freigabe für Gerät, Bewegungsrichtung und Belastung.

Sporttherapie und funktioneller Belastungsaufbau

In späteren Trainingsphasen können gerätegestützte Schulterübungen in sporttherapeutische Programme integriert werden.

Druck- und Zugbewegungen können größere Muskelketten einbeziehen, während Abduktion und Rotation gezieltere Bewegungsaufgaben ermöglichen.

Sportartspezifische Geschwindigkeit, Reaktion, Überkopfbelastung und offene Bewegungsketten müssen gegebenenfalls durch weitere Übungen ergänzt werden.

Geräteleistung sollte nicht isoliert als Freigabekriterium für Training oder Wettkampf verwendet werden.

Erfolgreiches Gerätetraining garantiert keine vollständige Sport- oder Wettkampffähigkeit.

Medizinische Freigabe und individuelle Befundung

Vor dem Training muss geklärt sein, welche Bewegungsrichtungen, Winkel und Belastungen zulässig sind.

Relevante Faktoren sind unter anderem Diagnose, Operationen, Schmerzverhalten, Instabilitätsgefühl, Beweglichkeit, Kraft und Belastungsverträglichkeit.

Bei neuen oder unklaren Beschwerden ist eine erneute medizinische beziehungsweise therapeutische Beurteilung erforderlich.

Geräteparameter sollten auf Grundlage dieser Beurteilung festgelegt und dokumentiert werden.

Eine technisch mögliche Einstellung ist nicht automatisch medizinisch freigegeben.

Sitzposition und Geräteeinstellung

Sitzhöhe, Rückenposition, Armauflagen, Griffhöhe und Ausgangswinkel müssen an Körpermaße und Bewegungsziel angepasst werden.

Geräte- und Bewegungsachsen sollten entsprechend der Herstelleranleitung positioniert werden.

Polster und Auflagen dürfen keinen unnötigen Druck auf Operationsgebiete, empfindliche Strukturen oder schmerzhafte Bereiche ausüben.

Nach jeder größeren Einstelländerung sollte ein unbelasteter beziehungsweise gering belasteter Probelauf erfolgen.

Ähnliche Körpergröße bedeutet nicht automatisch, dass dieselben Einstellungen übernommen werden können.

Fixierung und Schulterblattkontrolle

Fixierungen und Auflagen sollen die vorgesehene Ausgangsposition unterstützen und unkontrollierte Ausweichbewegungen reduzieren.

Gurte, Polster und Halteelemente müssen korrekt positioniert sein und dürfen Atmung, Durchblutung oder Sensibilität nicht beeinträchtigen.

Die Schulterblattbewegung sollte entsprechend der jeweiligen Gerätefunktion beobachtet werden.

Deutliches Hochziehen der Schulter, Rumpfdrehung oder Ausweichen im Sitz kann auf eine unpassende Einstellung oder Belastung hinweisen.

Eine stärkere Fixierung ist nicht automatisch therapeutisch geeigneter.

Bewegungsumfang und Endpositionen

Der Bewegungsumfang richtet sich nach medizinischer Freigabe, individueller Beweglichkeit, Schmerzen und Trainingsphase.

Endpositionen sollten kontrolliert erreicht und nicht mit Schwung, zusätzlichem Zug oder Druck erzwungen werden.

Ein reduzierter Bewegungsweg kann insbesondere nach Operationen oder bei schmerzhaften Bewegungen erforderlich sein.

Bei verändertem Schmerzverhalten muss der eingestellte Bewegungsumfang erneut geprüft werden.

Ein größerer Bewegungsweg ist kein allgemeiner Nachweis für eine bessere Schulterfunktion.

Trainingsgewicht und Belastungsdosierung

Trainingsgewicht, Wiederholungen, Sätze, Bewegungsumfang und Pausen müssen gemeinsam geplant werden.

Der Einstieg sollte mit einer Belastung erfolgen, bei der die Bewegung kontrolliert und ohne deutliche Ausweichbewegungen durchgeführt werden kann.

Bei Abduktions- und Rotationsübungen können bereits geringe Belastungsänderungen relevant sein.

Mehrere Belastungsparameter sollten nicht gleichzeitig deutlich erhöht werden.

Ein höheres Trainingsgewicht ist kein allgemeiner Nachweis für eine bessere Gelenkstabilität oder Schulterfunktion.

Bewegungstempo, Wiederholungen und Pausen

Das Bewegungstempo sollte so gewählt werden, dass Anfang, Bewegungsverlauf und Endposition kontrolliert bleiben.

Schwung, plötzliches Abbremsen und unkontrollierte Richtungswechsel sind zu vermeiden.

Die Wiederholungszahl richtet sich nach Trainingsziel, Belastung und individueller Ermüdung.

Nimmt die Bewegungsqualität deutlich ab oder treten Kompensationen auf, sollte der Satz beendet oder angepasst werden.

Eine höhere Wiederholungszahl bedeutet nicht automatisch einen besseren Trainingseffekt.

Schmerz und Abbruchkriterien

Zunehmende oder ungewohnte Schmerzen erfordern eine Anpassung beziehungsweise Unterbrechung der Übung.

Weitere Abbruchgründe sind Taubheit, Kribbeln, ausstrahlende Beschwerden, plötzliches Instabilitätsgefühl oder deutlicher Kontrollverlust.

Auch Schwindel, Atemnot, Kreislaufbeschwerden oder ungewöhnliche Geräusche beziehungsweise blockierende Gerätebewegungen erfordern einen Abbruch.

Nach einem schmerzhaften Schnappen, einer plötzlichen Bewegung oder einem Beinahe-Unfall muss der Trainingsaufbau überprüft werden.

Die Übung darf erst nach fachlicher beziehungsweise technischer Klärung fortgesetzt werden.

Einweisung und betreute Erstanwendung

Vor der ersten Nutzung müssen Gerätezugang, Sitzposition, Griff beziehungsweise Armauflage, Bewegungsrichtung und Abbruchmöglichkeiten erklärt werden.

Ein Probelauf mit geringer Belastung ermöglicht die Kontrolle von Einstellungen und Bewegungsverständnis.

Die trainierende Person sollte wissen, welche Körperabschnitte sich bewegen und welche möglichst stabil bleiben sollen.

Selbstständiges Training sollte erst erfolgen, wenn Geräteeinstellung, Bewegungsweg und Abbruchkriterien sicher verstanden wurden.

Eine einmalige Einweisung ersetzt keine erneute Kontrolle bei veränderten Einstellungen, Schmerzen oder Trainingszielen.

Trainingsplanung und Dokumentation

Für eine nachvollziehbare Trainingsplanung sollten Gerät, Bewegungsrichtung, Einstellungen, Gewicht, Bewegungsumfang, Wiederholungen und Beschwerden dokumentiert werden.

Auch Änderungen von Griffposition, Sitzhöhe oder Armauflage können für Vergleichseinheiten relevant sein.

Trainingsfortschritte sollten nicht ausschließlich anhand des bewegten Gewichts beurteilt werden.

Bewegungsqualität, Verträglichkeit, Funktion und individuelle Zielerreichung bleiben eigenständige Beurteilungsbereiche.

Ein gespeicherter Trainingswert ist nur sinnvoll vergleichbar, wenn die wesentlichen Bedingungen übereinstimmen.

Gerätekombination und Progression

Ein vollständigeres Schulterkonzept kann mehrere Bewegungsrichtungen innerhalb eines abgestimmten Trainingsplans verbinden.

Eine mögliche Progression führt von kontrollierten Rotations- oder Abduktionsübungen zu größeren Druck- und Zugbewegungen. Die Reihenfolge richtet sich jedoch nach Befund und Freigabe.

Es ist nicht erforderlich, in jeder Einheit alle vorhandenen Geräte zu verwenden.

Progression kann über Bewegungsumfang, Belastung, Wiederholungen oder zusätzliche funktionelle Übungen erfolgen.

Mehr Geräte und mehr Übungen bedeuten nicht automatisch ein besser abgestimmtes Schulterprogramm.

Raumplanung und Geräteabstände

Für jedes Gerät sind Stellfläche, Gerätezugang, Verstellwege und notwendige Betreuungsfläche zu berücksichtigen.

Laufwege, Fluchtwege und Zugänge zu weiteren Trainingsstationen müssen frei bleiben.

Griffe, Armhebel, Gewichtsstapel und Einstellelemente müssen ohne Kollision mit Wänden oder Nachbargeräten bedienbar sein.

Die betreuende Fachkraft sollte Schulterposition und Bewegungsablauf gut beobachten können.

Die reine Stellfläche eines Geräts entspricht nicht automatisch dem vollständigen betrieblichen Platzbedarf.

Reinigung und hygienische Aufbereitung

Sitzflächen, Rückenpolster, Griffe, Armauflagen, Gurte und weitere Kontaktflächen müssen entsprechend Material und Herstellerangaben gereinigt werden.

Flüssigkeit darf nicht in Lager, Gewichtsstapel, Verstellmechanismen oder elektrische Komponenten eindringen.

Nach feuchter Reinigung müssen Sitz, Boden und Kontaktflächen vollständig trocknen.

Beschädigte Polster oder offene Nähte können eine hygienische Aufbereitung beeinträchtigen.

Pflegeleicht oder desinfizierbar bedeutet nicht, dass jedes Reinigungs- beziehungsweise Desinfektionsmittel geeignet ist.

Sicht- und Funktionskontrolle

Vor jeder Nutzung sollten Polster, Griffe, Armauflagen, Einstellhebel, Verriegelungen und bewegliche Bauteile kontrolliert werden.

Gewichtsstapel, Steckstifte und Führungselemente müssen vollständig und korrekt positioniert sein.

Ein unbelasteter beziehungsweise gering belasteter Probelauf kann ungewöhnliche Geräusche, Spiel oder blockierende Bewegungen erkennbar machen.

Markierungen und Einstellskalen müssen lesbar sein.

Bei unklarer Funktion darf das Gerät nicht ungeprüft verwendet werden.

Wartung und technische Prüfung

Wartungs- und Prüffristen richten sich nach Herstellerangaben, Nutzungshäufigkeit und betrieblichen Vorgaben.

Schraubverbindungen, Lager, Seile, Riemen, Gewichtsstapel, Anschläge und Sicherheitskomponenten müssen im vorgesehenen Umfang geprüft werden.

Wartungsarbeiten dürfen nur von entsprechend qualifizierten beziehungsweise autorisierten Personen durchgeführt werden.

Prüfungen und Reparaturen sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.

Ein äußerlich unbeschädigtes Gerät ist nicht automatisch technisch vollständig funktionsfähig.

Störungen und Außerbetriebnahme

Bei beschädigten Polstern, Griffen, Armauflagen, Verriegelungen oder Gewichtsstapeln darf das Gerät nicht ungeprüft weiterverwendet werden.

Ungewöhnliche Geräusche, ruckartige Bewegungen, blockierende Mechanik oder übermäßiges Spiel erfordern eine technische Kontrolle.

Provisorische Reparaturen mit Klebeband, Kabelbindern, fremden Schrauben oder nicht freigegebenen Bauteilen sind ungeeignet.

Das betroffene Gerät muss eindeutig gekennzeichnet und gegen weitere Nutzung gesichert werden.

Eine Wiederfreigabe darf erst nach fachgerechter Prüfung, Reparatur oder Austausch erfolgen.

Produktvergleich: Schulterkonzept für professionelle Therapieeinrichtungen

Die Übersicht ordnet die Geräte nach Bewegungsrichtung, typischem Einsatz und wichtigen Auswahlkriterien ein.

Produkt Bewegungsart Typischer Einsatz Trainingsschwerpunkt Vor der Auswahl prüfen
DAVID Brustpresse Protraktion G510 MD-A Druckbewegung mit Protraktionskomponente Oberkörpertraining in KGG, MTT und Rehabilitation Geführte Druckbewegung unter Einbeziehung von Arm, Brust und Schultergürtel Sitz- und Griffposition, Bewegungsumfang, Protraktionsfreigabe, Belastung, Schulterbeschwerden und Herstellerangaben
DAVID Pull-Down G420 MD-A Zugbewegung Oberkörper- und Schultergürteltraining in Rehabilitation, KGG und MTT Geführte Zugbewegung mit Beteiligung von Rücken-, Arm- und Schultergürtelmuskulatur Griffposition, Schulterbeweglichkeit, Sitzstabilität, Bewegungsweg, Belastung und Ausweichbewegungen
DAVID Schulterabduktion G460 MD-A Schulterabduktion Kontrollierte seitliche Armhebung in Schulterrehabilitation und MTT Definierter Abduktionsbewegungsweg mit dosierbarer Belastung Armauflage, Bewegungsachse, Ausgangswinkel, Abduktionsfreigabe, Schulterblattbewegung und Belastung
DAVID Schulteraußenrotation G660 MD-A Außenrotation Rotationsbezogenes Schultertraining in Therapie, Rehabilitation und Sporttherapie Belastungsbezogene Außenrotation innerhalb eines definierten Bewegungswegs Oberarm- und Ellenbogenposition, Rotationsfreigabe, Bewegungsumfang, Belastung und Rumpfkompensation
DAVID Schulterinnenrotation G640 MD-A Innenrotation Rotationsbezogenes Schultertraining in KGG, MTT und Rehabilitation Belastungsbezogene Innenrotation innerhalb eines definierten Bewegungswegs Armposition, Bewegungsachse, Innenrotationsfreigabe, Bewegungsumfang, Belastung und Ausweichbewegungen

Hinweis: Begriffe wie stabilisierend, kräftigend, gelenkzentrierend, haltungsverbessernd, funktionell oder für postoperative beziehungsweise sporttherapeutische Anwendungen geeignet erlauben keine abschließende Aussage über individuelle Eignung oder therapeutische Wirkung. Verbindlich sind medizinische Freigabe, fachliche Trainingsplanung sowie die aktuellen Produkt-, Sicherheits- und Herstellerangaben.

Häufig gestellte Fragen zum Schulterkonzept

Was ist ein Schulterkonzept?

Eine strukturierte Zusammenstellung spezialisierter Trainingsgeräte für Schulter, Schultergürtel und Oberkörperbewegungen.

Für welche Einrichtungen eignet sich das Schulterkonzept?

Für Physiotherapiepraxen, Reha-Einrichtungen, Therapiezentren sowie professionelle KGG-, MTT- und sporttherapeutische Bereiche.

Welche Geräte gehören zum Schulterkonzept?

DAVID Brustpresse Protraktion G510 MD-A, DAVID Pull-Down G420 MD-A, DAVID Schulterabduktion G460 MD-A, DAVID Schulteraußenrotation G660 MD-A und DAVID Schulterinnenrotation G640 MD-A.

Was ist der Unterschied zwischen Brustpresse und Pull-Down?

Die Brustpresse bildet eine druckorientierte, der Pull-Down eine zugorientierte Oberkörperbewegung ab.

Wofür wird die DAVID Brustpresse Protraktion eingesetzt?

Für geführte Druckbewegungen des Oberkörpers mit einer gerätespezifischen Protraktionskomponente.

Wofür wird DAVID Pull-Down G420 MD-A eingesetzt?

Für geführte Zugbewegungen mit Beteiligung von Arm, Rücken und Schultergürtel.

Wofür wird DAVID Schulterabduktion G460 MD-A eingesetzt?

Für kontrollierte Übungen der seitlichen Armhebung innerhalb eines definierten Bewegungswegs.

Wofür wird DAVID Schulteraußenrotation G660 MD-A eingesetzt?

Für belastungsbezogene Übungen in Außenrotation entsprechend einem fachlich geplanten Schulterprogramm.

Wofür wird DAVID Schulterinnenrotation G640 MD-A eingesetzt?

Für belastungsbezogene Übungen in Innenrotation innerhalb eines definierten Bewegungswegs.

Warum werden Innen- und Außenrotation getrennt trainiert?

Weil sie unterschiedliche Bewegungsrichtungen mit teilweise unterschiedlicher muskulärer Beteiligung darstellen.

Müssen Innen- und Außenrotation gleich stark sein?

Nein. Ein identisches Trainingsgewicht ist kein allgemeines medizinisches oder funktionelles Ziel.

Kann das Schulterkonzept in KGG eingesetzt werden?

Ja. Die Geräte können spezialisierte Stationen innerhalb eines fachlich geplanten KGG-Programms bilden.

Kann das Schulterkonzept in MTT eingesetzt werden?

Ja. Es kann gerätegestützte Schulter- und Oberkörperübungen in medizinischen Trainingsprogrammen ergänzen.

Ersetzt das Schulterkonzept freie Übungen?

Nein. Freie, koordinative, funktionelle und sportbezogene Übungen können weiterhin erforderlich sein.

Eignen sich die Geräte nach einer Schulteroperation?

Nur wenn Bewegungsrichtung, Bewegungsumfang und Belastung medizinisch beziehungsweise therapeutisch freigegeben sind.

Verbessern die Geräte automatisch Schulterschmerzen?

Nein. Eine bestimmte Veränderung der Beschwerden kann durch ein Gerät oder eine Übung allein nicht garantiert werden.

Stabilisiert Rotationstraining automatisch das Schultergelenk?

Nein. Die Wirkung hängt von Befund, Ausführung, Dosierung und dem gesamten Trainingsprogramm ab.

Muss vor dem Training eine Befundung erfolgen?

Im therapeutischen Kontext müssen geeignete Bewegungsrichtungen, Belastungen und mögliche Einschränkungen fachlich beurteilt werden.

Wie wird ein Schultergerät richtig eingestellt?

Entsprechend Körpermaßen, Bewegungsachse, Arm- beziehungsweise Griffposition, Bewegungsumfang und Herstelleranleitung.

Können Einstellungen von einer anderen Person übernommen werden?

Nicht ungeprüft. Einstellungen müssen an Körpermaße, Beweglichkeit und Belastungsfreigabe der jeweiligen Person angepasst werden.

Sollte immer der vollständige Bewegungsumfang genutzt werden?

Nein. Der Bewegungsumfang richtet sich nach medizinischer Freigabe, Beweglichkeit, Schmerzen und Trainingsphase.

Wie wird das Trainingsgewicht gewählt?

So, dass die vorgesehene Bewegung kontrolliert und ohne deutliche Ausweichbewegungen durchgeführt werden kann.

Wie schnell sollten die Bewegungen ausgeführt werden?

So, dass der gesamte Bewegungsablauf kontrolliert bleibt und kein Schwung eingesetzt wird.

Wann muss die Übung beendet werden?

Bei zunehmenden Schmerzen, Taubheit, Kribbeln, ausstrahlenden Beschwerden, Instabilitätsgefühl oder deutlich nachlassender Bewegungskontrolle.

Muss die Erstanwendung betreut werden?

Eine betreute Erstanwendung ist sinnvoll, um Einstellung, Bewegungsverständnis und Verträglichkeit zu kontrollieren.

Können Patientinnen und Patienten selbstständig trainieren?

Nur nach geeigneter Einweisung und wenn Bedienung, Bewegungsweg und Abbruchkriterien sicher verstanden wurden.

Müssen Trainingsdaten dokumentiert werden?

Für nachvollziehbare Verlaufskontrollen sind Gerät, Einstellungen, Belastung, Bewegungsumfang, Wiederholungen und Reaktion sinnvoll zu dokumentieren.

Müssen in jeder Einheit alle Geräte genutzt werden?

Nein. Die Auswahl richtet sich nach Therapieziel, Trainingsphase und aktueller Belastbarkeit.

Können die Schultergeräte mit anderen Konzepten kombiniert werden?

Ja. Je nach Trainingsziel können Wirbelsäulen-, Hüft-, Knie-, Ausdauer- und weitere funktionelle Trainingsangebote ergänzt werden.

Worauf ist bei der Raumplanung zu achten?

Auf Stellfläche, Verstellwege, Gerätezugang, Betreuungsfläche, freie Laufwege und ausreichende Abstände zu Nachbargeräten.

Wie werden die Geräte gereinigt?

Entsprechend Material und Herstellerangaben, ohne Flüssigkeit in mechanische oder elektrische Komponenten einzubringen.

Kann jedes Desinfektionsmittel verwendet werden?

Nein. Das Mittel muss mit Polstern, Griffen, Armauflagen, Beschichtungen und weiteren Materialien verträglich sein.

Was sollte vor jeder Nutzung kontrolliert werden?

Polster, Griffe, Armauflagen, Verstellhebel, Verriegelungen, Gewichtsstapel, Steckstifte und freie Gerätebewegung.

Wann muss ein Gerät außer Betrieb genommen werden?

Bei beschädigten Polstern, Griffen, Verriegelungen, Gewichtsstapeln, ungewöhnlichen Geräuschen oder blockierender Gerätebewegung.

Dürfen Schäden provisorisch repariert werden?

Nein. Nicht freigegebene Reparaturen können Funktion, Belastbarkeit und sichere Nutzung beeinträchtigen.

Was gehört zu einem professionellen Schulterkonzept?

Eine fachlich begründete Geräteauswahl, individuelle Befundung, medizinische Freigabe, korrekte Einstellungen, kontrollierte Belastungssteuerung, geschulte Mitarbeitende, dokumentierte Trainingsabläufe, geeignete Raumplanung, hygienische Aufbereitung und regelmäßige technische Kontrollen.